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Verband Wohneigentum: Alt werden im eigenen Haus

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Alt werden im eigenen HausBundesweite Umfrage unter Hauseigentümern zu Wohnwünschen im Alter

  • Erste bundesweite Umfrage unter Hauseigentümern zu Wohnwünschen im Alter

  • Bedarfswandel für selbstnutzende Eigentümer muss erhoben und analysiert werden

  • Bauliche und organisatorische Umgestaltungen für langes Bleiben im eigenen Haus in den Fokus rücken

  • Wachsender Beratungsbedarf für altersgerechte Anpassungen im Wohneigentum

Bonn/Berlin, 15. April 2010 – Mehr als drei Viertel der in den eigenen vier Wänden lebenden Hausbesitzer wollen auch im Alter in ihrem Wohneigentum bleiben. Die dazu erforderlichen Wohnungsanpassungen spielen in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Relevanz jedoch eine bislang zu wenig beachtete Rolle. Das ist ein Fazit aus der vom Verband Wohneigentum e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bauherren-Schutzbund e.V. und dem Institut für Bauforschung Hannover e.V. durchgeführten ersten bundesweiten Umfrage unter 1.040 Wohnungseigentümern zu Wohnwünschen im Alter und barrierearmem Komfort und einer daraus folgenden Studie.

Was bei der Wohnungswirtschaft bereits als Bedarfswandel für das Wohnen im Alter in Zukunftsprogramme aufgenommen wurde, lässt sich für die selbstnutzenden Wohnungseigentümer nur schwer erfassen. Doch auch für sie müssen bauliche und organisatorische Umgestaltungen in den Fokus rücken. Denn wie lange sie in ihrem Haus bleiben können, hat in der Konsequenz sowohl Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen als auch auf gesellschaftliche Ressourcen.

„Der demografische und soziale Wandel verlangt nach marktgerechter Anpassung des Wohnungsbestandes auch für selbstnutzende Eigentümer“, begründet Heike Böhmer, Direktorin des IFB Hannover, ein Anliegen der von ihrem Institut verfassten Studie. „Barrierereduzierung heißt zunächst, den Wohnkomfort an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Gleichzeitig bedeutet sie eine Wertsteigerung des Hauses, das dann künftigen Marktnachfragen besser entspricht. Unsere Auswertung der Umfrage zieht dafür erste Schlussfolgerungen.“ Deutlich ersichtlich sei, dass Eigentümern weitaus mehr Hilfen an die Hand gegeben werden müssten, als das bisher der Fall ist.

Beratungsangebote und Bewusstseinsbildung

„Unsere Gemeinschaftsstudie hat gezeigt: Um Eigentümern ein langes Bleiben in ihrem Haus zu ermöglichen, sind neue Beratungsangebote dringend nötig,“ konstatiert Peter Mauel, 1. Vorsitzender des Bauherren-Schutzbund e.V. „Wir haben als Verbraucherschutzorganisation diese Notwendigkeit erkannt, bauen unsere Beratung unter diesen Gesichtspunkten aus. Der Beratungsbedarf wächst.“ Neben fachlichen Inhalten spiele dabei auch die fachübergreifende Kompetenz der Berater eine wesentliche Rolle, um Eigentümer zu motivieren.

„Wie wir vermutet haben, wird der eigene Bedarf nur selten gesehen, man behilft sich, solange es geht, statt über mögliche Erleichterungen nachzudenken“, resümiert Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum. „Wir sind als Verband gefordert, Bewusstseinsbildung zu betreiben. Wohnungswirtschaft, Verbraucherverbände und staatliche Stellen, das heißt Bund, Länder und Kommunen, müssen hier an einem Strang ziehen. So genannte niederschwellige Beratungsformen, Angebote in der Siedlung und für das Haus müssen entwickelt werden.“

„Mit Anpassungsmaßnahmen im eigenen Haus und im Wohnumfeld älteren Menschen ein langes selbstbestimmtes Leben zu garantieren, darin liegen zum einen große Potenziale für die Gesellschaft, zum anderen neue große Aufgaben für die Verbraucherberatung “, bestätigt Peter Mauel und umreißt damit ein Zukunftsfeld.

V.i.S.d.P. Petra Uertz, Verband Wohneigentum e.V.

Weitere Informationen sowie den Abschlussbericht zur Studie finden Sie hier

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