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Fragebogen
1. Januar 2010
Rund zwei Jahre nach meiner Wahl zum Präsidenten des Verbands Wohneigentum konnte ich die bisher zusätzlich ausgeübte verantwortungsvolle Tätigkeit als Landesverbandsvorsitzender in Baden-Württemberg bei den turnusgemäß anstehen den Wahlen an meinen Freund Harald Klatschinsky abgeben, um mich künftig noch mehr auf die anspruchsvolle Aufgabe als Präsident des Verbands Wohneigentum e.V. und seiner rund 370.000 Mitglieder zu konzentrieren.

Höhepunkt des Jahres war die Siegerehrung am 27.November 2009, bei der Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, zum Abschluss des Bundeswettbewerbs „Wohneigentum – heute für morgen. Energieeffizienz – Klimaschutz – bürgerschaftliches Engagement“ im Historischen Kassensaal der KfW-Bank in Berlin die 20 teilnehmenden Eigenheimer-Gemeinschaften auszeichnen konnte. Bundesminister Dr. Ramsauer freute sich als Schirmherr des 24. Bundeswettbewerbs, dass teilweise bereits sehr gute Ansätze und Ergebnisse zur Energieeffizienz und Energieeinsparung anzutreffen waren, die sich neben den weiteren Bewertungsbereichen als Vorzeigeprojekte für das selbstgenutzte Wohneigentum herausgehoben haben.
Nun gilt es den Blick in die Zukunft zu richten. Energieeinsparung und Energieeffizienz einerseits, barrierearme Ertüchtigung unserer Eigenheime andererseits sind neben den traditionellen Tugenden der Mitgliederbetreuung in den Eigenheimsiedlungen die wichtigsten Zukunftsaufgaben der selbstnutzenden Wohneigentümer. Immer mehr Ein- und Zwei-Personen-Haushalte, bei einem steigenden Durchschnittsalter, schätzen die örtliche Betreuung in den Siedler- und Eigenheimgemeinschaften ebenso, wie Familien mit Kindern, für die durch vielfältige Angebote der örtlichen Gemeinschaften das Leben im Wohngebiet lebenswerter wird.
Mit der neuen Bundesgeschäftsstelle in Bonn ist es uns gemeinsam mit unserer Verlagsgesellschaft mbH Familienheim und Garten gelungen, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die räumlichen Voraussetzungen zu schaffen, sodass der Verband Wohneigentum noch effektiver zum Schutz und Erhalt des selbstgenutzten Wohneigentums agieren kann. Sitzungen des Präsidiums und des Aufsichtsrats sowie Besprechungen mit Partnern aus Wirtschaft und Verbänden sind jetzt in den eigenen vier Wänden möglich.
Im Jahr 2010 planen wir neben den turnusmäßigen Bundesvorstandsitzungen, einer Beiratssitzung und dem alle drei Jahre stattfindenden Bundesverbandstag zusätzlich Schulungen der Multiplikatoren für das erweiterte und modernisierte Internet-Redaktionssystem, das der Bundesverband den Landesverbänden und deren Gemeinschaften kostenlos zur Verfügung stellt. Außerdem sollen eine Tagung der Gartenfachberater und ein Treffen der Jugendbeauftragten stattfinden, um in diesen Gremien mit unseren Mitgliedsverbänden aktuelle Themen sowie mittel- und langfristige Konzepte zu entwickeln und auszutauschen. Daneben ist wieder eine Vielzahl von Terminen im Bereich der Politik, Verwaltung und mit anderen Verbänden wahrzunehmen, um dort unsere Vorstellungen zu den Fragen der Gegenwart und Zukunft zum selbstgenutzten Wohneigentum in die Waagschale der politischen Meinungsbildung zu werfen.
Als Dachverband, dessen Mitglieder die 16 Landesverbände sind, hat der Bundesverband stets sparsam gewirtschaftet. Aber dennoch und obwohl wir mit dem Verkauf der bisherigen Geschäftsstelle in der Neefestraße und dem Kauf der neuen Bundesgeschäftsstelle im Oberen Lindweg einen kleinen Überschuss erzielen konnten, müssen wir erkennen, dass die Finanzmittel aus den jährlichen Mitgliedsbeiträgen die Kosten der Verbandsarbeit nicht mehr decken. Derzeit können wir eine Kostenunterdeckung noch aus den vorhandenen Rücklagen ausgleichen. Aber nachdem seit 1979 – das heißt seit 30Jahren – die Mitgliedsbeiträge an den Bundesverband nahezu unverändert sind, steht die Bundesdelegiertenversammlung im Oktober 2010 vor der Aufgabe, den Bundesverband durch eine Beitragsanpassung von wenigen Cent pro Person und Jahr finanziell so auszustatten, dass wir in der Lage sind, auch in den nächsten Jahren die berechtigten Interessen der selbstnutzenden Wohneigentümer auf Bundesebene wirkungsvoll zu vertreten.
Dabei bleibt die Gewinnung neuer Mitglieder bei uns ein ständiges Thema. Wenn auch der Altersdurchschnitt der Bewohner in der Bundesrepublik Deutschland sich weiter nach oben bewegt und die Gesamtbevölkerungszahl leicht rückläufig ist, stehen wir mit derzeit rund 370.000 Mitgliedern einem riesigen Potential von rund 15 Millionen selbstnutzenden Wohneigentümern gegenüber. Deshalb dürfen wir – auch bei geringerer Bautätigkeit – nicht nachlassen, durch kontinuierliche Mitgliedergewinnung bei Hauseigentümern, der Stimme des Verbands Wohneigentum zusätzliches Gewicht zu verleihen und durch neue Mitglieder die Strukturen unserer örtlichen Gemeinschaften dauerhaft zu festigen.
Ein persönliches Anliegen von mir war und ist, in den drei Jahren meiner derzeitigen Amtszeit, möglichst in allen Landesverbänden bei gegebenen Anlässen den Bundesverband und das Präsidium zu vertreten. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, steht mir bis zum 16. Oktober noch ein gewaltiges Stück Arbeit bevor, wofür ich mich tatkräftig einbringen werde. Ihnen allen, allen Leserinnen und Lesern, wünsche ich für das neue Jahr gute Gesundheit, viel Glück und Erfolg, besonders auch in beruflicher und wirtschaftlicher Sicht. Ich rechne im neuen Jahr weiterhin mit Ihnen, dass Sie mit Ihrer Treue zum Verband Wohneigentum und durch Ihr Engagement für Ihre Mitmenschen mit zu unserem gemeinsamen Erfolg beitragen.
Hans Rauch
Präsident
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