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Zusätzliche Informationen

Neuer Info-Service

Eigene Homepage unseres Versicherungspartners RheinLandVersicherungen nur für Mitglieder: www.unserepartner-ihrevorteile.de/

Verband Wohneigentum Mitte-Süd ("Südschiene") in Facebook

Die "Südschiene" ist unter Verband Wohneigentum Mitte-Süd als informeller Zusammenschluss jetzt auch in Facebook vertreten. Zur "Südschiene" gehören die Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern , Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit dem Facebook-Auftritt wird der Verband Wohneigentum einer breiten Öffentlichkeit bekannter gemacht. Ein weiteres Ziel ist die Mitglieder-bindung durch Publizierung von aktuellen Verbands- und Verbraucherinformationen rund um das Wohneigentum. In absehbarer Zeit ist geplant, die Informationen zusätzlich über eine App für Smartphonenutzer bereit-zustellen. Schauen Sie mal rein:
www.facebook.com/Verbraucherschutzorganisation

2016 neuer Besucherrekord

Weiden. Waren es 2014 noch knapp 91.000 Menschen, die diese Homepage unseres Landesverbandes besucht hatten und 2015 ca. 120.000, so können wir - nicht ohne Stolz - berichten, dass 2016 mit über 154.000 Besuchern einer neuer Rekord erreicht wurde.

Was ist zu beachten bei

Feuer, Rauch und Blitzschlag.pdf (302.4 KB, PDF-Datei)

Eine Information des Bauherrenschutzbundes

Sanieren im Bestand

Wer sich über Möglichkeiten energetischer Sanierung von Bestandsimmobilien sowie Finanzierung und mögliche Förderungen informieren und den Mitgliedern Tipps geben möchte, wird fündig auf:
www.die-hauswende.de
Die Website wird von der dena (Deutsch Energie-Agentur GmbH) zur Verfügung gestellt, die von den Bundesministerium Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und vom Bundesministerium Wirtschaft und Energie gefördert wird.

Für alle, die gern garteln

Ehrenzeichen 2009.pdf (66.6 KB, PDF-Datei)

Anträge sollen bis spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Verleihungstermin zur Genehmigung vorliegen.

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Grundbedürfnis WohnenWohnungspolitik ist Schnittstelle von Wirtschaft und Familie

Ein Beitrag des Präsidenten des Landesverbandes Bayern e.V., Siegmund Schauer

Bamberg/Weiden.- Führende Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler sowie Politikprofessoren sind übereinstimmend der Meinung, dass zur Wohnungspolitik alle staatlichen Maßnahmen zählen, die die Produktion sowie die Erhaltung oder Nutzung von Häusern und Wohnungen beeinflussen. Die Zielsetzung der Wohnungspolitik erfordert Beiträge der Finanz-, Wirtschafts-, Familien- und Sozialpolitik. Wie sieht es in der Bundesrepublik derzeit damit aus?

  • Vita

    Präsident Siegmund Schauer im Portrait.




Die Folgen der Streichung der Eigenheimzulage ab 2006 treten nun zu Tage. Es fehlt Baugeld in den Familien, es fehlt die Möglichkeit, dieses Geld als Eigenkapitalersatz zu nutzen. Rund die Hälfte der befragten Familien hätte ohne das Baukindergeld nicht bauen können, so das Statistische Bundesamt. Es ist eine Tatsache, dass die Streichung der Eigenheimzulage dem Ziel jeder staatlichen Wohnungspolitik entgegensteht, die Wohneigentumsquote zu steigern. Allein in Bayern ist der Bau von neuen Einfamilienhäusern seit dem Jahr 2000 – nach einem kurzen Ausreißer nach oben im Jahr 2006 – stetig gefallen. Bei den neuen Zweifamilienhäusern hält dieser Trend bereits seit 1995 unvermindert an.

Über all bessere Eigentumsquote


Die Wohneigentumsquote liegt in Spanien bei 85 Prozent, in den USA bei 66 Prozent, in Frankreich bei 55 Prozent, die Briten wollen sie auf 70 Prozent steigern und bei uns liegt sie derzeit bei 42,6 Prozent. Die niedrige Wohneigentumsquote wird gern mit einem hohen Wohlstandsniveau und vor allem mit guten Mietwohnungen entschuldigt. Vergleichbare Länder mit ähnlichen Strukturen wie wir – wie Dänemark, das Vereinigte König{reich oder die Niederlande – beweisen aber das Gegenteil. Die weit höhere Eigentumsquote dort wird durch andere, bessere politische Rahmenbedingungen erreicht.

Zu alt,zu spät!?


Aber in Deutschland wird nicht nur zuwenig Wohneigentum erworben, sondern auch zu spät. Familien, insbesondere kinderreiche, benötigen eigenen Wohnraum, wenn die Kinder noch klein sind und wenn mietbarer Wohnraum knapp und teuer ist. Einige Zahlen: In Großbritannien wird Wohneigentum bereits im Alter von durchschnittlich 24 Jahren erworben, in den USA mit 31, in Frankreich mit 39 – bei uns jedoch erst mit durchschnittlich 45 Jahren. Kann man im Vereinigten Königreich und den USA zu Recht von jungen Familien sprechen, sieht das bei uns anders aus. Wenn die Eltern bereits 45 Jahre alt sind, gehen die Kinder fast schon aus dem Haus. Zu den Belastungen für das Wohneigentum kommen dann die Ausbildungskosten hinzu.

Wird von der Politik übersehen, dass Wohneigentum eine Investition in die Zukunft ist? Sind staatliche Zulagen nicht Innovationsförderung für unsere Wirtschaft?


Die Bauwirtschaft beschäftigt eine ungeheuere Palette von Berufen wie Maurer, Betonbauer, Zimmerleute, Dachdecker, Installateure, Pflasterer, Techniker, Ingenieure und Architekten. Der Rückgang der Bauaufträge (obwohl der Wunsch nach eigenen vier Wänden ungebrochen ist), führt seit Jahren zu mehr Arbeitslosigkeit dieser hochqualifizierten Arbeitnehmer. Das dürfte von politischer Seite wohl kaum gewollt sein. Die Modernisierung des Bestands kann fehlenden Neubau nicht auffangen – und Zwangsinvestitionen in die energetische Aufrüstung ist aus sozialen und eigentumsrechtlichen Gründen abzulehnen. Trotz der demografischen Entwicklung geht man zumindest bis zum Jahr 2020 von einem Mehrbedarf an Wohnraum aus. Dies betrifft zum einen Ein- und Zweipersonenhaushalte, aber auch Ersatzwohnraum für Abbruch unbrauchbarer Gebäude. Und natürlich spielt die Anpassung des Bestands an moderne Standards – auf freiwilliger Basis – eine Rolle. Sowohl der Klimaschutz als auch die Bauwirtschaft würden profitieren, wenn der Staat die entsprechenden privaten Investitionen konsequent durch einfach handhabbare, das heißt unbürokratische und auf Einzelmaßnahmen bezogene Kredite und vor allem Zuschüsse dauerhaft fördern würde. Insofern wäre das Programm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) kundenfreundlicher zu gestalten.

Familien- und Sozialpolitik


Optimales Familienleben kann sich nur dort entfalten, wo die Bedürfnisse der Familien berücksichtigt werden. In der derzeitig – paradoxen – Eigentumskultur gelingt Eigentumserwerb wie eben betont meist erst, wenn die Kinder bereits im Schulalter sind mit der Folge, dass das Eigenheim nur für wenige Jahre von der kompletten Familie genutzt werden kann. Die Immobilie ist nach dem Auszug der Kinder an sich zu groß und bietet den Eltern neben mehr Raum auch mehr Betriebskosten.

Ob das Problem der zu späten Nutzungsmöglichkeit mit Wohn-Riester, sprich Eigenheimrentengesetz, allein gelöst werden kann, darf bezweifelt werden, dafür ist die Förderung zu gering. Eine zusätzliche Hilfe wäre hier, die Grunderwerbsteuer ersatzlos abzuschaffen. Dann wäre ein Haus- oder Wohnungswechsel erschwinglicher und die jeweilige Familienphase könnte berücksichtigt werden.

Intaktes Wohnumfeld notwendig

Die Familien brauchen aber nicht nur Wohnraum, sie brauchten auch öffentliche Räume. Umgekehrt brauchen auch öffentliche Räume Familien – vor allem junge. Familien sind Steuerzahler und Arbeitskräfte. Eine Kommune, die nur Gewerbeflächen und nicht zugleich günstiges Wohnland ausweist und die Familien ins billigere Umland vertreibt, verliert ihre Lebendigkeit, ihre Identität und ihre soziale Infrastruktur. Familiengerechte Stadtplanung ist deshalb ein unabdingbar notwendiger Bestandteil zukunftsfähiger Kommunalpolitik, nicht nur im Sinne des grundgesetzlich normierten Schutzes der Familie.

Unabhängig von anderen Lebensmodellen wird die Familie immer das Lebensmodell der Zukunft bleiben, weil sie immer wieder ihre Stabilität, Flexibilität und Solidarität der Verwandtschaftsnetze bewiesen hat. Sie hat sich stets dem teilweise rasanten gesellschaftlichen Wandel gestellt. Familienpolitik ist eine Politik für das Leben. Die Leistungen der Familie bei der Erziehung von Kindern und der gegenseitigen Fürsorge der Generationen sichern die Funktionsfähigkeit unseres Sozialleistungssystems – auch durch künftige Beitragszahler –, und damit die Lebensfähigkeit unserer Gesellschaft und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschafts- und Sozialstandorts Deutschland.

Familien- und Erwerbsarbeit bedingen und begründen einander im Sinne einer Zukunft für alle. Das in den Familien gemeinsam erwirtschaftete Vermögen muss daher innerhalb der Familie bleiben. So ist beim Erbrecht und bei der Erbschaftsteuer darauf zu achten, dass insbesondere das Familienheim steuerfrei innerhalb der Familie vererbt werden kann, wobei zur Familie Eltern, Kinder, Enkel, Großeltern, Geschwister sowie deren Kinder und Enkel gehören.

Verlässliche Mitglieder der Gesellschaft


Natürlich kostet Förderung dem Staat Geld. Ausgaben müssen refinanziert werden. Aber: Sind Bauherren und Wohnungseigentümer nicht Steuerzahler? Sind sie nicht immer verlässliche Mitglieder unserer Gesellschaft? Fließen durch die Bautätigkeit und eigene weit höhere Investitionen die gewährten Zuwendungen des Staates an Steuern nicht wieder zurück?

Seit über siebzig Jahren hat der Verband Wohneigentum, ehemals Deutscher Siedlerbund, die Erfahrung gemacht, die jeder Soziologe und viele Politiker grundsätzlich anerkennen: Bauherren und Wohnungseigentümer belasten das soziale Netz weniger. Sie versuchen immer, in Lohn und Brot zu stehen, denn sie wollen für ihre Familien optimal sorgen und das Familienheim nicht nur für sich erhalten. Sie sind die Stützen der Gesellschaft und des Staates.

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