Eigenverantwortung und wirtschaftliche VernunftImmobilienwirtschaftlicher Dialog

Vor Vertretern der Immobilienverbände, der Finanzierer und des Verbraucherschutzes zeigte sich Gastgeber Bundesbauminister Peter Ramsauer am 11. Mai in Berlin noch als Kämpfer gegen Zwang bei energetischer Aufrüstung der Bestandsimmobilien.

„Das ist mit mir nicht zu machen!“, beteuerte Ramsauer, flankiert von Leitungskräften des Bauministeriums. Der Bundesminister setzt auf die Eigenverantwortung der Eigentümer und auf deren Interesse an werterhaltenden Modernisierungsmaßnahmen an ihren Häusern. In der Konsequenz heißt dies: Motivieren durch finanzielle Förderung.

Von links: Oda Scheibelhuber,Abteilungsleiterin „Raumordnung, Stadtentwicklung, Wohnen“ im BMVBS und Beiratmitglied im Verband Wohneigentum, Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer, Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Adolf Völker, Leiter des Referats Wohnungseigentum, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (BMVBS).   © BMVBS

Wirtschaftlichkeit

Die notwendigen Investitionen der Wohneigentümer sind nur tragbar, wenn sie angemessen gefördert werden. Denn die Einsparung von Energiekosten ist in der Regel nicht so hoch, dass sich allein damit eine Maßnahme rechnerisch lohnt. Einig war sich die Fachrunde, zu der auch Bundestagsabgeordnete zählten, dass nicht nur die absolute Höhe wichtig ist, sondern womöglich noch wichtiger die Verstetigung und Planbarkeit. Förderung nach Kassenlage ist Gift für die Ziele Energieeffizienz und CO2-Einsparung.

Energiekosten sparen allein genügt als Motivation der Eigenheimer oft nicht. Überzeugend sind zusätzlich Effekte wie die Steigerung von Komfort, der Werterhalt und schließlich auch der Beitrag zum Klimaschutz. „Was tun?“, ist die Frage des willigen Eigentümers. Energie- und Bauberatung für selbstnutzende Wohneigentümer müssen im Förderkonzept ausgeweitet und eine feste Größe werden.

Ue