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Bundeswettbewerb 2009Die Schirmherrschaft übernimmt Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee

Bonn, 4. September 2008. Mit dem Titel „Wohneigentum – heute für morgen. Energieeffizienz – Klimaschutz – bürgerschaftliches Engagement“ startet der 24. Bundeswettbewerb des Verbands Wohneigentum e.V. Zahlreiche Siedlungen gehen ins Rennen, um ihre Leistungen in Haus, Garten und Gemeinschaft zu präsentieren. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange: Ausschreibungsunterlagen können angefordert werden und die Mitglieder der Bundesbewertungskommission stehen fest.

Alle vier Jahre findet der Bundeswettbewerb des Verbands Wohneigentum statt. Zum ersten Mal wurde er 1953 ausgelobt – zu dieser Zeit hieß der Verband noch „Deutscher Siedlerbund“. Beim Wettbewerb 2009 stehen die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und bürgerschaftliches Engagement im Mittelpunkt. Mit dem Titel „Wohneigentum – heute für morgen“ und der Einführung eines neuen Bewertungskatalogs trägt der Verband den politischen wie gesellschaftlichen Forderungen nach mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und dem Miteinander der Generationen Rechnung.

Die wichtigsten Kriterien des Bundeswettbewerbs

Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, hat eine sechsköpfige Bewertungskommission mit Experten aus allen Bereichen rund um das Wohneigentum berufen. Unter dem Vorsitz von Ministerialrat Jost Schulze, Referatsleiter für Stadtentwicklung im Sächsischen Staatsministerium des Innern, folgt die Jury strengen Vorgaben. Ausgezeichnet werden Gemeinschaften, die nach folgenden Hauptkriterien punkten können:

  • energieeffizienter und flächensparender Städtebau,

  • energieeffizientes und barrierefreies Wohneigentum,

  • Klimaschutz und Ökologie,

  • bürgerschaftliches Engagement sowie

  • Ökonomie des Wohneigentums.

Energieeffizienz – die große Herausforderung

Klimaschutz ist auch im Verband Wohneigentum ein wichtiges Thema. Da viele Eigenheime bzw. Siedlungen vor dem Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung von 1977 entstanden, sind hier oft umfassende energetische Modernisierungen notwendig. Die Bewertungskommission wird daher die vorhandenen Energiekonzepte inspizieren und die Umsetzung energetisch intelligenter, klimaschützender Maßnahmen bewerten. Der Bundeswettbewerb kann also auch als eine Art „Zwischenbilanz“ verstanden werden, die den momentanen Stand der durchgeführten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz beleuchtet. Dies erlaubt Rückschlüsse auf die gegenwärtige Situation in deutschen Eigenheimen bzw. zeigt auf, wo die Anstrengungen noch verstärkt werden müssen. Außerdem kann von bereits umfassend modernisierten Siedlungen eine Vorbildfunktion ausgehen, die anderen Hauseigentümern zum Beispiel dient.
Des Weiteren begutachtet die Jury Gärten und Grünanlagen, wobei der Erhalt von ökologischer Vielfalt und Artenreichtum besonders berücksichtigt wird.

Der soziale Aspekt spielt eine große Rolle

Ferner blickt die Bewertungskommission auf die Zusammenarbeit der teilnehmenden Gemeinschaften mit den Kommunen: Wie sieht es mit der Erschließung der Siedlungen aus? Ist eine funktionierende Infrastruktur vorhanden, d.h. gibt es kurze Wege zu Schulen, Geschäften und Institutionen wie Post, Bank etc.? Da eine gute Infrastruktur häufige Fahrten mit dem eigenen Auto unnötig macht, geht dieser Punkt natürlich auch mit dem Aspekt des Klimaschutzes einher.

Ebenso wichtig sind der Jury aber auch ein funktionierendes Gemeinschaftsleben und die Anpassung des Wohneigentums an die demographische Entwicklung. Das Stichwort heißt hier Barrierefreiheit, die eine langfristige Nutzung des Wohneigentums durch ältere Bewohner ermöglichen soll. In Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung wird auch das bürgerschaftliche Engagement der Gemeinschaften beleuchtet. Vor allem soll das Prinzip „Jung für Alt, Alt für Jung“ auf seine Umsetzung in der Praxis überprüft werden. Gibt es z. B. eine privat organisierte Jugend- oder Altenbetreuung? Werden Aktionen zur Integration ausländischer Mitbürger durchgeführt? Unterstützt die Gemeinschaft junge Familien oder arbeitslose Mitglieder? Kurz: Der gelebte Gemeinschaftssinn, ungeachtet von Alter, Herkunft oder sozialem Status, soll belohnt werden.

Zusammenfassend prämiert der Wettbewerb also Eigenheimergemeinschaften, die – ganz im Sinne eines „best practices“-Leitbildes – Modellcharakter in den Bereichen Energieeffizienz, Klimaschutz und bürgerschaftliches Engagement haben und anderen Hauseigentümern als Anregungen dienen können.

Die ausführlichen Bewerbungsunterlagen für den Bundeswettbewerb „Wohneigentum – heute für morgen“ können im Kapitel

und auf der Webseite des Ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,www.bmvbs.de www.bmvbs.de , heruntergeladen werden.
Bewerbungsschluss für die Teilnahme interessierter Gemeinschaften ist der 30. November 2008. Die Sieger werden am 27. November 2009 in Berlin gekürt.

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