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EnEV 2014: Das ist neu

Seit dem 1. Mai 2014 gilt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). Die gute Nachricht: Bestandsbauten sind davon nicht so stark betroffen. Bei Neubauten gibt es allerdings deutliche Verschärfungen.

Von der Energieeinsparverordnung (EnEV) erhofft sich die Bundesregierung, dass der Gebäudebestand in Deutschland bis 2050 nahezu klimaneutral ist. Dies schlägt sich vor allem bei Neubauten nieder:

Neubauten

Mit der EnEV 2014 gelten ab 1. Januar 2016 verschärfte energetische Anforderungen an Neubauten, sowohl bei Wohn- als auch Nichtwohngebäuden. Dann wird der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz - der so genannte Jahres-Primärenergiebedarf - um 25 Prozent gesenkt. Gleichzeitig erhöht sich der geforderte Wärmeschutz-Wert der Gebäudehülle um ein Fünftel im Vergleich zum bisherigen Standard.

Ab 2021 gilt für Neubauten der von der Europäischen Union festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Diese Richtwerte werden bis Ende 2018 bekanntgegeben.

Altbauten

Für Eigentümer von Bestandsbauten gibt es zum Glück nur wenige Änderungen. Hauptsächlich betroffen sind die Heizungsanlagen. Ab 2015 müssen sämtliche Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, außer Betrieb genommen werden. Heizungsanlagen, die nach dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden, müssen nach 30 Jahren ersetzt werden. Hier gibt es jedoch einige Sonderregelungen:

  • Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind von der Austauschpflicht ausgenommen.

  • Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die bis zum 1. Februar 2002 mindestens eine Wohnung ihres Hauses selbst genutzt haben, sind ebenfalls von der Austauschpflicht befreit. Bei einem Eigentümerwechsel muss der neue Eigentümer die Heizungsanlage innerhalb von zwei Jahren austauschen.

Spätestens bis Ende 2015 müssen oberste Geschossdecken, die nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen, gedämmt sein. Betroffen sind Decken beheizter Räume, die direkt an ein unbeheiztes Dachgeschoss grenzen. Alternativ reicht es auch aus, wenn das darüber liegende Dach gedämmt ist oder den Anforderungen des Mindestwärmeschutzes entspricht. Auch hier gilt: Haben die Eigentümer bis zum 1. Februar 2002 mindestens eine Wohnung selbst genutzt, sind sie von der Dämmpflicht ausgenommen.

Neue Energieausweise

Seit Mai gibt es neue Energieausweise, aus denen die energetischen Kennwerte besser ersichtlich werden. Diese werden nicht mehr nur auf einer Farbskala von Rot bis Grün dargestellt, sondern auch gleich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet - vergleichbar mit der Kennzeichnung von Elektrogeräten reichen sie von A+ (niedriger Energiebedarf) bis H (hoher Energiebedarf). Alte Energieausweise sind ab Ausstellungsdatum weiter insgesamt 10 Jahre gültig.

Neuer Energieausweis

Der neue Energieausweis. Grafik: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Stand 11/2013

Wer Wohneigentum verkaufen oder vermieten möchte, der benötigt einen Energieausweis. Dieser muss bei der Besichtigung des Hauses bzw. der Wohnung vorgelegt werden. Bereits bei der Immobilienanzeige müssen am 1. Mai 2014 folgende Informationen angegeben werden:

  • Art des Ausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis)

  • Wert des Energiebedarfs oder -verbrauchs des Gebäudes

  • wesentlicher Energieträger der Heizung

  • Baujahr des Gebäudes

  • Die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse (wenn ein Ausweis mit Effizienzklasse vorliegt).

Ein Verstoß gegen diese Informationspflicht wird nach einer Übergangsfrist von einem Jahr, also ab Mai 2015, als Ordnungswidrigkeit geahndet.

Eigentümer, die keinen Verkauf oder Vermietung planen, benötigen keinen Energieausweis.

Kh

Dämmung notwendig?

Sie haben ihr Haus nach dem 1. Februar 2002 gekauft und wissen nicht, ob die Dämmung von Dach oder oberster Geschossdecke ausreicht? Ziehen Sie einen Energieberater zu Rat! Wenden Sie sich an Ihren Landesverband oder suchen Sie in der Online-Expertenliste der dena www.energie-effizienz-experten.de

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert die Vor-Ort-Beratung durch einen Energie-Berater finanziell. Allgemeine telefonische Informationen zum Förderverfahren erhalten Sie unter 06196 908-880. www.bafa.de

Wichtig: Seit Juni 2014 können nur Energieberater, die unter www.energie-effizienz-experten.de gelistet sind, eine Förderung bei der BAFA oder der KfW für ihre Kunden beantragen!

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