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Umgang mit PflanzenschutzmittelnGartenberater des Verbands Wohneigentum e.V. stellen Umfrage-Ergebnisse vor

Welche Pflanzenschutzmittel verwende ich? Wo lasse ich mich beraten? Diese und über 40 weitere Fragen umfasste die Umfrage zum Thema "Umgang mit Pflanzenschutzmitteln", durchgeführt von den Gartenberatern des Verbands Wohneigentum. Die Ergebnisse stellte Bundesgartenberater Martin Breidbach im Dezember 2014 in Paris vor.

Insgesamt nahmen 1.642 Mitglieder an der Umfrage teil - davon nutzten 1.003 das Online-Formular auf der Website von "Familienheim und Garten", 639 Mitglieder schickten ihren ausgefüllten Fragebogen per Post. Die Ergebnisse präsentierte Bundesgartenberater Martin Breidbach auf einer OECD-Tagung in Paris, vor Teilnehmern aus über zehn Nationen, darunter Australien, Japan und den USA.

Raupe

© Görlitz/Verband Wohneigentum

Info durch den Verband

Fast 63 Prozent der Umfrage-Teilnehmer besitzen Grundstücke mit mehr als 750 m². Davon sind 25 Prozent der Flächen Nutzgarten und über 75 Prozent Ziergarten. Erfreuliche Ergebnisse brachte die Frage "Wo informieren Sie sich hauptsächlich zu Gartenthemen?": Mit über 25 Prozent liegen hier die Medien des Verbands Wohneigentum - bestehend aus der Zeitschrift "Familienheim und Garten" sowie der Website gartenberatung.de - deutlich an erster Stelle. Dahinter folgen das Internet (15 Prozent) sowie Gartenzeitungen (13,5 Prozent).

Eine der wichtigsten Fragen war, wie unsere Mitglieder Pflanzenschäden vorbeugen. Nur knapp 6 Prozent gaben an, keine Maßnahmen zu ergreifen. Die restlichen Befragten nutzen verschiedenen Möglichkeiten. Der Einsatz widerstandsfähiger Sorten steht dabei mit rund 24 Prozent deutlich an erster Stelle, gefolgt von an den Standort angepassten Pflanzen (ca. 20 Prozent). Dieses positive Umweltverhalten ist vielleicht auch ein Ergebnis der umfangreichen Gartenberatung durch den Verband.

Auch bei den Fragen, welche Maßnahmen gegen die verschiedenen Schadorganismen ergriffen werden, zeichnete sich ein positives Bild ab. Zwar greifen knapp 27 Prozent der Befragten zu chemischen Pflanzenschutzmitteln, erfreulicherweise stehen dem jedoch 57 Prozent gegenüber, die biologische und mechanische Verfahren nutzen. Knapp 12 Prozent verzichten auf jegliche Maßnahme.

Weitere Beratung notwendig

Ein deutlicher Beratungsbedarf ist hingegen beim Einsatz von Herbiziden zu erkennen. Nur knapp 59 Prozent der Befragten wissen, dass der Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln auf befestigten Flächen verboten ist und einer Genehmigung der zuständigen Länderbehörde bedarf. Diese wird in den seltensten Fällen erteilt.

Diese offenkundige Unkenntnis deckt sich auch mit den Ergebnissen zu der Frage, wo chemische Mittel gegen Unkraut eingesetzt werden. 55 Prozent gaben an, Herbizide bei der Ausbringung auf Gartenwegen und Garageneinfahrten zu nutzen - genau dort, wo es der Gesetzgeber verbietet!


Es gibt Überlegungen, chemische Pflanzenschutzmittel im Freizeitgartenbau gesetzlich komplett zu verbieten. Daher befragten wir die Teilnehmer auch nach ihrer persönlichen Einschätzung, ob der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in den Gärten verboten werden soll. Obwohl die Mitglieder in der Summe der Fragen ein eher kritisches Verhältnis zu Pflanzenschutzmitteln haben, lehnen nur knapp 30 Prozent der Befragten ein gänzliches Untersagen solcher Mittel dennoch ab. Das strikte Reglementieren und der rigide Verbotscharakter scheinen dem Verbraucher hier doch ein Stück zu weit zu gehen.

Einschätzung

2012 wurden 4.545 Tonnen Pflanzenschutzmittel ausgebracht, mit einem Wirkstoffgehalt von 266 Tonnen. Es stellt sich die Frage: Muss der Einsatz von Chemie in Hausgärten sein? Dies wird auch bei unseren Mitgliedern diskutiert. Fast 28 Prozent der Befragten gaben an, mehr als 50 Euro pro Jahr für Pflanzenschutzmittel auszugeben, während fast 13 Prozent sie grundsätzlich nicht kaufen.

Schadorganismen, die selbst chemisch nur schwer zu bekämpfen bzw. für die keine entsprechenden Mittel zugelassen sind, nehmen zu. Zum Beispiel der Buchsbaumzünsler und die Kirschessigfliege. Umso mehr wird es in Zukunft darauf ankommen, durch den Einsatz vorbeugender Maßnahmen, wie den Anbau widerstandsfähiger Sorten oder durch den Einsatz von Kulturschutznetzen, einen Befall der Pflanzen auszuschließen oder frühzeitig zu verhindern.

M. B.

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