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Modell-Haus in HamburgVelux-Vorzeigeprojekt in der Siedlergemeinschaft Finkenriek

Mitten in der Siedlergemeinschaft Finkenriek e.V. (Hamburg-Wilhelmsburg) plant die Firma VELUX ein einzigartiges Projekt: Unter dem Namen „Model Home 2020“ will der weltweit größte Dachfenster-Hersteller eine Doppelhaushälfte sanieren. Das Ergebnis soll ein Haus mit Vorbildcharakter sein – inklusive optimiertem Energiekonzept und höchster Wohnqualität.

Vor der Sanierung

Die Doppelhaushälfte im Katenweg 41 vor der Sanierung. © Velux / Adam Mørk

Das Doppelhaus im Katenweg 41 ist ein ganz normales Siedlerhaus: 1954 entstanden, verfügt es über rund 96 m2 Wohnfläche auf einem 1.120 qm großen Grundstück. Es besteht aus einem Vollgeschoss, ist teilunterkellert und besitzt viele kleine Räume. Das Dach wurde zuletzt 1977 neu gedeckt, die Fassadendämmung stammt aus dem Jahr 1987 und 1995 wurde eine Ölzentralheizung eingebaut. Eben ein zwar modernisierungsbedürftiges, aber trotzdem ganz normales Haus. Noch. Denn schon bald soll aus der einen Haushälfte ein wahres Vorzeigeobjekt werden.

Bis Herbst 2010 will der neue Eigentümer der einen Doppelhaus-Hälfte, der Dachfenster-Hersteller VELUX, seinen Teil des Gebäudes so sanieren, dass es nicht nur eine optimale Energiebilanz vorweisen kann, sondern auch höchste Wohnqualität bietet. „Nachhaltiges, klimaneutrales Bauen und Wohnen ist die aktuell größte Herausforderung für die Bau- und Immobilienbranche. Bei der Umsetzung energieeffizienter Bauprojekte sollte jedoch der Mensch mit seinem emotionalen Bedürfnis nach einem Zuhause, in dem er sich rundum wohl fühlt, häufiger im Fokus stehen.“, begründet VELUX seine Vorgehensweise.

Wohlfühl-Haus

Daher berücksichtigt das Modernisierungskonzept Wohlfühl-Faktoren wie ein angenehmes Raumklima und die optimale Nutzung des Tageslichts. Doch trotz dieses ehrgeizigen Anspruchs wird sich das für die Sanierung zur Verfügung stehende Budget in einem durchaus realistischen Rahmen bewegen. „Wir wollen Modernisierern, Handwerkern, Architekten und Planern an einem konkreten Fallbeispiel zeigen, wie ein integrierter Ansatz optimale Modernisierungsergebnisse liefert – im Sinne des Klimas und der Umwelt, aber auch im Sinne des zukünftigen Nutzers“, beschreibt Jesper F. Petersen, Geschäftsführer der VELUX Deutschland GmbH, die Motive des Dachfensterherstellers.

Vorbildcharakter

Europaweit umfasst das Projekt „Model Home 2020“ insgesamt sechs Bauvorhaben, bei denen VELUX gemeinsam mit wissenschaftlichen Experten neue Wege für das Wohnen und Arbeiten nach den höchsten Ansprüchen in den Bereichen Energieeffizienz und Lebensqualität sucht. Neben Objekten in Dänemark, Österreich, England und Frankreich ist das Haus in Hamburg-Wilhelmsburg nicht nur das einzige deutsche Modernisierungsprojekt, sondern auch das einzige, das sich der „Herausforderung Bestandsimmobilie“ stellt. „Auf diese Weise wird das sanierte Haus zweifachen Vorbildcharakter haben“, unterstreicht Maren Schoon, Geschäftsführerin des Verbands für Haus- und Wohneigentum Hamburg. Der Landesverband Hamburg unterstützt die Initiative des Dachfenster-Herstellers inmitten der Siedlergemeinschaft Finkenriek und hebt dessen Modellhaftigkeit hervor. „Die Modernisierung ist so konzipiert, dass andere sanierungswillige Hauseigentümer auch Segmente des Projektes übernehmen können“, so Schoon.

Kreatives Konzept

Die kreativen Impulse für das deutsche Modernisierungsvorhaben kamen von Studenten der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Im Rahmen eines geschlossenen Wettbewerbs erarbeiteten Architekturstudenten der TU Darmstadt zwischen Mai und August 2009 Entwürfe für die Umsetzung des VELUX Model Home 2020 in Deutschland. Die Fragestellung lautete: „Wie lassen sich zukunftweisende Architektur und hochwertige Materialien in idealer Weise zur Modernisierung alter Häuser einsetzen?“ Neben einer optimierten Energieeffizienz sollte auch ein hoher Nutzungskomfort für die Bewohner gewährleistet werden. Insgesamt wurden zwölf Entwürfe eingereicht.

Velux Haus

Der Siegerentwurf © Velux / Adam Mørk

Das Rennen in dem mit insgesamt 7.500 Euro dotierten Wettbewerb machte der Entwurf „… aus eigenem Anbau“ von Katharina Fey. „Neben dem hohen Wohnwert überzeugen die energetischen Kennwerte des Entwurfs. Eine CO2-neutrale Bauweise scheint machbar.“, begründete die Fach-Jury ihre Entscheidung. Weiter wurden der Einsatz zukunftsweisender Technologien und die Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten“ gelobt. Ein Beispiel hierfür sei die „Umgestaltung der alten unterkellerten Garage zum Saisonalspeicher“. Feys Plan beinhaltet einen lichtdurchfluteten Anbau, der die Wohnfläche von 95,8 qm auf 170 qm erhöht. Auf diesem Anbau wird eine Photovoltaikanlage installiert.

Spannendes Projekt

Basierend auf dem Entwurf der studentischen Arbeiten wurde die Konzeption für das deutsche Konzepthaus vorangetrieben. Begleitet wird das Vorhaben von dem VELUX-Kompetenzteam, bestehend aus Architektur- und Lichtplanungs-Experten wie Prof. Manfred Hegger, TU Darmstadt, und Lichtplaner Prof. Peter Andres, TU Düsseldorf.

Die Fertigstellung der Modernisierung ist für Herbst 2010 geplant. Danach wird das Haus für einige Monate Besichtigungen und Veranstaltungen offen stehen. Es folgt der Praxistest durch eine vierköpfige Familie, die das Haus beziehen und ihre Erfahrungen über einen längeren Zeitraum hinweg dokumentieren soll.

Kh


Die Redaktion von Familienheim und Garten wird dieses spannende Projekt weiter verfolgen und von Zeit zu Zeit auf der Internetseite des Verbandsmagazins über die Baufortschritte informieren. Schließlich wird auch das komplett sanierte Haus in der Zeitschrift vorgestellt.

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