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Investitionspaket stärkt selbstgenutztes WohneigentumVerband Wohneigentum e.V. begrüßt Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms

Bonn, 10. November 2008. Die Themen Energieeffizienz und energetische Gebäudemodernisierung beschäftigen Deutschlands Eigenheimer sehr. Fakt ist, dass eine Minimierung des CO2-Ausstoßes notwendig ist und die Politik in dieser Hinsicht ehrgeizige Pläne verfolgt. Der Verband Wohneigentum e.V. mit über 350.000 Mitgliedsfamilien der bundesweit größte Verband für selbstnutzende Wohneigentümer begrüßt daher ausdrücklich die von der Bundesregierung beschlossene Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms um zusätzliche drei Milliarden Euro.

Um die im Investitionspaket beschlossene Aufstockung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms erfolgreich in der Praxis umzusetzen, fordert der Verband Wohneigentum Folgendes:

  • Erhöhung von Finanzmitteln zur Förderung der Bau- und Energieberatung für selbstnutzende Wohneigentümer,

  • Unterstützung einer neutralen Beratung durch Fachleute der Verbraucherschutzverbände wie dem Verband Wohneigentum e.V. und dem Bauherren-Schutzbund e.V.,

  • mehr Zuschuss-Modelle, um attraktive Anreize zu schaffen, denn: kreditbasierte und komplizierte Förderprogramme hemmen Investitionen in energetische Bestandsmodernisierung.

Ein begrüßenswertes Signal für Wohneigentümer und Baubranche

Mit ihrer Entscheidung, das 2007 beschlossene CO2-Gebäudesanierungsprogramm zur energetischen Sanierung von Gebäuden im Bestand um 3 Milliarden Euro aufzustocken, hat die Bundesregierung einen wichtigen Schritt in Richtung ihres Zieles, Treibhausemissionen zu senken, getan. Auch die Bauwirtschaft und baunahe Branchen wie Handwerker, Architekten und Energieberater profitieren davon. Schätzungen zufolge beläuft sich das gesamte auf Klimawandel und Umweltpolitik zurückzuführende Baupotenzial bis zum Jahr 2030 auf bis zu 340 Milliarden Euro. Der größte Teil dürfte dabei auf die Sanierung des Wohnungsbestandes entfallen.

„Die Anhebung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms um 3 Milliarden Euro ist eine Motivation für Wohneigentümer, in die energetische Sanierung zu investieren. Außerdem profitiert neben der Baubranche auch die gesamte deutsche Konjunktur davon“, betont Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum.

Qualifizierte Beratungsangebote flächendeckend anbieten

Prinzipiell besteht in Deutschland die Bereitschaft, dem CO2-Ausstoß durch Sanierungsmaßnahmen im Wohnbestand entgegenzuwirken. Doch vor der Umsetzung muss eine qualifizierte Beratung stehen: 2008 führte der Verband Wohneigentum gemeinsam mit dem Bauherren-Schutzbund, Berlin, und dem Institut für Bauforschung, Hannover, eine Umfrage unter dem Titel „Energiesparen – Energieberatung – energetische Gebäudemodernisierung“ durch, deren Auswertung seit Oktober vorliegt.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Aufklärung über den energetischen Zustand des Hauses und die möglichen Maßnahmen besonders wichtig sind. Dazu gehören auch eine neutrale Berechnung der Amortisation und Unterstützung bei der Durchführung. Mit dem Netz der Bau- und Energieberater des Bauherren-Schutzbundes, der mit dem Verband Wohneigentum kooperiert, stehen fachlich ausgewiesene, neutrale Ratgeber zur Verfügung. „Durch verstärkte Förderung der Beratungsleistungen könnte die Sanierungsquote beim Wohneigentum zusätzlich erhöht werden“, so Manfred Jost, Präsidiumsmitglied im Verband Wohneigentum (Bundesverband) und Landesvorsitzender Saarland.

Sanierungswillen auch durch unbürokratische Zuschuss-Modelle stärken

Die Umfrage stellte ebenfalls fest, dass – trotz aller Bereitschaft zur Sanierung – bei selbstnutzenden Wohneigentümern Hemmnisse bezüglich Investitionen in die energetische Modernisierung des Bestands vorliegen. Die Gründe sind häufig finanzieller Art. Diejenigen, die den Aufwand einer Sanierung auf sich nehmen, finanzieren den Großteil durch Erspartes und scheuen Darlehen. „Um hier Aversionen abzubauen und einen Wandel in der energetischen Gebäudesanierung zu erreichen, müssen die Förderprogramme mehr auf Zuschüsse und weniger auf – die momentan vorherrschenden – komplizierten Kreditmodelle setzen“, fordert Jost.

Die Aufstockung um drei Milliarden darf nur der Anfang sein

Das beschlossene Investitionsprogramm ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einer verstärkten energetischen Gebäudesanierung mit dem Ziel, Emissionen drastisch zu senken, ohne dabei die selbstnutzenden Wohneigentümer über Gebühr zu belasten. Des Weiteren kann mit diesem Programm möglichen negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf die Beschäftigungssituation im Baugewerbe wirksam entgegengewirkt werden.

Die nächsten Schritte müssen nun sein: eine rasche Umsetzung durch ein Netz unabhängiger Beratungsstellen, die Einführung von mehr Förderzuschüssen anstelle der noch vorherrschenden Kreditmodelle und damit zusammenhängend eine Vereinfachung des Förderdschungels. Nur so kann sichergestellt werden, dass die im Investitionspaket beschlossenen Maßnahmen nicht ergebnislos bleiben.

V.i.S.d.P. Petra Uertz, Verband Wohneigentum e.V.

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