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Bundeswettbewerb: 20 Teilnehmer, 20 SiegerDie Bereisung zum Bundeswettbewerb „Wohneigentum – heute für morgen“

1. August 2009

Bei vielen Gemeinschaftsvorständen und Eigenheim-Besitzern war die Aufregung groß, als die Bewertungskommission im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Wohneigentum – heute für morgen“ 20 Gemeinschaften im gesamten Bundesgebiet besichtigte. Ist alles ordentlich? Fenster geputzt? Rasen gemäht? Dabei kam es weniger darauf an, dass sich alle Siedlungen im „Sonntagskleid“ präsentierten. Vielmehr wollte die Jury sehen, ob die ökologischen, ökonomischen und sozialen Konzepte der Gemeinschaften alltagstauglich sind und Vorbildcharakter haben.

Zwölf Tage lang, vom 9. bis zum 20 Juni, bereiste die Bundesbewertungskommission die qualifizierten Eigenheimergemeinschaften in 16 Bundesländern. Und so unterschiedlich die einzelnen Beiträge auch waren, in einem waren sie doch gleich: Jede Gemeinschaft hatte sich sehr viel Mühe gegeben! Überall wurden der Jury-Vorsitzende Jost Schulze sowie seine sechs Kollegen mit großer Freundlichkeit empfangen.

Trotz aller Herzlichkeit ließen sich die Mitglieder der Bewertungskommission aber nicht von ihrer eigentlichen Mission abbringen. Schließlich ist der Bundeswettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) steht und auch aus Mitteln des BMVBS gefördert wird, von großer Wichtigkeit. Die Bedeutung des selbstgenutzten Eigentums für unsere Gesellschaft soll sowohl der Politik als auch der breiten Öffentlichkeit am praktischen Beispiel vor Augen geführt werden. Außerdem wird im Rahmen des Wettbewerbs überprüft, wie die Eigenheimergemeinschaften den Problematiken Klimaschutz, Energieeffizienz und demographischer Wandel begegnen. Als Vertreter des BMVBS konnte sich Jurymitglied Gerhard Eichhorn von den Entwicklungen bezüglich einer energieeffizienten und flächensparenden Siedlungsanlage überzeugen.


Strenger Fragenkatalog
Genau zwei Stunden hatte jede Eigenheimergemeinschaft, um sich zu präsentieren. Mithilfe eines streng ausgearbeiteten Fragenkatalogs lief die Jury durch die Siedlungen, besichtigte möglichst viele Grundstücke, Häuser sowie Gärten und prüfte die Eigenheimer auf Herz und Nieren. So achtete Manfred Jost, Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Verbands Wohneigentum Saarland e.V. auf die Umsetzung der Kriterien „energieeffizientes und barrierefreies Wohneigentum“. Sein Augenmerk galt z.B. der Frage, ob Solartechnik und Photovoltaik Anwendung finden. Wurde bei Bau und Anbauten auf die – energetisch sinnvolle – Einfachheit des Baukörpers geachtet? Wurde vorausschauend gebaut, sprich sind die Barrieren weitestgehend reduziert, sodass ältere oder motorisch eingeschränkte Personen bequem wohnen können?

Wichtig war auch, ob trotz moderner energetischer und baulicher Errungenschaften der städtebaulich besondere, ursprüngliche Siedlungscharakter erhalten ist. Genügt die städtebauliche Qualität selbst dem Aspekt Kimaschutz? Wie sieht es mit der Regenwasserrückhaltung aus? Wurde die Zahl der versiegelten Flächen möglichst gering gehalten? Dienen die Gärten durch entsprechende Anlage dem Kleinklima? Wird gemeinsam gewirtschaftet? Wie steht es um die Infrastruktur im Siedlungsgebiet? Gibt es Beispiele des Mehrgenerationen-Wohnens? Leistet die Gemeinschaft Hilfestellung bei Fragen zur Hausübernahme durch die Nachkommen?

Auch der Aspekt „Bürgerschaftliches Engagement“ wurde berücksichtigt. Für dessen Einschätzung war Siegfried Wirtz, Architekt und Stiftungsgründer der SCW-Stiftung (Stiftung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Wuppertal) zuständig. Er hinterfragte, ob es in den Gemeinschaften Projekte für Kinder, Jugendliche, berufstätige Mütter sowie die Integration von Ausländern gibt und ob das Prinzip „Jung für Alt, Alt für Jung“ funktioniert.

Die Fragen waren vielfältig, für jeden Aspekt gab es einen Experten in der Jury. Und auch die entgeisterte Saarländerin, der ein empörtes „Nur Männer?“ entfuhr, als sie einen Teil der Bewertungskommission zum ersten Mal sah, konnte beruhigt aufatmen. Mit Bundesgeschäftsführerin Petra Uertz gab es eine Frau in der Jury. Doch war ihr Urteil zum Thema „Ökonomie des Wohneigentums“ deshalb nicht weniger streng, als das ihrer männlichen Kollegen.

Starker Zusammenhalt
Bei allen Teilnehmern wurde während der Bereisung deutlich, dass der Bundeswettbewerb eine aufregende Sache für die Gemeinschaften ist und die Vorbereitung darauf den Zusammenhalt stärkt.

Warum sich ausgerechnet diese 20 Siedlungen qualifiziert hatten, war bei den Besichtigungen recht schnell klar: Überall war die Freude am Wohneigentum, die Liebe zu Haus, Garten und Gemeinschaft spürbar. Und dieser Funke der Begeisterung sprang dann auch auf die Kommission über. Wenn beispielsweise Jurymitglied Martin Breitbach, der als Bundesgartenfachberater für das Thema „Klimaschutz und Ökologie“ zuständig war, voller Enthusiasmus einen ungeplanten Obstbaum-Schnittkurs abhielt, umgab ihn stets eine faszinierte Gruppe.

Und in einem weiteren Punkt waren sich die Teilnehmer einig: Am liebsten hätten sie sofort erfahren, wie sie in der Gesamtwertung abgeschnitten haben. Dementsprechend vielfältig waren die Tricks, dem Jury-Vorsitzenden Jost Schulze einen kleinen Hinweis zur Platzierung zu entlocken. Doch seine Antwort war stets die gleiche: Die Ergebnisse werden auf der Siegerehrung am 27. November in Berlin bekanntgegeben. Eines steht aber schon jetzt fest: Sieger sind alle 20 Teilnehmer. Denn allein die Qualifikation, um beim Wettbewerb „Wohneigentum – heute für morgen“ das eigene Bundesland vertreten zu dürfen, zeichnet die teilnehmenden Eigenheimergemeinschaften als besonders aus.

Kh

Kleiner Vorgeschmack
Die Sieger stellen wir Ihnen im Januar vor. Als kleinen Vorgeschmack lesen Sie schon jetzt einen Bericht von Jurymitglied und Bundesgartenfachberater Martin Breidbach auf der Webseite von Familienheim und Garten Erfahrungen von der Bereisung 2009




Impressionen aus den 20 teilnehmenden Eigenheimergemeinschaften sehen Sie hier:

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