Wohneigentum ist ZukunftsaufgabeDeutscher Siedlerbund fordert Erhalt der Eigenheimzulage


Die Gremien des Deutschen Siedlerbundes werden sich auf ihren vom 21. bis 23. Oktober in Hamburg stattfindenden Sitzungen angesichts der am Freitag angesetzten Bundestagsdebatte mit dem „Gesetz zur finanziellen Unterstützung der Innovationsoffensive durch Abschaffung der Eigenheimzulage“ befassen. Nachdem der Bundesrat den neuerlichen Versuch der kompletten Abschaffung der Förderung im September gestoppt hatte, wäre es wünschenswert, dass vom Abstimmungsergebnis der zweiten und dritten Lesung im Bundestag ein positives Signal für Hausbau und –erwerb ausginge.

„Jeder Euro, der in die Bildung von Wohneigentum fließt, dient der Zukunft der Gesellschaft“, betont der DSB-Präsident. Wohneigentum wirkt positiv auf die Familiensituation, stärkt die Identifikation der Eigentümer mit ihrer Kommune und führt häufig zu bürgerlich-politischem Engagement. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung hat diese allgemeine Erfahrung im August 2004 als Forschungsergebnis publiziert und auf die Situation für die soziale Stabilität von Stadtvierteln übertragen.

Die Innovationsbereitschaft einer Gesellschaft werde am besten dadurch unterstützt, so Löseke, dass der Einzelne darin gefördert werde, seinen Lebensstandard, die Ausbildung seiner Kinder und seine private Altersvorsorge selbst zu verantworten und hier eigene Akzente zu setzen. Der Spruch von der „Investition in Köpfe statt in Beton“ spiegele ein Entweder-Oder vor, wo es um ein Sowohl-als-auch gehen müsse. „Es ist unseriös, verschiedene Zukunftsaufgaben gegeneinander auszuspielen. Nimmt man die Wohneigentumsquote als Kriterium für den Stand einer Gesellschaft hat Deutschland im europäischen Vergleich immer noch Nachholbedarf“, sagt Siedlerbund-Präsident Löseke und fordert: „Hände weg von der Eigenheimzulage!“

V.i.S.d.P. Manfred Rosenthal, DSB