Austauschpflicht für alte Heizkessel

Ältere Heizkessel müssen ausgetauscht werden, wenn ein Eigentümerwechsel ansteht oder wenn sie älter als 30 Jahre sind. Das schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG 2020) vor. Doch es gibt Ausnahmen. Abgesehen davon: Allein in puncto Energieeffizienz lohnt es sich, eine alte Heizung zu modernisieren.

Ingenieurin checkt Heizanlage
Heizungscheck. Durch einen modernen Brennwertkessel lassen sich oft zwischen 20 und 30 % Energie einsparen.   © PantherMedia/kalinovsky

Das gilt

Grundsätzlich besteht bei Eigentümerwechsel (Erbschaft oder Kauf) die Pflicht zum Tausch von Heizkesseln, die vor dem 1. Januar 1991 eingebaut oder aufgebaut worden sind. Außerdem müssen Heizkessel ausgetauscht werden, die mit einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff beschickt werden und älter als 30 Jahre sind. Das gilt für Standardkessel und Konstanttemperaturkessel, mit einer Heizleistung zwischen 4 und 400 Kilowatt.

Ausnahmen

Bestandschutz nur für alt eingesessene Eigentümer*innen

Kommt es jedoch zu einem Wechsel des Eigentums durch Erbe oder Kauf, müssen die neuen Eigentümer die Auflage innerhalb von 2 Jahren erfüllen. Sogar Kinder, die nach diesem Datum geerbt haben, gelten als neue Eigentümer, selbst wenn sie schon vor 2002 in der Immobilie lebten.

2026: nur noch in Ausnahmen Ölheizungen

Ab 2026 erlaubt das GEG den Einbau einer Ölheizung nur noch sehr eingeschränkt:

Meist lohnt sich die Erneuerung des Heizkessels

  • Mit einem neuen Heizkessel verbessern Sie die Energieeffizienz der Immobilie maßgeblich: Damit schonen Sie die Umwelt und senken zudem die Wohnnebenkosten. Ein moderner Brennwertkessel spart nicht selten zwischen 20 und 30 % Energie ein.

  • Interessant ist auch, den Einsatz erneuerbarer Energien zu prüfen. Hier können Fördergelder abgerufen werden.

Anna Florenske/energie-fachberater.de/BundesBauBlatt

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