Wohnen in der Zukunft

Verband Wohneigentum fordert gleichwertige Wohnqualität in Stadt und Land


Bonn/Lüneburg, 23. November 2013. In Anwesenheit namhafter Politiker - darunter die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt, Oda Scheibelhuber, Ministerialdirektorin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Lüneburger Landrat Manfred Nahrstedt sowie der Oberbürgermeister Ulrich Mädge - legte der Verband Wohneigentum seine Forderungen für eine zukunftsfähige und bezahlbare Wohnungspolitik vor. Über die Hälfte der deutschen Bevölkerung lebt in Wohneigentum. "Wir erwarten, dass Eigenheimbesitzer und Wohneigentümer bei der fälligen Modernisierung ihrer Häuser zu energetischen sowie familien- und altersgerechten Wohnungen spürbar unterstützt werden", sagte Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, auf dem "Tag des Wohneigentums" in Lüneburg.

In den letzten Jahren ist gerade bei der energetischen Zurüstung von Wohnimmobilien viel experimentiert worden. Die entstandenen Leuchtturmprojekte müssen nun dringend auf das Wohnen im Alltag angepasst werden. "Auch ein energetisch aufgerüstetes Haus muss wohnlich, alltagstauglich und bezahlbar sein", so Rauch. Der Präsident betonte allerdings auch, dass angesichts des Mega-Themas Energiewende die zweite große Zukunftsaufgabe Wohnen im Alter tatkräftig angepackt werden müsse. "Bezahlbares Wohnen im Alter, Pflegeangebote und soziale Kontakte sind Voraussetzung für das Miteinander der Generationen und der Stabilität der Gesellschaft insgesamt", betonte Hans Rauch.

Ziel der sozialen Wohnraumförderung der niedersächsischen Landesregierung ist es, bedarfsgerechten Wohnraum auch für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen zu schaffen. "Wir brauchen mehr kleine und vor allem auch altersgerechte Wohnungen. Die Barrieren müssen verschwinden", so Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. Daneben plant die niedersächsische Landesregierung ab 2014 mit EU-Mitteln ein neues EFRE-Programm zur energetischen Wohngebäudesanierung in sozial benachteiligten Quartieren. Ziel ist es, energetische und altersgerechte Modernisierung in entsprechenden Stadtteilen warmmietenneutral zu ermöglichen. "Die Vorteile liegen auf der Hand", so Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt. "Für einkommensschwächere Haushalte erhöht sich die Wohnqualität zu bezahlbaren Konditionen. Für Hausbesitzer bedeutet die Sanierung eine Wertsteigerung ihrer Immobilien. Und für Städte und Gemeinden werden benachteiligte Quartiere aufgewertet und nachhaltig nutzbar gemacht."

Auf dem "Tag des Wohneigentums", der im Rahmen des Bundesverbandstags des Verbands Wohneigentum in Lüneburg stattfand, wurde der Forderungskatalog an die künftige Bundesregierung vorgestellt. Förderung von Beratung zum energetischen und altersgerechten Umbau sowie Zuschüsse zu Einzelmaßnahmen stehen dabei an erster Stelle. Beides liegt auch im Interesse der Öffentlichkeit an nachhaltiger Entwicklung des künftigen Wohnens. Wichtig ist dem Verband auch die Teilhabe der betroffenen Bewohner bei Stadt- und Siedlungsentwicklung sowie Infrastrukturmaßnahmen, insbesondere bei der Umsetzung der Energiewende und bei der Entwicklung des ländlichen Raums. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Forderung, die öffentlichen Abgaben, Gebühren und Steuern wieder in den Griff zu bekommen. Rauch: "Der steuerzahlende und investierende Wohneigentümer darf nicht bei jeder fiskalischen Klemme öffentlicher Haushalte als Melkkuh enden."

Forderungen an die künftige Bundesregierung

Die politischen Forderungen des Verbands Wohneigentum für eine zukunftsfähige und bezahlbare Wohnungspolitik finden Sie hier zum Download:

VWE_Forderungen_an_Politik.pdf (187.5 KB, PDF-Datei)