Logo des Verband Wohneigentum e.V.

Verband Wohneigentum e.V.

Verband Wohneigentum:

Springen sie direkt:

Verband Wohneigentum e.V.

… der bundesweit größte Verband für selbstnutzende Wohneigentümer

Folgen Sie uns auf

Zusätzliche Informationen

Unser Service:

TelefonsymbolInfo-Telefon für Mitglieder




Zeitschrift für Haus- und Garteneigentümer


Zum Seitenanfang

Seiteninhalt

Energieeinsparverordnung 2014: Klimaschutz kostet

Bis 2050 will die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland durchsetzen. Die gesetzliche Grundlage dafür ist die Energieeinsparverordung (EnEV). Sie schraubt die Anforderungen an Immobilien schrittweise nach oben. Die Novelle von 2014 führt neben neuen Grenzwerten und Pflichten erstmals auch Bußgelder ein.

Am 01. Mai 2014 trat die novellierte Energieeinsparverordnung in Kraft. Sie ist ein Zwischenschritt auf dem Weg zum großen Ziel: Bis 2050 soll ein fast klimaneutraler Gebäudebestand in Deutschland erreicht werden, denn hier besteht ein großes Einsparpotenzial: Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge hat der Gebäudesektor einen fast 40-prozentigen Anteil am Energieverbrauch in Deutschland, in Privathaushalten fallen 85 Prozent der Energie auf die Heizung und Warmwasseraufbereitung. Und so werden Immobilieneigentümer und Bauherren per Gesetz dazu verpflichtet, Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, um Klima und Umwelt zu schonen.

Die Inhalte der Energieeinsparverordnung

Die novellierte Energieeinsparverordnung von 2014 beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, die wichtigsten davon auf einem Blick:

  • Der Energieausweis soll die energetische Beschaffenheit von Gebäuden anzeigen. Bei der Vermarktung der Immobilie muss er dem Interessenten vorgelegt werden.

  • In jeder Novelle werden die Dämmrichtwerte, die sogenannten U-Wert-Vorgaben für Wohngebäude, angehoben. Die Richtwerte sagen aus, wie viel Wärmeenergie beispielsweise über die Außenwände entweichen darf.

  • Für die Fassadendämmung liegt der vorgeschriebene U-Wert bei 0,24 W/(m² K) in Neu- und Altbauten. Hauseigentümer müssen ihre Immobilie aber nur dann sanieren, wenn im Zuge anderer Renovierungsarbeiten mindestens 10 Prozent der Fassadenfläche erneuert werden sollen.

  • Dächer und oberste Geschossdecken müssen zwar gedämmt werden, allerdings gelten auch ältere Decken als gedämmt, sofern sie die gesetzlichen Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllen.

  • Immobilieneigentümer müssen Heizkessel nach 30 Jahren Betriebszeit austauschen. Davon ausgenommen sind Brennwert- und Niedrigtemperaturgeräte mit einer Nennleistung unter vier Kilowatt oder über 400 Kilowatt.

  • Verstöße werden mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro geahndet.

  • Gebäude mit maximal zwei Wohneinheiten sind von der Energieeinsparverordnung 2014 ausgenommen, sofern der Eigentümer eine der beiden Wohneinheiten bereits seit Februar 2002 selbst bewohnt.

Neubau wird teurer

Eigentümer von Bestandsbauten werden von manchen Auflagen ausgenommen und so vor zu hohen Kosten geschützt. Doch für Neubauten gelten diese Ausnahmen nicht. Die Studie "Kostentreiber für den Wohnungsbau" ergab, dass der Bau eines Einfamilienhauses im Jahr 2015 um 36 Prozent teurer ist als nur 15 Jahre zuvor, was neben gestiegenen Material- und Arbeitskosten auch auf staatliche Vorgaben zurückzuführen ist.

Energieausweis intransparent

Der Energieausweis ist bei Verkauf oder (Neu-)Vermietung vom Eigentümer vorzulegen. Er soll dem Verbraucher ermöglichen, Immobilien anhand ihres Energieverbrauchs zu vergleichen. So steht im Ausweis entweder ein Energiewert, der auf dem Verbrauch der Vormieter basiert oder ein Bedarfswert, der anhand der Gebäudesubstanz errechnet wird. Zu kompliziert, sagen die Kritiker.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der "Marktmonitor Immobilien", der sich in den Jahren 2014 und 2015 mit dem Energieausweis beschäftigte. Die Studie entsteht in Zusammenarbeit von Prof. Dr. Stephan Kippes von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und dem Immobilienportal "immowelt.de". Befragt wurden Immobilienprofis in ganz Deutschland.
Ihr Urteil: Der Energieausweis ist nicht transparent genug, ist zu großen Teilen unverständlich und bietet keinen echten Mehrwert.

immowelt

Tipp

Weiterführende Informationen zu "Marktmonitor Immobilien" wie Energieeffizienz und Bewertungssysteme lesen Sie hier

.

zurück     oben     drucken
Seite teilen

Zum Seitenanfang


Fusszeile

Copyright 2019 Verband Wohneigentum e.V. | Datenschutzerklärung | Haftungshinweise

Zum Seitenanfang