Bundeswettbewerb im neuen Format

bunte Zeichnung mit Häuschen
© nasilzang/Pixabay

Die Route für die Rundreise der Jury im Mai durch Deutschland stand fest, die Termine der Jury mit den Gemeinschaften waren festgezurrt und die Presse-Pakete zur Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort verschickt. Nun hat die Corona-Pandemie die Pläne durchkreuzt, es wird diesmal manches anders.

Seit 1952 wird dieser Traditionswettbewerb turnusgemäß alle drei bis vier Jahre durchgeführt. Immer haben die Jury-Mitglieder auf ihrer Rundreise durch Deutschland die Gemeinschaften persönlich in Augenschein genommen. Aber diesmal mussten wir die Bewertungsfahrt leider absagen.

Nun heißt es, neue Wege zu gehen. Es bleibt zwar dabei, der Bundeswettbewerb "Wohneigentümer - heute für morgen aktiv. Lebendige Nachbarschaft - gelebte Nachhaltigkeit" findet in diesem Jahr statt - aber in einem neuen Format.

Virtueller Rundgang

Die Neuerungen beginnen damit, dass die Jury-Mitglieder sich nicht selbst vor Ort ein Bild machen, sondern die Gemeinschaften quasi diesen Part übernehmen und zusätzliche Informationen und Bildmaterialien einreichen. Unsere Bitte um Übersendung von Berichten, Jubiläumsbroschüren, Faltblättern etc. und Fotos stieß gleich auf Resonanz: Die Vorsitzenden und Ehrenamtlichen haben viele Ideen, wie sie ihre Gemeinschaft vorstellen wollen. Ein "virtueller Rundgang", ein kleines Video von Haus und Garten, Heizung, Bad oder auch von Gemeinschaftsaktionen (eben entsprechend den Prüfbereichen) können außerdem die Arbeit der Jury unterstützen.

Auf der Basis der Bewertungsbögen, die bei der Bereisung zum Einsatz gekommen wären, werden die Jury-Mitglieder im Sommer die Gemeinschaften telefonisch befragen. Fehlende Eindrücke mangels eigener Besichtigung werden so kompensiert. Schließlich sollen die Gemeinschaften mit allem, was sie zu bieten haben, punkten können.

Best-Practice

Jedes Jury-Mitglied wird die Interviews, Unterlagen, Fotos und weitere Informationen für den eigenen Bereich auswerten. Die gesamte Jury bewertet dann in einer Abschlussrunde gemeinsam die Gemeinschaften.

Bisher wurde die erste Bewertung stets im Konferenzbus vorgenommen und nach Beendigung der Bewertungsfahrt anschließend in der Abschlussbesprechung die Gesamtwertung beraten. Diesmal werden in einer Videokonferenz oder einer Sitzung der Jury - mit mehr oder weniger Abstand zueinander je nach Entwicklung der Corona-Pandemie - die Sieger gefunden und die Höhe der Preisgelder festgelegt.

Eine bebilderte Dokumentation soll wieder festhalten, was die teilnehmenden Gemeinschaften im Einzelnen zu bieten haben und der Öffentlichkeit die Best-Practice-Modelle zeigen.

Siegerehrung online

Die Siegerehrung findet selbstverständlich auch statt. Diesmal webbasiert, also auf der verbandseigenen Website, die auch mit den Internetseiten des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) verknüpft ist - leider nicht wie ursprünglich geplant gemeinsam in einem Festsaal in Berlin. Doch es wird bestimmt eine besondere Siegerehrung: Sie können gespannt sein!

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Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat finanziell unterstützt und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung fachlich begleitet.

Logos von BMI und BBSR
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