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10. Deutscher SeniorentagGauck und Merkel plädieren für ein aktives Alter

„JA zum Alter!“, so lautete das Motto beim 10. Deutschen Seniorentag in Hamburg, ausgerichtet von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Ein optimistisches Bekenntnis, das allerorten auf dem dreitägigen Kongress Anfang Mai spürbar war. „Es liegt in unserer Verantwortung, das längere Leben zu einem Gewinn für alle zu machen“, forderte Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Eröffnungsrede.

Die Menschen in Deutschland halten sich fit, leben länger und Senioren sind ein aktiver Teil der Gesellschaft. Daher richtete sich das Motto des Deutschen Seniorentags bewusst gegen den bestehenden Jugendwahn. „Pro-Aging statt Anti-Aging“, lautet die Devise von Professorin Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO). Dem schloss sich auch Bundespräsident Joachim Gauck in seiner Eröffnungsrede an. Für ihn bedeute „Ja zum Alter“ auch ein „‘Ja‘ zum eigenverantwortlich gestalteten Leben, und ‘Ja‘ zu den Veränderungen, die wir dafür als Einzelne und als Gesellschaft anstoßen müssen“.

Bundespräsident Joachim Gauck spricht zu den Besuchern des 10. Deutschen Seniorentags in Hamburg. © BAGSO/Frederika Hoffmann

Zumutbares zumuten

Für ein aktives Leben bis in Alter müssten Politik und Gesellschaft die Rahmenbedingungen schaffen. Beispielsweise sollte der Austritt aus dem Arbeitsleben flexibler gestaltet werden. „Ich wünsche mir, dass jene, die es wollen, länger im Beruf bleiben können – unter besseren Bedingungen täten das bestimmt heute schon viele“, so Gauck. „Niemandem soll Unzumutbares zugemutet werden. Aber das Zumutbare schon. Denn wir alle wissen doch, wir tun einander nichts Gutes, wenn wir von uns nichts erwarten, ich tue mir nichts Gutes, wenn ich von mir nichts erwarte.“ Dabei bezog sich Gauck aber nicht ausschließlich auf ein längeres Berufsleben.

Der Bundespräsident war sich aber durchaus bewusst, dass nicht alle Menschen bis ins hohe Alter gesund und glücklich sind. Daher appellierte an die Zuhörer, Anteil aneinander zu nehmen und das Miteinander stärker zu leben. „Warum teilen wir all die Tätigkeiten, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionieren würde, nicht besser zwischen den Generationen und Geschlechtern – die Sorge um Kinder oder ältere Angehörige, die Arbeit im Haushalt, das Engagement in der Nachbarschaft, in der Zivilgesellschaft und in Ehrenämtern?“

Ja zur Einmischung

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Prof. Ursula Lehr, BAGSO-Vorsitzende. © Verband Wohneigentum

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützte in ihrer Rede das „Ja zum Alter“. Im Gegensatz zum Bundespräsidenten machte sie jedoch deutlich, dass eine längere Lebensarbeitszeit in ihren Augen unumgänglich ist. „Ich bin sehr dafür, dass wir versuchen, Flexibilität in die verschiedenen Arbeits- und Altersgrenzen hineinzubringen. Aber wir kommen um einen Punkt nicht umhin – davon bin ich zumindest zutiefst überzeugt–, dass die Lebensarbeitszeit nicht kürzer werden kann, sondern graduell länger werden muss“. Anders sei das solidarische Umlageverfahren nicht zu halten. Sie sei sich jedoch auch im Klaren darüber, dass unsere heutige Arbeitswelt – vor allem für schwer körperlich arbeitende Menschen – noch nicht auf eine längere Lebensarbeitszeit vorbereitet sei.

Zum Schluss dankte die Kanzlerin den Organisatoren und Teilnehmern des 10. Deutschen Seniorentags für ihr Engagement. „Ja zum Alter“ bedeute auch „Ja zur Einmischung, Ja zum Mitreden und Ja zum Engagement“, so Merkel. Dies sei unendlich wichtig für alle Menschen, aber auch für die Politiker, da „wir oft in bestimmte Formen des Handelns und der Tagesabläufe eingebunden sind und immer wieder einmal gestupst werden müssen, dass wir uns der Gesellschaft öffnen und die Menschen einbeziehen.“

Kh

Wir waren dabei!

Auch der Verband Wohneigentum engagierte sich auf dem 10. Deutschen Seniorentag: unter anderem mit einem Messestand und einem Vortrag zum Thema "Wohnkomfort für alle". Lesen Sie hier mehr.

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