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Die monatlich erscheinende Mitgliederzeitschrift
"Familienheim und Garten" informiert über:
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Wetter- und andere Regeln im Jahresreigen
(verfasst von Bernhard Krämer, Siedlergemeischaft Klettgau)
Ist der
Januar
hell und klar,
versammelt sich die Siedlerschar.
Liegt auch Schnee in Klettgaus Rund,
wandert doch der Siedlerbund.
Sind die Leute müd` und matt,
essen sie im Heim sich satt.
Schmeckt das Brot und auch die Wurst,
löscht man gern den großen Durst.
Wird`s im
Februar
merklich heller,
bewegen sich die Siedler schneller.
Schau`n sie dann zum Fenster raus,
sieht`s im Garten schrecklich aus.
Wär`es draußen nicht so kalt,
würd`man froh dort schaffen bald.
Kommt jedoch schon wieder Schnee,
liegt`s Siedlervolk aufs Kanapee.
In diesen späten Wintertagen
muss auch ein Siedler Maske tragen.
Am Schmutzige, dem Dunschtig, heißt er,
erwachen seine Lebensgeister.
Es füllt mit Narren sich das Heim,
und mancher predigt einen Reim.
S`geht artig zu im Siedlerbund,
es ist halt doch ne` Altenrund.
Beginnt dann endlich mal der
März
,
schlägt höher auch des Siedlers Herz.
Vor langer, ewig langer Zeit,
begann im März die Handarbeit.
Hört man heut Maschingebrumm,
gräbt einer seinen Garten um.
Der Bauer einst die Roß`einspannte,
jetzt reitet s´Jungvolk durch die Lande.
Wärmt im
April
sich die Sonne,
beginnt des Siedlers Gartenwonne.
Setzt er Kartoffeln im April,
kommt diese später, wenn sie will.
Sät er dann Gemüs` beizeit,
machen Schnecken sich bereit.
Hat alles dann viel Geld gekost,
verdierbt es gern bei spätem Frost.
Im Monat
Mai
, oh große Wonne,
scheint endlich wärmer dann die Sonne,
sprießt der Salat, die Bäume blühen,
ist es der Lohn für Siedlers Mühen.
Doch leicht macht alles wieder hie,
der Servaz und die Kaltsophie.
Sind die Eisigen vorbei,
ist des Siedlers Freude frei.
Ist im
Juni
brütend heiß,
kostet`s manchen Tropfen Schweiß.
Doch das Bier gehört den Schnecken,
damit die Biester schön verrecken.
Gedeiht der Garten endlich dann,
der Siedler abends grillen kann.
Sitzt er am Abend auf der Bank,
genießt dann s`Leben frei und frank.
Ist im
Juli
Urlaubszeit,
gerät er mit sich selbst in Streit.
Soll er in die Ferne ziehen,
weg vom Garten, seinen Mühen?
Was ist, wenn fast kein Regen fällt
und ganz verdorrt die Pflanzenwelt?
So bleibt er lieber ganz zu Hause
und macht im Garten seine Pause.
Wenn dann der
August
gelingt,
er schon die ersten Ernten bringt.
Fegt herbei Gewitterstrum,
fällt der Apfel mit dem Wurm.
Die Bodenwurzeln,s`ist zum Plärren
sind gefressen von den Werren.
Das nächst Jahr lass ich es bleiben,
ich kann mir anders Zeit vertreiben.
Was die
Septembertage
braten
ist am Ende doch geraten.
Nach dem müden Rücken, manchem Schmerz
jubelt doch das Siedlerherz.
Was wär das Leben ohne Pflanzen,
ich läge nur auf meinem Ranzen
und hätte von der Allnatur
keine Ahnung, nicht die Spur.
Ist der
Oktober
dann recht golden,
spinnen Fäden gern die holden
Altenweiber uns entgegen,
bevor die Kälte sich will regen.
Doch vieles ist zu ernten gar,
was Arbeit machte, s`ganze Jahr.
Die Keller voll mit all` den Gaben,
die das Herz des Siedlers laben.
Der
November
zeigt uns dann,
dass man auch noch anders kann.
Die alten und jungen Buben
freun`sich auf die warem Stuben.
Und die Mädchen und die Frauen
können schnatternd Fernseh`schauen.
Der Garten liegt in guter Ruh`,
Geräteschuppen schließt man zu.
Der
Dezember
wüst und kalt,
ist Siedlers Weihnachtsfeier bald.
Doch zuvor, man lässt´s nicht aus,
kommt herbei der Niklaus.
Ein Siedler braucht nicht Angst zu haben,
der Volker bringt recht schöne Gaben
für alle, die sich extra mühen,
damit der Gemeinschaftsgeist kann blühen,
der Vorstandschaft, der Helferschar,
die abgemüht sich dieses Jahr.
Schließt der Silverster dann den Reigen,
wollen alle wir uns dankbar zeigen.
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