Logo des Verband Wohneigentum e.V.

Verband Wohneigentum e.V.

Verband Wohneigentum:

Springen sie direkt:

Verband Wohneigentum e.V.

… der bundesweit größte Verband für selbstnutzende Wohneigentümer

Folgen Sie uns auf

Zusätzliche Informationen

Unser Service:

TelefonsymbolInfo-Telefon für Mitglieder




Zeitschrift für Haus- und Garteneigentümer


Zum Seitenanfang

Seiteninhalt

Staatssekretär Kozlowski: Wohneigentumspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen

Fragt man junge Familien nach ihrem größten Wunsch, erhält man oft spontan die Antwort: „Ein eigenes Haus mit Garten – das ist unser Traum.“ Aber auch rund 80 \% der Senioren in unserem Land wünschen sich eigene „vier Wände“ oder möchten ihr Haus barrierefrei gestalten. Für Menschen mit Behinderung bietet die Barrierefreiheit die Möglichkeit ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend zu wohnen. Der Wunsch nach Wohneigentum ist nachvollziehbar, richtig und förderungswürdig: die Bildung von Wohneigentum ist eine gute Investition in die Zukunft. Und: Die Eigentumsquote von 39 \% in Nordrhein-Westfalen ist steigerungsfähig.

Wir brauchen für die Bildung von Wohneigentum unterschiedliche Bau- und Wohnformen von guter Qualität. Wenn wir von selbst genutztem Wohneigentum sprechen, dürfen wir nicht nur das Reihenhaus in den typischen Neubaugebieten am Stadtrand vor Augen haben. Wir müssen auch das individuelle Bauen von privaten Investoren fördern und Selbsthilfe aktivieren. Es geht um Wohnen in Mehrfamilienhäusern mitten in der Stadt, es geht auch um Erwerb vorhandenen Wohneigentums und es geht um die Nachrüstung und „Alterstauglichkeit“ bestehender Eigenheime und Eigentumswohnungen.

Auf die Wohneigentumsförderung in Nordrhein-Westfalen kann man bauen. Das Land hat auch in diesem Jahr wieder 500 Millionen Euro für die Förderung von Wohneigentum bereitgestellt. Gefördert werden der klassische Neubau, der Ersterwerb vom Bauträger, der Kauf einer gebrauchten Immobilie und bauliche Maßnahmen, um behindertengerechten Wohnraum zu schaffen. Zusätzlich dazu gibt es Fördermittel für die nachträgliche Herstellung von Barrierefreiheit.

Wohneigentumsförderung in NRW ist solide und bürgerfreundlich. Um dies auch zukünftig gewährleisten zu können, haben wir neue Akzente gesetzt:

Wir haben den Kreis der förderberechtigten Haushalte erweitert. Mit dem Ziel einer stärkeren Förderung von Schwellenhaushalten werden Haushalte mit einem anrechenbaren Einkommen bis zu 40 Prozent oberhalb der Einkommensgrenze in die Förderung einbezogen. Nach Abzug aller Belastungen muss tatsächlich genügend Geld zum Leben übrig bleiben, deshalb wurde der Mindestrückbehalt maßvoll angehoben. Das schafft Sicherheit und lässt die Familien ruhiger schlafen.

Die Landesregierung hat die Förderung mit einer Grundpauschale und einem Bonus von 5.000 Euro für jedes Kind einfach und transparent gestaltet. Die Förderdarlehen sind gut bemessen und die Zinskonditionen sind sehr günstig. Wir helfen besonders den jungen Haushalten, die noch nicht genug Eigenkapital angespart haben mit einem Starterdarlehen in Höhe von 12.000 Euro, als Ersatz für den Anteil der notwendigen Eigenleistung.

Auch die Konditionen für das Darlehen können sich sehen lassen: So lange das Einkommen der Familie innerhalb der Einkommensgrenze der sozialen Wohnraumförderung bleibt, werden die Förderdarlehen mit 0 \% verzinst. Es ist lediglich ein laufender Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 0,5 \% jährlich zu zahlen. Daraus ergibt sich eine komfortable Ausgangssituation für die Verhandlungen mit der Hausbank.

Ziel ist es auch, Wohneigentum in der Stadt zu bilden, deshalb gibt es den Stadtbonus und das Brachflächendarlehen. Für die Wohnungs- und Städtebaupolitik in Nordrhein-Westfalen gilt: Wir müssen uns bemühen, junge Haushalte in den Städten zu halten. Neues Grün, Freiräume und Spielflächen sowie eine neue Attraktivität des öffentlichen Raums können motivieren. Aber auch ein bezahlbares Angebot zur Wohnungseigentumsbildung wird Anreiz für junge Familien zum Wohnen in der Stadt sein. Daher gibt es den Stadtbonus in Höhe von 20.000 Euro, wenn sich die Familie für selbst genutztes Wohneigentum in einem Ballungskern entscheidet.

Viele Städte verfügen an attraktiven Standorten über Brachflächen, die für eine Wohnbebauung aufbereitet werden müssen. Das geht nicht zum Nulltarif. Hier hilft das Land mit dem sogenannten Brachflächendarlehen, das ab diesem Jahr auch für die Eigentumsförderung zur Verfügung steht.

Selbstgenutztes Wohneigentum bis ins hohe Alter nutzbar zu machen, ist ein weiteres Ziel. Bei allen Bemühungen um die jungen Familien sind die Belange der stetig wachsenden Zahl älterer Menschen in gleicher Weise zu beachten. Der demographische Wandel ist schon lange ein Thema. Aber jetzt beginnen wir langsam ihn wirklich zu spüren. Die klassische Familie stellt nur noch ein Viertel der Gesamtnachfrage auf dem Wohnungsmarkt dar. Schon bald werden die Senioren als stärkste Nachfragergruppe auftreten.

Die Eigentumsförderung des Landes hat auch hier Antworten parat, denn nicht alle Menschen wollen und können in Alten-Wohngemeinschaften oder Heimen leben. Das setzt jedoch voraus, dass die eigenen „vier Wände“ geeignet sind. Das Land bietet daher ein Förderprogramm für den Abbau von Barrieren in Eigenheimen und selbst genutzten Eigentumswohnungen an. Wohnungen barrierefrei nachrüsten heißt zum Beispiel:

  • die barrierefreie Umgestaltung von Bädern und Küchen,

  • der Einbau verbreiterter Türen,

  • Einbau, Anbau oder Modernisierung eines Aufzugs und

  • das Nachrüsten mit elektrischen Türöffnern.

Zum Teil kleine Maßnahmen – aber mit großer Wirkung.

Solche und andere Maßnahmen können auch helfen, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Häufig sind dann bauliche Maßnahmen zur Anpassung des Objektes an die Bedürfnisse des behinderten Menschen erforderlich. Das Land unterstützt solche Maßnahmen mit bis zu 20.000 Euro zusätzlich.

Das neue Programm der Landesregierung „Teilhabe für alle“ nimmt Menschen mit Behinderung als selbstverständlichen Teil unserer Gesellschaft in den Blick. 60 Millionen Euro haben wir zur Umsetzung von Wohnprojekten für Menschen mit Behinderungen innerhalb der Einkommensgrenzen der sozialen Wohnraumförderung reserviert.

Aber es geht in der Wohnungsbauförderung nicht nur um Wohneigentum. Mietwohnungen sind die Alternative. Deshalb brauchen wir bezahlbare Mietwohnungen und Mieteinfamilienhäuser. Mit diesem Haustyp, in dem man zur Miete wie im Eigenheim lebt, haben wir schon vielen einkommensschwächeren Haushalten die Chance eröffnet, mit Kindern in einem Haus mit Garten zu leben.

Das Land unterstützt Bauherren und Investoren mit günstigen Darlehenskonditionen, wenn sie Mietwohnungen oder Einfamilienhäuser für Haushalte mit Kindern bauen. Das können auch Reihenhäuser mit kleinen Gärten und Spielplatz sein – die Hauptsache ist, dass diese Häuser an Haushalte mit mindestens einem Kind vermietet werden.

Im August konnten wir die Förderkonditionen für die Mietwohnraumförderung allgemein, aber auch für die Mieteinfamilienhäuser durch eine Reihe von Einzelmaßnahmen verbessern und an die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen. In den Gemeinden mit einem hohen Mietpreisniveau erhalten Investoren jetzt ein höheres Darlehen. Mieteinfamilienhäuser erhalten nochmals einen Zusatzbetrag, um den im Verhältnis zum Geschosswohnungsbau stärker ins Gewicht fallenden Grundstückspreis zu berücksichtigen.

Das Entscheidende an all unseren Förderangeboten ist: Sie bringen Bewegung in die Themen. Ideen werden umgesetzt, aber nicht von Staat, sondern von privaten Eigentümern, Investoren oder der Wohnungswirtschaft. Mit staatlicher Unterstützung durch zinsgünstige Darlehen, aber auf der Basis privater Konzepte entsteht Wohnraum nach dem Prinzip „Mehr Selbstverantwortung – weniger Staat“.

Unsere Botschaft „Sie bauen, wir fördern“ ist nicht nur ein Slogan: Die Wohnraumförderung in NRW ist vorbildlich. Im Wohnraumförderungsprogramm 2007 stehen 900 Millionen Euro als zinsgünstige Darlehen bereit. Ein Wohnraumförderungsprogramm dieses Kalibers existiert in keinem anderen Bundesland.

Günter Kozlowski
Staatssekretär im Ministerium für Bauen und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen

zurück     oben     drucken
Seite teilen

Zum Seitenanfang


Fusszeile

Copyright 2019 Verband Wohneigentum e.V. | Datenschutzerklärung | Haftungshinweise

Zum Seitenanfang