Patenschaft am Beispiel Sachsen-AnhaltBericht eines „Patenkindes“

6. November 2009



Gründung in Aschersleben
Gründung am 13. Juli 1991 in Aschersleben.
Von links: Eberhard Hoppe, Salzwedel; Norbert Unruh Halle/Saale; Dr. Karl Ahrens, Mitglied des Präsidiums des Deutschen Siedlerbundes und Landesvorsitzender Niedersachsen; Christa Müller, Halle/Saale, Manfred Rönnicke, Zschornewitz; Horst Zumüller, Niedersachsen; Rolf Bastel, Magdeburg  
Als im November 1989 durch die Ereignisse in der DDR die Mauer doch fiel, erkundeten viele Eigenheimer den westlichen Teil Deutschlands und staunten, wie weit die Siedlungen von unseren abwichen. Der VKSK verlor nach der Wende seine Existenzberechtigung und einige Funktionäre versuchten, über einen neu gegründeten Verband, „Verband der Garten- und Siedlerfreunde“ (VGS), ihre Existenz in der „Noch-DRR“ zu festigen. Dies funktionierte jedoch nicht.


Der Deutsche Siedlerbund, Landesverband Niedersachsen, vertreten durch unsere Freunde Horst Zumüller aus Celle sowie den damaligen Geschäftsführer Gerhard Volberg, nahm sofort nach dem Mauerfall Kontakt zu Siedlergemeinschaften in Sachsen-Anhalt auf. Es gab eine freundschaftliche Nähe und in vielen Fällen auch Übereinstimmungen in der Denk- und Handlungsweise.

Zwischen den Gemeinschaften aus der DDR und Niedersachsen kam es spontan zu vielen Kontakten. War früher in der DDR Staatsnähe bestimmend, so konnten sich die Gemeinschaften jetzt individuell entfalten und ein offenes und vertrauensvolles Gemeinschaftsleben entwickeln. Wir, als zukünftige Sachsen-Anhaltiner, bekamen ein völlig neues demokratisches Gesichtsfeld, in dem das Eigenheim wieder eine große Bedeutung erlangte.

Noch im Jahre 1989 wurde ein zentrales Komitee gebildet, das sich für den Aufbau eines eigenständigen Landesverbandes der Siedler und Eigenheimer einsetzte. Dabei wurden umfangreiche Hilfe und Unterstützung durch den Deutschen Siedlerbund, Landesverband Niedersachsen gewährt.


Durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler engagierter Eigenheimer gelang es, den Deutschen Siedlerbund, Landesverband Sachsen-Anhalt am 13. Juli 1991 im Vereinsheim der Winninger-Siedlung in Aschersleben zu gründen. Als Gründungsväter kann man den damaligen Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen, Dr. Karl Ahrens, seinen Stellvertreter, Horst Zumüller, und den ehemaligen Geschäftsführer Gerhard Volberg nennen. Vertreter aus 13 Siedlergemeinschaften Sachsen-Anhalts beteiligten sich an der Neugründung und wählten ihren Landesvorstand, der die notwendigen Arbeiten zur Registrierung erledigte.

Der Höhepunkt war im Oktober 1991 die Aufnahme des Landesverbandes Sachsen-Anhalt in den damaligen Bundesverband Deutscher Siedlerbund. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 755 Familien in unserem Verband organisiert.

Heute, nach 20 Jahren erfolgreicher Arbeit, wünschen wir unserem Verband eine weitere gedeihliche Zukunft innerhalb des Verbandes Wohneigentum e.V. in der Bundesrepublik Deutschland.

Norbert Unruh
Vorsitzender des Landesverbands Sachsen-Anhalt