Wohnprojekt „Zur Alten Schule“Minister Dr. Axel Horstmann zu Besuch

18. April 2005
Unter der Schirmherrschaft des Siedlerbundes Ruhr-Niederrhein e.V., wurde vor zwei Jahren der Grundstein für die Erbauung der Siedlungsanlage „Zur Alten Schule“ in Hamminkeln-Mehrhoog gelegt. Auf dem etwa 12.000 m2 großen Grundstück sind inzwischen neun Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus entstanden. Am 24. August 2004 besichtigte Dr. Axel Horstmann, Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen, das neue Wohnprojekt.

Wohnprojekt
Minister Dr. Horstmann bei der Besichtigung der Baustelle.  
Die Einfamilienhäuser sind so ausgerichtet, dass sie heute von jungen und großen Familien mit Kindern bewohnt werden können und – um dem Gedanken des Generationenhauses gerecht zu werden – später der Senior oder die Seniorin das Haus nicht verlassen müssen. Dies wird durch die flexible Geschossgestaltung erreicht, Erd- und Dachgeschoss können so getrennt werden, dass sich zwei getrennte Wohnungen einrichten lassen.

Für eine gemischte Alters- und Personenstruktur bieten sich die flexibel nutzbaren Mehrfamilienhäuser an; so können hier z.B. Alleinerziehende, kinderreiche Familien und Senioren allein oder in Wohngemeinschaften unter einem Dach wohnen. Räume können eingerichtet werden, die von der ganzen Siedlung genutzt werden.

In der heutigen Zeit entfernen sich die Menschen immer mehr voneinander. Einer möglichen sozialen Kälte will der Siedlerbund durch dieses Projekt entgegenwirken. In bestehenden Siedlungen ist eine gewachsene soziale Struktur deutlich erkennbar und diese wird bis auf den heutigen Tag in allen Alltagssituationen gelebt. Ähnlich die Zielsetzung in der Siedlung „Zur Alten Schule“. Die entstehende Gemeinschaft soll nicht nur aus den Eigentümern der Einfamilienhäuser bestehen, sondern die Eigentümer der Eigentumswohnungen oder die Mieter werden ebenfalls in die Gemeinschaft eingebunden. Die Gemeinschaftsflächen, die der Gemeinschaft gehören, sollen gemeinsam genutzt werden.

Die Einfamilienwohnhäuser der Siedlungsanlage sind mit Wärmepumpenanlagen ausgestattet, die Mehrfamilienhäuser werden mit Gas versorgt. Niedrigenergiehausstandard der Häuser ist selbstverständlich. Die Versickerung des Regenwassers erfolgt teilweise auf den eigenen Grundstücken oder auf den öffentlichen Gemeinschaftsflächen. Das besondere Interesse des Ministers galt jedoch den Wärmepumpenanlagen mit Geothermieanlagen, die für die Beheizung und Warmwasserversorgung der Einfamilienhäuser geplant und eingebaut wurden.

Zum Ende der Besichtigung stellte der Minister fest, dass es sich hier, sowohl vom Wohnkonzept her als auch aus energiepolitischer Sicht, um ein zukunftsweisendes und vorbildliches Projekt handelt, das jederzeit mit seiner Unterstützung rechnen darf.

Erm