Wohneigentumsförderung zügig regelnPraxisnahe Einbeziehung des Wohneigentums in die Altersvorsorge gefordert


Eine bloße Umgestaltung des bisherigen Entnahmemodells, wie es die Immobilienwirtschaft vorschlägt, lehnt der Verband ab. Bei dem Entnahmemodell müsse logischerweise zunächst ein gewisser Kapitalstock innerhalb der Riester-Rentenversicherung angespart werden, um diesen dann entnehmen zu können. „Hausbau ist aber vor allem für junge Familien wichtig, die ihr Wohneigentum durchschnittlich 20 Jahre lang abbezahlen müssen. Zugleich sorgen sie für ihr Alter vor, indem sie schließlich mietfrei wohnen können. Sie müssen über die Anlage ihres Geldes von Anfang an selbst entscheiden können“, fordert Präsident Löseke. Insofern sei über eine Alternative nachzudenken, die Riester-Förderung und Bausparmodelle fürs selbstgenutzte Wohneigentum miteinander verknüpft.

„Das Wohneigentum soll in die geförderte Altersvorsorge besser integriert werden“, so ist das politische Ziel im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD am 11.11.2005 festgeschrieben. Der DSB mahnt eine rasche Umsetzung an: Nach der Abschaffung der Eigenheimzulage zu Ende des vergangenen Jahres müssten die Bürger zügig Sicherheit haben, wie die geplante Förderung ausgestaltet wird. Der Zeitplan ist im Koalitionsvertrag gegeben, die neue Regelung soll ab 1.1.2007 gelten, jetzt geht es um die konkrete Ausgestaltung.

Der Deutsche Siedlerbund setzt sich für eine möglichst unbürokratische Regelung ein, die sofort und unmittelbar greift. Präsident Löseke wird deutlich: „Das Entnahmemodell ist und bleibt unpraktikabel.“ Deshalb ist das bisherige Modell auch von der Zielgruppe nicht angenommen worden. „Das Förderkonzept muss so ausgestaltet werden, dass es in Zukunft tatsächlich zur Bildung von Wohneigentum als Altersvorsorge beiträgt. Es ist an der Zeit, dass in diesem Zusammenhang auch der Erwerb von Wohnungen durch deren bisherige Mieter erleichtert wird“, so Alfons Löseke.

V.i.S.d.P. Manfred Rosenthal, DSB