Präsidium neu gewähltHans Rauch steht künftig dem Verband vor

1. Dezember 2007
Auf der internen Delegiertenversammlung des Verbands Wohneigentum fanden am Nachmittag des 13. Oktober 2007 in Düsseldorf turnusgemäß Wahlen statt. Vier von sieben Präsidiumsmitgliedern, einschließlich Alfons Löseke als langjähriger Präsident, stellten sich aus Alters- oder sonstigen Gründen nicht mehr zur Wahl. Geeignete Kandidaten wurden schon in Vorbereitung der Sitzung in den 16 Landesverbänden gesucht. So traten schließlich in der ehrenamtlichen Arbeit erfahrene Kandidaten an.

Hans Rauch neuer Präsident
Alt-Präsident Alfons Löseke gratuliert seinem Nachfolger Hans Rauch   © (c) FuG

Mit Hans Rauch wurde ein neuer Präsident gewählt, der den Verband kennt wie seine Westentasche. Seit bereits 16 Jahren Mitglied des Präsidiums und ebenso lang Vorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg, kennt er die Arbeit auf Bundesebene genauso wie die Sorgen und Bedürfnisse der Landesebene bis hin zu den Siedlergemeinschaften. So wurde er von den 110 Delegierten schließlich einstimmig gewählt. Für diesen großen Vertrauensbeweis dankte Rauch und versprach engagierten Einsatz im neuen Amt: „Ich arbeite gern für den Verband und für die Anliegen der Eigenheimer und Häuslebauer.“ Alt-Präsident Alfons Löseke steckte seinem Nachfolger umgehend die Große Goldene Ehrennadel ans Revers. Es ist die erste neugestaltete Nadel, die nach der Umbenennung des Deutschen Siedlerbunds vor zwei Jahren in Verband Wohneigentum vergeben wurde.

Präsidium neu formiert
Von der alten Mannschaft kandidierten nur Manfred Jost (Saarland) und Peter Wegner (Niedersachsen), denn außer Alfons Löseke (NRW/Westfalen-Lippe) traten auch der ehemalige 1. Vizepräsident Otto Benner (Bayern), Karl-Heinz Liebold (Sachsen) und Bundesschatzmeisterin Elke Siebenbaum (Schleswig-Holstein) nicht mehr an. Von den zwei zur Wiederwahl stehenden und weiteren fünf neuen Kandidaten, die teils von den Landesverbänden vorgeschlagen, teils vom Präsidium empfohlen oder auch aus der Mitte der Delegierten am Wahltag benannt wurden, wurden Siegfried Berger (Brandenburg), Dr. Heinz Engelhaupt als Bundesschatzmeister (Schleswig-Holstein), Manfred Jost (Saarland), Siegmund Schauer als 1. Vizepräsident (Bayern), Wolfgang Szubin (NRW/Westfalen-Lippe) und Peter Wegner als 2. Vizepräsident in geheimer Abstimmung gewählt. Die besonderen Vize-Ämter und das Amt des Schatzmeisters vergab allerdings nach der Wahl der Bundesvorstand, der zu diesem Zweck noch kurz nach der Delegiertenversammlung zusammentrat.

Satzungsänderung und Revisorenwahl
Vor den Wahlen wurde die Satzung in einigen Punkten geändert. Unterstützt durch die souveräne Sitzungsleitung von Michael Schiller beschlossen die Delegierten einstimmig, den Bundesverbandstag alle drei Jahre zu veranstalten, statt wie bisher alle zwei Jahre. Entsprechend wurden die Wahlperioden angepasst. Das Präsidium ist nicht mehr für vier, sondern nur noch für drei Jahre gewählt. Ebenso wurde die Amtszeit der Revisoren geändert und zwecks Umsetzung traten alle drei Revisoren auf diesem Verbandstag zur Neuwahl an. Bestätigt für weitere drei Jahre wurden alle bisherigen Rechnungsprüfer Christa Wirtz, Günther Limmer und Axel Roth.

Eine weitere Satzungsanpassung betrifft die Ausrichtung der Arbeit des Verbands. Der Aspekt der Verbraucherinformation und -beratung durch den Verband Wohneigentum wurde stärker herausgearbeitet als bisher. Kerngebiet des Verbandes ist die Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums, das heißt Unterstützung derjenigen Bürger, die Wohneigentum anstreben oder besitzen und es gestalten und erhalten wollen. Dies wird durch Informieren der Öffentlichkeit und Beraten der Mitglieder sowie durch den Einsatz gegenüber politischen Entscheidungsträgern, Behörden und Wirtschaftsunternehmen zugunsten der Rahmenbedingungen für selbstnutzende Wohneigentümer wahrgenommen. Die Wurzel des Verbands als Selbsthilfeverein entspricht seit jeher dem Gedanken des Konsumenten-, hier des Siedlerschutzes. Durch die zeitgemäße Anpassung des Verbandszwecks soll klarer werden als bisher, dass der Verband als Verbraucherschutzverband agiert. In der Politik wird der Eigenheimer und Wohneigentümer immer noch zuwenig als Verbraucher wahrgenommen. Auch deshalb ist die Darstellung des Verbands als Vertreter der Verbraucher wichtig.

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