Das wars!Abschied nach 35 Jahren

1. Februar 2008
Nach 35jähriger Tätigkeit für die Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft und ihren Vorgänger-Verlag "Der Siedler" sowie dem beinah ebenso langen Einsatz für den Deutschen Siedlerbund und den Verband Wohneigentum verabschiede ich mich in den Ruhestand.

Manfred Rosenthal
Manfred Rosenthal, ehem. Geschäftsführer der Familienheim und Garten Verlags-GmbH und Bundesgeschäftsführer des Verbands Wohneigentum e.V.  
Als ich im Jahre 1972 meinen Dienst antrat, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich hier sozusagen meine Lebensaufgabe gefunden habe. Aber – von den Lesern oftmals kaum zu bemerken – hat sich in dieser Zeit beim Verlag und unserer Mitgliederzeitschrift vieles getan. Die Druckauflage hat sich, entsprechend dem Mitgliederzuwachs des Verbandes, von seinerzeit etwa 220.000 auf derzeit fast 380.000 Exemplare erhöht. Viele Tätigkeiten, die früher noch außer Haus erledigt wurden, gehören inzwischen zu den eigenen Aufgaben.

Das heißt, die Zeitschrift wird komplett im eigenen Haus erstellt, bevor es zum Druck und zum Versand geht. „Familienheim und Garten“ ist, anders als der Vorgänger „Der Siedler“, längst farbig. Der Umfang unserer Verbandszeitschrift hat inzwischen den Standard von 40 Seiten erreicht und ist auf dem Weg zu 48 Seiten. Unsere Autoren schreiben zum Teil ausschließlich für „Familienheim und Garten“. Alle diese Verbesserungen wurden aus einem nahezu gleichbleibenden geringen Anteil des an den Bundesverband fließenden Mitgliedsbeitrages erreicht. An dieser positiven Entwicklung maßgeblich mitzuwirken hat Freude bereitet und auch jeglichen Gedanken an eine weitere berufliche Veränderung für mich überflüssig gemacht.

Es gibt aber noch etwas, das wichtig war und wofür ich dankbar bin. In den vergangenen 35 Jahren habe ich viele interessante und nette Menschen kennengelernt. Ich habe die Präsidenten Gerhard Herber, Fritz Eckert, Albert Demtröder, Eckart Naumann und Alfons Löseke erlebt. Mit unserem jetzigen Präsidenten Hans Rauch bin ich aufgrund seiner vielfältigen Tätigkeiten in unserem Verband bereits seit etwa 25 Jahren verbunden. Aus dem Kreis des Bundesvorstandes darf ich beispielhaft zwei Namen nennen. Einmal die unvergessene Frau König und zum anderen Herrn Meyer-Bettyn, mit dem ich mich auch heute noch gelegentlich austausche.

Als Begleiter der Bundesbewertungskommission wurde ich bei den Bereisungen im Rahmen des Bundeswettbewerbes oftmals in Siedlergemeinschaften wie ein alter Bekannter begrüßt. Hier erlebte ich hautnah, was der Begriff „Siedlerfamilie“ ausdrückt.
Zu den Personen, die mein Leben bereichert haben, zählen auch meine unmittelbaren Kolleginnen und Kollegen in Verband und Verlag. Der Vorsatz, auch im Alter noch lernbereit zu bleiben, hat mich innerlich jung erhalten. Und er hat mich befähigt, auch heute noch von jüngeren Kolleginnen und Kollegen lernen zu können.

Wichtig waren mir zudem die Kolleginnen und Kollegen in den Geschäftsstellen der Landesverbände. Auch hier besteht eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die meisten kenne ich persönlich recht gut. Axel Ackermann, Geschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg, hat kürzlich in einem Schreiben an mich ausgedrückt, wie auch ich dies empfinde: „Für mich bist Du vom Arbeitskollegen zum Freund und Vertrauten in all den Jahrzehnten geworden.“

Der geneigte Leser wird erkennen, dass mir die Tätigkeit für die Leser dieser Zeitschrift und die Mitglieder des Verbandes keine unangenehme Last, sondern interessante und gern übernommene Aufgabe war. Er wird sicherlich verstehen, dass mir der Abschied nicht leicht fällt. Aber dennoch wird es nunmehr Zeit, dass ich mich verabschiede, zumal ich mich bereits in der „Nachspielzeit“ befinde. Hilfreich ist für mich dabei die Tatsache, dass ich die Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft beim Verband Wohneigentum in der Person von Petra Uertz und bei der Verlagsgesellschaft bei Gerd Böker als meine Nachfolger in guten Händen weiß. Unterstützt werden beide von fähigen und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ich bin sicher, dass alle Beteiligten in den Gremien des Verbands und des Verlages und Sie als Leser dieser Zeitschrift sie auch weiterhin mit Ihrem Vertrauen, Ihrem Verständnis und positiver Kritik stärken werden.

Manfred Rosenthal

Zur offiziellen Verabschiedung Manfred Rosenthals lesen Sie hier: Stabwechsel in den Geschäftsstellen