Energieausweis in Arbeit

Wolfgang Tiefensee
Wolfgang Tiefensee
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung  
Sehr geehrter Herr Präsident,

in Ihrem Schreiben vom 14. Juli 2006 befürworten Sie bei der Frage der Ausgestaltung der Energieausweise die Wahlfreiheit zwischen bedarfs- und verbrauchsorientiertem Energieausweis.

Wie Sie sicher gehört haben, wird der Referentenentwurf zur Novellierung der Energieeinsparverordnung gegenwärtig in der Bundesregierung abgestimmt. Noch gibt es keinen offiziellen Referentenentwurf. Derzeit werden intensive Gespräche geführt, in denen es vor allem um die von Ihnen angesprochene Frage der Anwendungsfälle von sogenannten bedarfs- und verbrauchsbasierten Energieausweisen geht. Die Bundesregierung wird bei der Prüfung von Lösungswegen darauf achten, die verschiedenen, von der Einführung eines Energieausweises für bestehende Gebäude betroffenen Belange in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander zu bringen. Hierzu gehört zum einen die Bedeutung der fachlichen Aussagekraft des künftigen Energieausweises, zum anderen darf die Kostenseite nicht vernachlässigt werden. Diesen Zielkonflikt will die Bundesregierung einem gleichermaßen sachgerechten und politisch mehrheitsfähigen Lösungsvorschlag zuführen. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich mich angesichts der laufenden Gespräche zu weiteren Einzelheiten noch nicht äußern kann.

Wir werden selbstverständlich Ihre Hinweise sorgfältig prüfen und in unsere Überlegungen einbeziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Tiefensee


Die Anfrage des Präsidenten des Verbands Wohneigentum, Alfons Löseke, an den Bundesbauminister können Sie unter Verbraucherfreundlicher Energieausweis lesen.