Die Kriterien des BundeswettbewerbsKlimaschutz, Energieeffizienz und bürgerschaftliches Engagement stehen im Mittelpunkt.

1. September 2008



Wichtig: das Miteinander der Generationen  
Mit dem Titel des Bundeswettbewerbs 2009 „Wohneigentum – heute für morgen. Energieeffizienz – Klimaschutz – bürgerschaftliches Engagement“ und der Einführung eines neuen Bewertungskatalogs trägt der Verband den politischen wie gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und dem Miteinander der Generationen Rechnung. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Die wichtigsten Kriterien
Ausgezeichnet werden Gemeinschaften, die nach folgenden Hauptkriterien des Bundeswettbewerbs 2009 punkten können:


Energieeffizienz – die große Herausforderung
Klimaschutz ist auch im Verband Wohneigentum ein wichtiges Thema. Da viele Eigenheime bzw. Siedlungen vor dem Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung von 1977 entstanden, sind hier oft umfassende energetische Modernisierungen notwendig. Die Bundesbewertungskommission wird daher die vorhandenen Energiekonzepte inspizieren und die Umsetzung energetisch intelligenter, klimaschützender Maßnahmen bewerten. Der Bundeswettbewerb kann also auch als eine Art „Zwischenbilanz“ verstanden werden, die den momentanen Stand der durchgeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz beleuchtet. Dies erlaubt Rückschlüsse auf die gegenwärtige Situation in deutschen Eigenheimen bzw. zeigt auf, wo die Anstrengungen noch verstärkt werden müssen. Außerdem kann von bereits umfassend modernisierten Siedlungen eine Vorbildfunktion ausgehen, die anderen Hauseigentümern zum Beispiel dient.

Des Weiteren begutachtet die Jury Gärten und Grünanlagen, wobei der Erhalt von ökologischer Vielfalt und Artenreichtum besonders berücksichtigt wird. Im Hinblick auf den Klima- bzw. Umweltschutz sind hier z. B. eine wasserdurchlässige Befestigung von Wegen, Dach- und Fassadenbegrünungen, die Nutzung von Regenwasser und ähnliches relevant.

Ferner blickt die Bewertungskommission auf die Zusammenarbeit der teilnehmenden Gemeinschaften mit den Kommunen: Wie sieht es mit der Erschließung der Siedlungen aus? Ist eine funktionierende Infrastruktur vorhanden, d.h. gibt es kurze Wege zu Schulen, Geschäften und Institutionen wie Post, Bank etc.? Da eine gute Infrastruktur häufige Fahrten mit dem eigenen Auto unnötig macht, geht dieser Punkt natürlich auch mit dem Aspekt des Klimaschutzes einher.


Soziales spielt eine große Rolle
Wesentliche Kriterien in der Bewertung der Eigenheimergemeinschaften sind auch ein funktionierendes Gemeinschaftsleben und die Anpassung des Wohneigentums an die demographische Entwicklung. Das Stichwort heißt hier Barrierefreiheit, die eine langfristige Nutzung des Wohneigentums durch ältere Bewohner ermöglichen soll. In Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung wird auch das bürgerschaftliche Engagement der Gemeinschaften beleuchtet. Vor allem soll das Prinzip „Jung für Alt, Alt für Jung“ auf seine Umsetzung in der Praxis überprüft werden. Gibt es z.B. eine privat organisierte Jugend- oder Altenbetreuung? Werden Aktionen zur Integration ausländischer Mitbürger durchgeführt? Unterstützt die Gemeinschaft junge Familien oder arbeitslose Mitglieder? Kurz: Der gelebte Gemeinschaftssinn, ungeachtet Alter, Herkunft oder sozialer Status, soll belohnt werden.

Zusammenfassend prämiert der Wettbewerb also Eigenheimergemeinschaften, die – ganz im Sinne eines „best practices“-Leitbildes – Modellcharakter in den Bereichen Energieeffizienz, Klimaschutz und bürgerschaftliches Engagement haben und anderen Hauseigentümer als Anregungen dienen können.