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14. Dezember 2009
Der 24. Bundeswettbewerb „Wohneigentum – heute für morgen. Energieeffizienz –Klimaschutz – bürgerschaftliches Engagement“ ist entschieden! Bei der feierlichen Siegerehrung in Berlin zeichneten Schirmherr Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, und Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, die Sieger aus.

Freudige Spannung herrschte im Historischen Kassensaal der KfW-Niederlassung Berlin, die rund 150 geladenen Gäste konnten es kaum erwarten. Jede Delegation der 20 Gemeinschaften aus ganz Deutschland fragte sich: Welchen Platz haben wir errungen? Und alle freuten sich auf den ersten Auftritt von Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer vor dem Verband Wohneigentum und seinen Gästen aus weiteren Verbänden der Immobilien- und Wohnungswirtschaft.
In seiner Rede betonte Dr. Ramsauer die Bedeutung des selbstgenutzten Wohneigentums: „Wohneigentum schafft regionale Verbundenheit und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Die Pflichten von Eigenheimern ließ der Bundesbauminister ebenfalls nicht unerwähnt. „Wohneigentum heißt auch Verantwortung – für die Umwelt und für die Gemeinschaft.“ Denn erst wer selbst Verantwortung für sich übernehme, könne solidarisch mit anderen sein und sich zum Wohle Schwächerer einsetzen. Daher zeigte sich Dr. Ramsauer hocherfreut über das soziale Engagement sowie den energiebewussten Einsatz der Eigenheimer-Gemeinschaften, die am Bundeswettbewerb „Wohneigentum – heute für morgen“ teilnahmen. „Ich wünsche mir, dass die Preisträger viele Nachahmer finden“, so der Bundesbauminister.
Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, dankte dem Bundesminister für die ideelle und materielle Förderung des Wettbewerbs. Auch lobte er den Koalitionsvertrag: „Wir haben mit Befriedigung festgestellt: Das selbstgenutzte Wohneigentum soll eine feste Größe in der Gesamtaufgabe der Stadt- und Siedlungsentwicklung sein. Besonders erfreulich ist die Zusage, die Wohneigentumsquote in Deutschland zu erhöhen.“ Weiter führte er aus: „Wohneigentum ist ein besonderes Gut – der selbstgestaltete Wohnraum der Familie, die Altersvorsorge und das Hauptvermögen, das an die nächste Generation weitervererbt wird. Dies ist zu erhalten und zu stärken.“
Im Juni 2009 besichtigte eine sechsköpfige Expertenkommission die qualifizierten Gemeinschaften, um best-practice-Modelle der Siedlungsentwicklung ausfindig zumachen. Dabei stand das bürgerliche Wohneigentum im Fokus. Bewertet wurden die fünf Teilbereiche energieeffizienter und flächensparender Städtebau, energieeffizientes und barrierefreies Wohneigentum, Klimaschutz und Ökologie, bürgerschaftliches Engagement sowie Ökonomie Wohneigentum.
Ziel des durch Bundesmittel geförderten 24. Bundeswettbewerbs war es, Lösungsvorschläge für die komplexen Zukunftsaufgaben im ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Bereich aufzuzeigen. Vor allem in den Bereichen „Energetische Sanierung“ und „Altersgerechter Umbau“ sieht auch Bundesminister Dr. Peter Ramsauer viel Entwicklungspotential bei Deutschlands Eigenheimen. „Wir werden deshalb Wohnraum und Infrastruktur alten- und generationengerecht ausbauen und weiterentwickeln. Außerdem wollen wir, dass noch mehr Gebäude energetisch saniert werden. Die erfolgreichen KfW-Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren und zum altersgerechten Umbau werden fortgeführt und – wo nötig – modifiziert und ergänzt. Damit verhelfen wir älteren Menschen möglichst lange zu einem unabhängigen und eigenverantwortlichen Leben. Von den niedrigeren Energiekosten werden alle profitieren“, kündigte Dr. Ramsauer an.
Der Jury-Vorsitzende, Ministerialrat Jost Schulze, Referatsleiter Stadtentwicklung im Sächsischen Staatsministerium des Innern, lobte die konsequente Erkundung der Zukunftsfähigkeit des Wohneigentums durch den Verband Wohneigentum. Der Bundeswettbewerb habe aufgezeigt, „wo bereits Vorbildliches als ‚best practices‘ publiziert werden“ könne. Verbandspräsident Hans Rauchstellte fest: „Dieser Wettbewerb war Anlass, aus der Perspektive des Eigenheimbesitzers für sein Haus die Schlagworte Klimaschutz, Energieeffizienz und barrierereduziertes Wohnen zu definieren. Der planvolle Werterhalt der selbstgenutzten Immobilie muss und wird in dieser Richtung weiterzuentwickeln sein.“
Kh

Wohneigentum– heute für morgen. Energieeffizienz – Klimaschutz – bürgerschaftliches Engagement
1. Preise:
Siedlungsgemeinschaft Aueblick (Lübeck), Schleswig-Holstein
Siedlergemeinschaft Perl-Besch, Saarland
2. Preise:
Siedlergemeinschaft Neu-Lindenberg 1929 e. V. (Ahrensfelde), Brandenburg
Siedlergemeinschaft „August Woelken“ e. V. (Hamburg), Hamburg
Siedlergemeinschaft Lörrach, Baden-Württemberg
Siedlerverein „Siedler Lohsa e. V., Sachsen
Siedlergemeinschaft Oberursel, Hessen
Siedlergemeinschaft Lüttringhausen e. V. Klauserfeld (Remscheid), NRW
Siedlergemeinschaft Schwarzenfeld, Bayern
Siedlergemeinschaft Steinkamp (Werne), NRW
3. Preise:
Siedlergemeinschaft Strietwald (Aschaffenburg), Bayern
Siedlung Rennbahn Berlin-Weißensee e. V., Berlin-Brandenburg
Siedlergemeinschaft „Auf der Bult/Am Überlandwerk“ (Bremerhaven), Bremen
Siedlergemeinschaft Cappeln, Niedersachsen
Siedlergemeinschaft Esens – Hartwarder Siedlung, Niedersachsen
Siedlungsanlage „Zur Alten Schule“ (Hamminkeln-Mehrhoog), NRW
Siedlergemeinschaft „Magdeburg Nordwest“ e. V., Sachsen-Anhalt
Siedlergemeinschaft Neumühle (Schwerin), Mecklenburg-Vorpommern
Verein der Siedler und Eigenheimer Unterwellenborn, Thüringen
Nikolaus Ehlen-Siedlerverein e. V. Worms-Horchheim, Rheinland-Pfalz
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