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Zeitschrift für Haus- und Garteneigentümer


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Wohneigentümer bauen auf Modernisierung

  • Erstmals gemeinsame Umfrage des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) und des Verbands Wohneigentum e.V. unter Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern

  • Private Modernisierungs-Investitionen bieten Mittelstand und Handwerk Chancen für Wachstum und Beschäftigung

  • Schaffung und Erhaltung von selbst genutztem Wohneigentum wieder verstärkt fördern

  • Professioneller Beratungsbedarf im Altbau wächst


Berlin/Bonn, 6. September 2006. Wohneigentümer investieren in Werterhalt und Wertsteigerung ihrer Häuser. Detaillierte Erkenntnisse zum vorhandenen Bestand an Wohngebäuden, ihrem baulichen und energetischen Zustand und dem Modernisierungs-Bedarf liefert die erste gemeinsame Umfrage des Bauherren-Schutzbundes und des Verbandes Wohneigentum, vormals Deutscher Siedlerbund. Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wurde die Befragung unter 1.800 Wohneigentümern vom Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken bei der TU Berlin (IEMB).

Gebäude-Modernisierung lassen sich die Wohneigentümer einiges kosten. Nach einer Untersuchung von Heinze Marktforschung machen die Modernisierungs-Ausgaben für Ein- und Zweifamilienhäuser mit zirka 40 Milliarden Euro inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens aus.

Guter Gesamtzustand, doch Gebäudeschäden im Detail


70 Prozent der befragten Eigentümer leben in Ein- und Zweifamilienhäusern aus den 1950er bis 1980er Jahren, die zum überwiegenden Teil in Massivbauweise errichtet sind. Nur 12 Prozent der Gebäude sind nach 1990 gebaut. Die ältesten stammen aus der Vorkriegszeit, sie machen 17 Prozent aus.

Als weitgehend in gutem Zustand beschreiben mehr als zwei Drittel ihre Immobilie. Allerdings werden Rissbildungen und Feuchtigkeit im Keller als häufige Bauschäden genannt, genauso wie Funktionsstörungen bei Fenstern und Türen, Undichtigkeiten bei Dächern und Putzabplatzungen an der Fassade. Von schwerwiegenden Schäden an ihrem Haus berichten lediglich sechs Prozent der Befragten. Dieser Einschätzung liegen bereits umfangreiche private Investitionen in den zurückliegenden Jahren in Fassaden, Dächer, moderne Heizung und Sanitärinstallationen zugrunde.

Weitere Modernisierung vor allem der Gebäudehülle geplant

Dennoch planen 95 Prozent der Umfrageteilnehmer – die zum größten Teil dem über 350.000 Mitglieder zählenden Verband Wohneigentum angehören – in den nächsten drei Jahren weitere Modernisierungs-Maßnahmen. Je 15 Prozent des ins Auge gefassten Modernisierungs-Volumens sollen dabei auf Fassaden-, Fenster-, Dach- und Baderneuerung fallen. An größere Umbauarbeiten wie Grundrissveränderungen, Dachausbau oder gar barrierefreies Umbauen und Modernisieren denken allerdings die wenigsten, obschon zwei Drittel der Befragten zur Generation 50plus gehören.

Obwohl die meisten den energetischen Zustand ihres Gebäudes als sehr gut oder gut einschätzen, gewinnt bei steigenden Energiepreisen die energetische Gebäudesanierung an Bedeutung. Dabei wächst auch das Interesse an alternativen Energieformen.

Großes wirtschaftliches Engagement und viel Eigenleistungen

Gefragt nach der Realisierung ihrer Bauvorhaben vertrauen die befragten Eigentümer gut zur Hälfte ihrem eigenen Sachverstand und setzen auf Eigenleistung in Kombination mit teilweiser Vergabe an Fachfirmen.

Zur Finanzierung greifen 35 Prozent vollständig auf Eigenmittel zurück und 25 Prozent auf Bauspardarlehen. Die KfW-Förderung ist noch zu wenig im Blick der Modernisierer.
Da lediglich 11 Prozent bei der Planung auf Architekten oder Fachingenieure und 20 Prozent bislang auf eine Energieberatung zurückgreifen, offenbart sich ein Defizit an fachlicher Beratung für private Modernisierungs-Vorhaben. Das wurde von den Befragten erkannt, denn ihre Wunschliste nach professioneller Unterstützung reicht von technischer Beratung über Objektbesichtigung und Untersuchung der Gebäudesubstanz, Prüfung von Planungsunterlagen und Kostenschätzung bis zur baubegleitenden Qualitätskontrolle und Hilfe beim rechtzeitigen Erkennen von Mängeln und wirtschaftlichen Risiken.

BSB-Beratungsangebot orientiert an Nachfrage privater Modernisierer

Mit dem Ausbau seines Beratungsangebotes für das Bauen im Bestand hat sich der BSB schon seit einigen Jahren auf die wachsenden Wünsche privater Modernisierer eingestellt. Wie für den Neubau bietet die bundesweit arbeitende Verbraucherschutzorganisation Beratung für den Altbau durch ausgewiesene Bauexperten und mit ihnen verbundene BSB-Vertrauensanwälte für rechtliche Beratung an.

Zunehmend gefragt ist der vom BSB in Zusammenarbeit mit dem IEMB entwickelte Modernisierungs-Check. Dabei wird gemeinsam mit den Bauherren für ihre Immobilie ein Prioritätenkatalog erarbeitet, der Gebäudezustand erfasst und eine Kostenschätzung der notwendigen Modernisierungs-Schritte vorgenommen.

Die Umfrage unter Hauseigentümern des Verbandes Wohneigentum zeigt, dass diese Orientierung richtig ist und der Beratungsbedarf wächst. Die jetzt vorliegende Datenbasis ermöglicht zielgenaue Informations- und Serviceangebote. Den Bedürfnissen privater Modernisierer soll durch verstärkte Kooperation beider Verbände Rechnung getragen werden. Ein erstes gemeinsames Bauberatungsprojekt im Verband Wohneigentum Westfalen-Lippe ist gestartet.

Information und Dienstleistung rund ums Haus

Mit der Zusammenarbeit der Verbände im Bereich Bauberatung deckt der Verband Wohneigentum einen Teil seiner Angebote ab. Der bundesweit agierende Verband bietet über die Landesverbände vielfältige Informationen und Hilfestellungen an, unter anderem

  • Rechtsberatung,

  • Gartenfachberatung und

  • Versicherungsschutz.

Die örtlichen Gemeinschaften unterhalten darüber hinaus oftmals einen Geräteverleih, organisieren Nachbarschaftshilfe und setzen sich für die Interessen der Eigenheimer in der Gemeinde ein. Über die verbandseigene Zeitschrift
„ Familienheim und Garten“ wurde jetzt die Umfrage durchgeführt.

Mit Stellungnahmen zu wohnungspolitischen Themen - wie Energieausweis oder Wohnungsbauprämie - fordert der Verband Wohneigentum ein, die Interessen der selbstnutzenden Hauseigentümer an Schaffung und Erhalt von familienfreundlichem, altersgerechtem und bezahlbarem Haus- und Wohnungseigentum zu berücksichtigen.

Schaffung und Erhaltung von Wohneigentum müssen stärker gefördert werden

Alfons Löseke, Präsident des Verbands Wohneigentum, und Peter Pirovits, 1. Vorsitzender des Bauherren-Schutzbund, vertreten gemeinsam die Auffassung, dass die Schaffung und Erhaltung selbstgenutzten Wohneigentums durch den Staat wieder stärker gefördert werden müssen. Eine Maßnahme wäre die derzeit diskutierte Einbeziehung des Wohneigentums in die private Altersvorsorge. Gefordert wird eine einfache und effektive Förderung, das heißt: volle Verwendung des Fördersatzes für die Investition ins Wohneigentum und ohne nachgelagerte Besteuerung.

Die Aktivitäten beider Verbände zielen auf die Vertretung bauorientierter Verbraucherinteressen und auf den Dialog mit Mittelstand und Handwerk um hohe Qualität beim Bauen und Modernisieren. Bauherren wird durch fachkompetente Beratung eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Modernisierung ihrer Immobilien gegeben, in die gezielt Architekten und Ingenieure sowie Fachfirmen eingebunden werden können. Durch Modernisierung behalten und steigern Bestandsimmobilien ihren Wert.

V.i.S.d.P. Manfred Rosenthal, Verband Wohneigentum e.V.

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