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Den Baubestand zukunftsfit machenExpertentipp zur klugen Modernisierung von Altbauten

Nach einer Studie der Heinze Marktforschung wird mittlerweile mehr in die Modernisierung als in den Neubau investiert. Warum das so ist und worauf Modernisierer achten müssen, das erklärt der Modernisierungsexperte beim Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), Diplomingenieur Stefan C. Würzner.

Wo sehen Sie die Hauptgründe für den wachsenden Modernisierungsmarkt?

Stefan C. Würzner: Ein kräftiger Schub kommt durch die Einführung des Energieausweises für Bestandsbauten und die Klimaschutz-Förderung. Viele setzen sich mit dem Thema auseinander, scheuen aber den Aufwand - zumindest anfangs. Bei steigenden Energiepreisen erwarten wir aber wachsende Nachfrage. Nicht zu unterschätzen ist auch die Erbengeneration. Egal ob die Häuser geerbt oder schon vorab überschrieben werden, die Jungen modernisieren entsprechend ihren Bedürfnissen. Außerdem beobachten wir in den Ballungsräumen einen Trend zurück aus dem "Speckgürtel" in gewachsene Stadtstrukturen, wo Neubau kaum möglich ist. Junge Familien investieren zudem oft in Wohngesundheit.

Altes Fachwerkhaus

© Bauherren-Schutzbund e. V.

Worauf sollten Haus- und Wohnungsbesitzer vor einer Modernisierung achten?

Stefan C. Würzner: Nichts ohne fachmännische Begleitung tun. Sonst drohen Bauschäden und erhöhte Kosten durch falsche Entscheidungen. Unsere Bauherrenberater etwa analysieren das Objekt, definieren mit dem Bauherren ein klares Modernisierungsziel und helfen bei der Planung und Umsetzung. Kleiner Tipp für Altbaukäufer: Bei vielen alten Häusern ist die Haustechnik überaltert oder marode. Von neuem Verputz oder sauberen Tapeten, die meist den Preis treiben, sollte sich niemand blenden lassen. Wenn Wasser, Heizung oder Strom neu zu verlegen sind, muss der Putz im Bereich der Leitungsverlegung sowieso runter. Feuchteschäden in Dach und Keller können richtig teuer werden, daher sollte vor dem Kauf ein Fachmann das Objekt begutachten.

Wo sehen Sie die häufigsten Fehler bei Modernisierungen?

Stefan C. Würzner: Eindeutig bei Keller und Dach. Wenn hier nicht fachgerecht trockengelegt, gedämmt und luftdicht gearbeitet wird, drohen durch Feuchtigkeit und Schimmel substanzielle Schäden. Wer die Energiebilanz verbessern will, sollte den Energiebedarf durch konsequente Wärmedämmung an der Gebäudehülle senken und erst dann eine neue Heizanlage einsetzen - sonst heizt er zwar effizienter, aber zum Fenster hinaus.

Kurz-Überblick

Zehn Schritte zum modernen Wohnen im Altbau*

1. Ziel der Modernisierung festlegen
2. Bestandsaufnahme
3. Modernisierungsbedarf mit Zeit- und Kostenplan festlegen
4. Planung und altbaugerechte Durchführung
5. Baukonstruktion und Bauphysik prüfen
6. Haustechnische Anlagen prüfen
7. Eigenleistungen planen
8. Kostenermittlung, Finanzierung und Förderung
9. Rechtliche Rahmenbedingungen und Vertragsgestaltung abklären
10.Beratung und Information suchen

*Quelle: Modernisierungsratgeber, erhältlich unter www.bsb-ev.de

(djd/pt)

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