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der Stadtwerke Leipzig - NEU für unsere Siedler der KG Leipzig und Umgebung
Rauchmelder retten Leben!
Spendenaufruf für die kranke zweijährige Lina des Siedlerpaares aus Siebenlehn!
in der Fortuna-Siedlung Leipzig
Monat Januar
durch den Freistaat Sachsen
Unser Siedlerfreund Gerhard Volke hat auf der Dachterrasse der Geschäftsstelle des Landesverbandes ein Schulungsobjekt der besonderen Art konzipiert. Wer Interesse hat, kann sich unser Insektenhotel in voller Aktion ansehen und auch das sehr moderne Gestaltungselement Hochbeet bestaunen.
Unser Landesgartenfachberater Siegfried Neumann
gibt Tipps für Siedlerfreunde im Januar:
Obst:

An milden Wintertagen wird der Baumobstschnitt abgeschlossen. Überalterte und zu dicht stehende Zweige weichen einer lichten Kronengestaltung. Manche Siedlerfreunde schneiden nach jeder Vegetationsperiode alle Jungtriebe bis auf einem oder zwei Augen (Knospen) besetzten Stumpf weg. Solch falscher Schnitt geht zu Lasten von Qualität und Quantität des erwarteten Ertrags. Im Ergebnis wächst nach kräftigem Austrieb nur wieder eine reiche „Holzernte“ heran. Die erwartete Ernte leckerer Früchte im Sommer oder Herbst bleibt wegen im Frühjahr fehlender Blütenknospen aus.
Hindern Schneefall und Frost die Pflegearbeiten abzuschließen, denken wir über nötige Bestandsergänzungen nach. An Kernobst mangelt es nicht. Dafür fehlen oft Pfirsich, Pflaume, Sauer- oder Süßkirsche. Bei der Sortenwahl entscheiden wir uns für solche, die seit Jahren in der Region einen guten Ruf genießen. Klug sich hierzu vom Gartenfachberater des Vereins guten Rat zu holen.
Genussreifes Tafelobst bedarf wöchentlicher Kontrolle. Für optimale Lagertemperaturen von 2 bis 4°C sorgt gezieltes lüften. Welken Früchte mancher Sorten vorzeitig, sind sicher die Temperaturen zu hoch oder die Luftfeuchte zu niedrig. Bedecken des Obstes mit perforierter Plastfolie oder aufstellen mit Wasser gefüllter offener flacher Schalen beugen welken des Obstes vor. Bei Kontrollen im Obstlager werden kranke Früchte entfernt.
Im nicht umfriedeten Obstgarten lenkt bei Pflegearbeiten angefallenes Schnittholz ungebetenen Gäste wie Hase, Kaninchen oder Reh vom naschen der Rinde an Stämmen jüngerer Obstbäume ab. Neugepflanzte oder wenige Jahre alte Obstgehölze, sind vor möglichen Wildverbiss rechtzeitig mit Draht- oder Plastmanschetten zu schützen. Verschließen Witterungsunbilden die Futterstellen unserer gefiederten Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung, wird das Vogelfutterhäuschen mit Körnerfutter beschickt.
Gemüse:

Auch im Winter können wir den täglichen Speisezettel der Familie mit frischem Gemüse wie Feldsalat, Grün- und Rosenkohl, Porree oder Schwarzwurzel bereichern. Wurde rechtzeitig zwischen den Pflanzenreihen von Porree oder Schwarzwurzel der Boden mit einer Schicht Kurzstroh bzw. strohigen Stalldung bedeckt, haben wir auch bei Bodenfrost und Schnee Zugriff zur bedarfsgerechten Ernte. Beide erstgenannten Kohlgemüsearten Grün- und Rosenkohl werden vor deren Verarbeitung samt Schnee vom Beet genommen und in einem kühlen Raum (4-6°C) akklimatisiert. Erhielt das Feldsalatbeet im Herbst einem Schutz aus Glas (Frühbeetfenster) oder Plastfolie (Folietunnel), besteht nach nicht zu üppigen Schneefällen gleichfalls die Möglichkeit dieses winterharte Gemüse dicht über dem Boden abzuschneiden. Wurzelgemüse, wie Möhre, Rettich oder Rote Beete warten „eingeschlagen im feuchtem Sand“ im Keller auf „Abruf“.

Ein langer Winterabend wird zum konzipieren des Anbauplans für die Vegetationsperiode 2012 genutzt. Dessen Basis sind: Familienbedarf von Gemüse und Würzkräutern, vorhandene Anbauflächen und eine optimale Fruchtfolge. Kluge Sortenwahl gilt selbstverständlich als Ehrensache! Übrigens, Würzkräuter, z.B. Salbei und Thymian, können auch im Staudengarten einen Platz erhalten. Beide bereichern neben ihrer Würzkraft in der Küche auch die Farbenvielfalt zur Blütezeit zwischen den Zierstauden. Neugierige, welche getrocknetes Salbeilaub an der Gewürztheke im Supermarkt erwerben, staunen mitunter wie diese Würzpflanze in einem Siedlergarten, ihrer „Schönheit“ wegen, mithalten kann. Zum Treiben vorbereitete Petersilien- und Schnittlauchtöpfe erhalten jetzt einen Platz am Küchenfenster. Dill, Gartenkresse und Kerbel in flachen Saatschalen ausgesät, weisen wir gleichfalls einen hellen Fensterplatz zu.
Zierpflanzen:

Pusten Winterstürme das Fichtenreisig von den Kletterrosen, wird dieser Schutz vor starken Frösten und zu frühen Sonnenstrahlen erneuert. Schüttelt „Frau Holle ihr Federbett gründlich“, führt solches oft an Ziergehölzen zu Schneebruchschäden. Um solches zu verhindern, wird die weise Last schnellstens von deren Zweigen geschüttelt um hässliche Deformationen zu verhindern. Bei günstigem Wetter wird versäumter Heckenschnitt nachgeholt. Wenn Hecken nach obenhin konisch verlaufen erhält deren Laub bis zum Boden genügend Licht. Überalterten und lückenhaften Hecken wird gleich eine radikale „Verjüngungskur verschrieben“. Weit ins alte Holz hinein zurückgeschnitten, beginnen sie, nach einer Düngergabe im April (50 – 60 g/m² Blaukorn) „animiert“, bald üppig zu wachsen. Ein fachgemäßer Sommerschnitt in der zweiten Junihälfte bringt verjüngten Hecken schell wieder in deren richtige Form. Ständige gute Pflege „steuert“ in wenigen Jahren den Aufbau eines optisch wirksamen dichten „grünen Zaun“ um Sitzplatz oder Grundstück, der gleichzeitig als Lärm-, Sicht-, Staub- und Windschutz, auch als sicherer Brutplatz mit gut versteckter Kinderstube von heimischen Vögeln genutzt wird.

In günstigen Lagen blüht vor Monatsende oft schon die Zaubernuss (Hamamelis) in tiefgelb, oder purpurn. Sie zählt zu den interessantesten Winter- und Vorfrühlingsblühern in der Region. Am Boden stellt dieses relativ bescheidene Ziergehölz geringe Ansprüche. Er soll basisch und nicht zu trocken sein. Beim Erwerb dieser Zierpflanze in Baumschulen oder Fachmärkten greife man nach einer in Containern (etwas größeren Kulturtöpfen) stehenden Pflanze. Sie besitzt einen stabilen Wurzelballen und kann im Verlauf der Vegetationszeit ohne Risiko gepflanzt werden.
Terrasse, Wintergärten und Zimmerblumen:
An hellen frostfreien Standorten, wie z.B. im Vor- oder Treppenhaus überwinternden Kübelpflanzen bedürfen in den Wochen ihrer Vegetationsruhe je nach ihrer Art Temperaturen zwischen 2 bis 10°C und mäßige bzw.ganz geringe Bodenfeuchte. Die im Sommer üppig blühende Schmucklilie bedarf eines hellen Winterquartiers, Temperaturen zwischen 4 bis 8°C und eines nahezu trocknen Wurzelballens. Agaven bedürfen ebenfalls einen hellen Platz, Temperaturen nicht unter 2°C (besser 4 bis 6°), je kühler deren Wurzelballen, umso geringer soll dessen Feuchtigkeit sein. An Kübelpflanzen in ungünstigen Überwinterungsräumen (zu finster, zu warm zu hohe Luftfeuchte) stellen sich oft Läuse und pilzliche Schaderreger ein. Wichtig diese Pflanzen wöchentlich auf möglichen Schädlingsbefall gründlich zu untersuchen. Wenn erforderlich auch rechtzeitig mit zugelassenen Insektiziden und Fungiziden (Pflanzenschutzmittel) zu behandeln.

Manche Topfpflanzen wie z.B. Azaleen, Ritterstern (Hippeastrum), Weihnachtstern, Weihnachtskaktus u.a.m. blühen im kühlen Zimmer (15 bis 18°C) am hellen Nordfenster weit länger als im warmen Wohnzimmer (ab 22°C). Jetzt blühende Flamingoblumen (Anthurium-Andreanum-Hybriden und Anthurium-Scherzerianum-Hybriden) fühlen sich in Pflanzenvitrinen und Wintergärten am wohlsten. Sie bedürfen im in der kalten Jahrszeit Temperaturen zwischen 18 und 22°C. Deren Standort soll hell, nicht vollsonnig sein. Auf angemessene Luftfeuchte gilt es zu achten.
Frage des Monats:

Stimmt es, dass Alpenveilchen (Cyclamen pérsicum) von September bis April blühen? Im Prinzip Ja! Doch möchten deren Bedürfnüsse am jeweiligen Standort optimal sein. Sie sind rasch aufgezählt: der Platz hell und kühl, keinesfalls am Südfenster, die Temperaturen im Winter nicht weit unter 12°C sinken oder über 15°C steigen lassen, die Pflanzen nicht neben oder über der Heizung stellen, stets nur mit kalkarmen zimmerwarmen Wasser gießen, Wurzelballen nur mäßig feucht halten und niemals Wasser über das „Herz“ (Laub und Blüten) gießen. Verwelktes Laub, Blattstiele, auch vergangene Blüten samt Stiel vorsichtig herauszupfen. Alpenveilchen sind keine Wegwerfpflanzen! Nach deren obligatorischen Vegetationsruhe werden sie umgetopft und im Garten an einem geschützten, nicht vollsonnigen Platz, bis September gut gepflegt. Mit Beginn der Blütezeit sind die Alpenveilchen ihren Bedürfnissen entsprechend zu pflegen.