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Tipp vom Gartenfachberater im Februar

Unser Landesgartenfachberater Siegfried Neumann
gibt Tipps für Siedlerfreunde im Februar:

Obst:
So mancher vernachlässigt seine Schwarzen Johannisbeersträucher. Ein Frevel! Denn die reifen Früchte

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Schwarze Johannisbeere SN

enthalten gut 170 mg Vitamin C in 100 g reifer Beeren den höchsten Vitamin C-Gehalt der Obstarten unserer Gärten. Überrascht uns jetzt "Petrus" mit milden Wintertagen, wird der im Vorjahr versäumte Schnitt nachgeholt. Hierbei geht es als erstes den fünfjährigen und älteren Zweigen an den "Kragen"! Hierbei entstehende Lücken schließen vier bis fünf aus dessen Strauchgrund "sprießende" kräftige Sprosse im Verlauf der jährlichen Vegetationsperioden. Überzählige Sprosse und zu dicht stehende Zweige, werden um die Büsche licht zu halten, entfernt. Sträucher Schwarzer Johannisbeeren bilden ihre Blütenknospen an einjährigen langtriebigen und am kurzen älteren Holz. Sie wachsen sichtbar steifer als ihre roten "Verwandten".

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Rote Johannisbeeren SN

Die Kronen der Johannisbeerstämmchen bedürfen eines anderen Schnitts. Ihre oberhalb der Veredlung aufgebaute Krone besitzt vier oder fünf gut entwickelte Zweige die kontinuierlich "jung" zuhalten sind! Solches geschieht durch entfernen zu eng stehender Fruchtsprosse an den Zweigen oder bereits vergreister überalterter Kronenzweige. Wenn nötig, schließt hierzu ein aus dem Kroneninneren strebender Spross die entstandene Lücke. Wurde vor Beginn des Winters das Quartier der Sträucher rechtzeitig gemulcht, entfällt die obligatorische Grunddüngung von 10 l/m² verrotteten Kompost im Frühjahr. Im Ergebnis der sanierenden Pflegearbeiten können wir jährlich mit einer reichen Johannisbeerenernte rechnen. Wir sollten wissen und beachten, Johannisbeersträucher bedürfen zum optimalen Gedeihen einen gut mit Kali versorgten Boden. Herrscht Kalimangel, informiert uns im Sommer deren Laub mit braunen Blatträndern, die sich nach obenhin einrollen. Weil chlorempfindlich, dürfen wir deshalb nur chlorfreie Mineraldünger verwenden.

Gemüse:
Mitunter überrascht uns der Februar mit vorfrühlingshaften Tagen. Schlaue Hobbygärtner greifen an solchen Tagen zum Handgrubber. Krümelt der Boden, lohnt es Ackerbohnen, Möhren, Pastinaken, Petersilie, Radieschen,

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Petersilie SN

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Radieschen SN

Rettich, Pflücksalat und Zwiebel auszusäen. Bestellte Beete erhalten einem Schutz aus Flies. Selbiger fördert und schützt die Entwicklung der Sämlinge, welche die Frühjahrsfeuchte des Bodens voll ausschöpfen können. Erreichter Vorlauf in der Vegetation verfrüht deren Ernte und steigert den Ertrag. Eigene Anzucht von Jungpflanzen auf der Fensterbank bringen bei ungünstigen Bedingungen oft nicht den erwarteten Erfolg. Klug deshalb gleich pikierte oder getopfte Jungpflanzen von Kohlgemüsearten, Kopfsalat, Tomaten u.s.w. im Gartenfachmarkt zu erwerben. Dort besteht die Möglichkeit noch Pflanzen aus der großen Sortenvielfalt zu greifen. Dabei sollten wir auch neue Sorten nicht zu übersehen, um auch diese einmal kennenzulernen. Z.B. den Tomatenpaprika Sorte ´Pritavit´. Dessen Pflanzen fühlen sich im Kleingewächshaus wie an geschützten sonnigen Plätzen wohl. Auch schlanken Peperoni,

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Peperoni SN

welcher wegen ihres scharfen Cayenne-Pfeffergeschmacks zum Würzen in der "Siedlerküche" empfehlenswert sind. Beide bedürfen zu ihrer optimalen Entwicklung humosen, lockeren, nährstoffreichen, warmen Bodens. Bei günstiger Witterung haben wir, sofern noch vorhanden, die Möglichkeit winterharte Gemüsearten wie Grün- und Rosenkohl, Feldsalat, Pastinaken, Petersilie, Porree und Schwarzwurzel zu ernten. Werden zu Monatsende zwei Rhabarberpflanzen mit einem Folietunnel überbaut, kann etwa zwei Wochen früher von diesem beliebten Stielgemüse ernten. Frühkartoffelpflanzgut wird in der letzten Februarwoche zum Vorkeimen in flachen Stiegen auf einer 2-4 cm hohen Schicht, humosen Substrats gelegt Dort bilden deren Knollen bei optimalen Lichtverhältnissen und Raumtemperaturen zwischen 8-12° C, kurze kräftige Keime und erste Wurzeln. Klug Schlechtwettertage zum vorbereiten des Gewächshauses für Aussaaten zur Jungpflanzenanzucht und Bestellung mit Frühgemüse zu nutzen. Haben Sonne und Wind die Bodenoberfläche im Gemüsegarten abgetrocknet, wird mit der Eisenharke der Boden etwa 3 cm tief gelockert. Solches hemmt das Verdunsten der Winterfeuchte im Boden und schädigt die Unkrautsämlinge. Bei künftigen Pflegearbeiten zwischen den Pflanzenreihen werden wir dies schätzen.


Zierpflanzen:
Die Hecke schneiden wir noch vor Monatsende auf deren vorgegebenes Zielmaß zurück. Erfahrene Hobbygärtner halten deren beide Seiten konisch. So formiert bleiben selbige bis zum Boden "grün". Eine 1,50 m hohe Hecke z.B. sollte oben 30, am Boden 60 cm breit sein. Dies entspricht einer Neigung von 15 cm pro Seite und sichert so einen optimalen Lichteinfall für Laub- und Sprossentwicklung bis zum Boden. Nach Abschluss dieser Pflegearbeiten erhält die Hecke beiderseits in deren Traufe eine Grunddüngergabe von 60-80 g/m² Blaukorn, welche der nächste Vorfrühlingsregen in den Boden "schickt". Ziergehölze wie z.B. Goldglöckchen,

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Goldglöckchen SN

Kätzchenweide, Korkenzieher Hasel, Seidelbast und Zaubernuss beginnen mitunter in den letzten Februartagen an geschützten vollsonnigen Plätzen die ersten Blüten zu öffnen. Mit einigen abgeschnittenen Zweigstücken tragen wir einen vorzeitigen Blumengruß des nahenden Frühlings 2014 ins Wohnzimmer. Falllaub vom vergangen Herbst wird rechtzeitig von den aus dem Boden sprießenden bunten Frühlingsboten weggeharkt. Dies betrifft u.a. Christrose, Krokus,

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Krokus KH

Leberblümchen, Märzenbecher, Narzisse und Winterling. Höchste Zeit die Bestellungen von Saat- und Pflanzgut für Sommerblumen, Stauden und Ziergehölzen beim Versandhandel aufzugeben. Von letztgenannten pflanzen wir entlang des Gartenwegs vorwiegend niedrige Arten. Geht es um Neupflanzungen von Beetrosen, empfiehlt sich je Beet nur eine Sorte in den Boden zu bringen. Solche Rosengruppen wirken zur Blütezeit optisch am besten. Das gilt auch für bodenbedeckende Gartenrosensorten.

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Gartenrosen SN

Schnittrosen, oft Edelrosen genannt, kaufen wir bezüglich Blütenform und Farben ganz nach unseren Vorstellungen.

Terrasse, Wintergarten, Zimmerpflanzen:
Beim Gießen im Winterquartier stehender Kübelpflanzen gilt es: je kühler der Raum, je geringer deren "Durst"! Doch mit zunehmender Tageslänge und ansteigender Wärme werden diese Wintergäste jedoch ein wenig "durstiger" solches gilt u.a. für Oleander

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Oleander SN

und andere Zierpflanzen die an hellen warmen Plätzen zu wachsen beginnen und sich langsam auf ihrer Blütezeit vorbereiten. Stehen jedoch diese Kübelpflanzen in einem relativ dunklen, dazu noch warmen Raum, treiben diese zu Lasten ihrer späteren Blühwilligkeit dünne lange Sprosse. Hierzu zählen z.B. auch solche Kübelpflanzen wie Strauchmargerite,

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Strauchmargerite SN

Schönmalve

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Schönmalve SN

und Kamelie.

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Kamelie SN

Ende des Monats wird dem Gießwasser zum erstmals die Hälfte der empfohlenen Düngeremenge zugegeben. Vergessen wir auch nicht diese Zierpflanzen nach ungebetenen "Gästen" zu untersuchen. Werden solche entdeckt, geht es diesen, mit einem zugelassenem PSM an dem Kragen. Beim Erwerb desselben im Fachmark lassen wir uns von den Fachverkäufern gründlich beraten. Der Flor von Alpenveilchen und Azaleen geht zu Ende. Nach einer verdienten Ruhezeit werden diese umgetopft und bis ihrer nächsten Blütezeit gut gepflegt.

Frage des Monats:
Uns wurde eine blühende Orchidee

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Orchidee SN

Namens ´Frauenschuh´ geschenkt. Selbige blühe sechs Wochen lang. Stimmt das? Sicher! Sofern diese Pflanze nicht schon einige Wochen im Schaufenster stand. Bzw.wenn sie optimal gepflegt wird, auch noch einige Zeit länger! Die Blütezeit dieser Orchidee liegt je nach Art zwischen Dezember und April. Deren Pflanzen lieben helle bis halbschattige Plätze. Sie vertragen jedoch keine direkte Sonneneinstrahlung. Ein dunkler Standort hemmt die Blütenbildung. Im Sommer gilt eine Zimmertemperatur um 20°C als optimal. Im Winter eine solche zwischen 14 bis 18°C. Die Bodentemperatur möchte nicht unter der aktuellen Lufttemperatur absinken. Diese Orchidee hat keine Ruhezeit. Umgetopft wird alle zwei Jahre (mit Orchideensubstrat) nach der Blüte. Gegossen wird sparsam mit zimmerwarmem kalkfreiem Wasser! Das Substrat soll kontinuierlich mäßig feucht, doch niemals nass sein! Übrigens, diese Orchidee trägt den botanischen Namen Paphiopedilum und wird auch ´Venusschuh´ genannt. Als Hauptverbreitungsgebiet der etwa 50 Arten gilt Südostasien. Im Fachhandel angebotenen Pflanzen sind vorwiegend Hybriden.


Siegfried Neumann

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