Potentiale des Verbands Wohneigentum e.V.Gesamtvorstand berät in Bonn

2. Juli 2007
Mitte Mai fand die zweitägige Frühjahrssitzung des Gesamtvorstands des Verbands Wohneigentum statt. Ein Schwerpunkt war der Rückblick auf 60 Jahre Verbandszeitschrift sowie die Zukunft der Familienheim und Garten Verlag GmbH. Im weiteren wurde die Verbandsentwicklung beraten, insbesondere die Schärfung des Aufgabenprofils für die Zukunft.

Familienheim und Garten war zweifach vertreten, durch den langjährigen Geschäftsführer Manfred Rosenthal und durch den frischgebackenen Chefredakteur Gerd Böker. Zunächst schlug Manfred Rosenthal einen Bogen vom Siedler-Heft wie es Ende der 40er Jahre vertrieben wurde bis zur „Familienheim und Garten“ heute. In seinen Anfängen wurde „Der Siedler“ in einem fremden Verlag, dann aber in der Form eines eigenen wirtschaftlichen Vereins produziert. Nach einigen Höhen und Tiefen, in denen der Verband Wohneigentum, damals noch Deutscher Siedlerbund, die Mitgliederzeitschrift immer wieder bezuschussen musste, bewegt sich der Verlag seit rund fünfzehn Jahren auf einer ungebrochenen Erfolgskurve.

In Eigenregie: Bunter, dicker, besser
Die Gründung der GmbH erfolgte 1991, noch mit finanzieller Hilfe des Verbands, der Alleingesellschafter ist. Dieser Schritt sei lange überlegt worden. Alternativ hätte man den Verlag einstellen oder verkaufen können. Nach einem umfassenden Gutachten eines neutralen Sachverständigen, der die Risiken, aber auch die Chancen der Weiterführung unter eigener Regie analysierte, habe man die Vorteile des eigenen Verlags aber als höher bewertet. Wie die letzten Jahre zeigen mit Recht. Seit 1993 trägt die GmbH sich selbst und schüttet Gewinne an den Gesellschafter aus. Bei allem ist der Heftumfang von 16 über 24 auf heute gelegentlich 48 Seiten gestiegen. Zum starken Gartenteil ist der Hausteil aufgerückt, die Verbraucherberatung ist damit vermehrt in den Vordergrund gerückt. Für verbandspolitische Positionen und aktuelle Ereignisse würden die vorderen Seiten immer als letzte vor Redaktionsschluss belegt. Die Zeitschrift, so Rosenthal abschließend, werde nicht nur von den Mitgliedern gelesen, sondern würde auch von Politikern und anderen Verbänden mehr beachtet denn je.

Gerd Böker, der neben seiner neuen Verantwortung seit vielen Jahren die wirtschaftliche Entwicklung des Verlags mitlenkt, konnte von guter Auftragslage bei Werbeanzeigen berichten. Schließlich kann der niedrige Bezugspreis nur durch weitere Einnahmen gehalten werden. Die Zeitschrift sei nicht nur in der Politik angekommen, sondern ebenso in der Wirtschaft. Sowohl an Anzeigenaufträgen sei dies abzulesen als auch bei verschiedenen Kooperationsangeboten. Beispielsweise wäre im Rahmen des Rasenmäher-Langzeittests 2006/2007 ein eigenes „Testprädikat“ entstanden: Auf manchem Gerät prangt jetzt das „Gut“ von Familienheim und Garten/Verband Wohneigentum.

Dienstleister für den Verband
Telefonaktionen, Proben, Leserumfragen und die Leserreisen zählen zu den Angeboten, die die Zeitschrift attraktiv machen. Die vielen Reaktionen der Mitglieder und Leser, dass ihr Informationsbedarf rund ums Wohneigentum und ihre Wünsche aufgegriffen werden, bestätigen die heutige Richtung des Verlags. Überdies bietet sich die GmbH als steuerlich und rechtlich selbständiges Unternehmen dem Verband Wohneigentum und bei Bedarf den Landesverbänden als Dienstleister im vielfältigen Mediabereich an.

Der Gesamtvorstand konnte sich überzeugen, dass die Familienheim und Garten Verlag GmbH gut 60 Jahre nach dem ersten Nachkriegsheft ein gesundes Unternehmen mit Zukunft ist.

Neuer Name – schärferes Profil
Präsident Alfons Löseke und Hans Rauch, 2. Vizepräsident, berichteten über ihre Erfahrungen mit dem neuen Verbandsnamen, nachdem im Mai letzten Jahres die öffentliche Einführung mit einer Feierstunde in Berlin stattgefunden hat. Die Kontakte seien nicht nur einfacher, da der Name nicht mehr so erklärungsbedürftig sei wie der „Siedlerbund“. Sie seien vor allem auch angewachsen, da vermehrt Anfragen von Presse und anderen Verbänden an den Verband gerichtet würden. Besonders erfreulich sei jedoch das zunehmende Interesse von Politikern und Ministerien an den Positionen und am Sachverstand des Verbands Wohneigentum. Der Verband werde offenbar als moderner, kompetenter Gesprächspartner wahrgenommen.

Besonders erfreut äußerte sich Hans Rauch über die Tatsache, dass mittlerweile fast alle Landesverbände den neuen Namen für sich beschlossen haben. Das einheitliche Bild des Verbandes nach außen werde dadurch erheblich gestärkt.

Im Zuge der Modernisierung des Verbands wurde auch diskutiert, inwieweit man sich künftig stärker als Verbraucherorganisation darstellen wolle. Die Aufgaben Beratung und Information rund um Haus, Grundstück und Garten stehen seit vielen Jahren im Mittelpunkt der täglichen Arbeit der Verbandsgliederungen. Ob Rechtsberatung durch die Landesverbände oder Informationsveranstaltungen auf Gemeinschaftsebene, der Hauseigentümer oder Bauherr findet als Verbraucher Unterstützung beim Verband Wohneigentum. Dies gehört zur Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums für jedermann – wie es derzeit in der Satzung an erster Stelle niedergeschrieben ist. Dies soll künftig schärfer herausgestellt werden.

Ue