Die Zukunft des Verbands im BlickProjektgruppen treffen sich in Berlin

Wie positioniert sich der Verband Wohneigentum zukünftig? Was brauchen die Mitglieder? Wie wird das Wohneigentum im öffentlichen und politischen Bewusstsein wahrgenommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Arbeitskreis Zukunft und berief Ende 2011 vier Projektgruppen ein. Sie sollen Konzepte für die wichtigsten Schwerpunkte der Verbandsentwicklung erarbeiten. Am 11. Mai trafen sich die Teilnehmer zu einem intensiven Austausch in Berlin.

Verbandspräsident Hans Rauch führte durch die Tagesordnung der Bundesvorstandssitzung, in deren Rahmen auch die ersten Empfehlungen der Projektgruppen erörtert wurden.   © Verband Wohneigentum
Die Aufgaben der Zukunft für den Verband Wohneigentum wurden vergangenes Jahr auf dem Strategie-Workshop erörtert (wir berichteten in FuG 12/2011 ). Ein Ergebnis war, dass der Arbeitskreis Zukunft die wichtigsten Themenschwerpunkte ausarbeitete, die verstärkt beleuchtet werden sollen, um so den Verband Wohneigentum voranzubringen. Hierzu wurden folgende Projektgruppen gebildet: Externe Kommunikation, Interne Kommunikation, Leistungsangebote und Lobbyarbeit.

Seit Anfang des Jahres arbeiten die vier Projektgruppen engagiert an ihren jeweiligen Aufgaben, die sie am 11. Mai in Berlin erörterten. Die Resultate wurden am Nachmittag in der Bundesvorstandssitzung vorgestellt. „Mit den Projektgruppen sollen möglichst viele aus den verschiedenen Landesverbänden beteiligt werden, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und diese in geeigneter Weise umzusetzen“, erklärte Peter Wegner, 2. Vizepräsident und Vorsitzender des Arbeitskreises Zukunft. Hier die wichtigsten Ergebnisse des Arbeitstreffens:

Leistungsangebote

Bei der Ergebnisvorstellung der Projektgruppe „Leistungsangebote“ betonte deren Leiter, Andreas Kröner, wie wichtig der Ausbau einheitlicher Leistungen für die Verbandsarbeit sei.

Zum Kernangebot für Mitglieder sollten zählen: Bau- und Energieberatung, Gartenberatung, Wohnberatung, Rechtsberatung und Rechtsschutzversicherung, Versicherungsschutz rund ums Haus. Von welchem Landesverband welche Angebote jeweils vorgehalten werden können und wie sichergestellt werden kann, dass sie bundesweit zur Verfügung stehen, wird im nächsten Schritt der Arbeitskreis Zukunft beraten.

„Auch Funktionsträger müssen unterstützt werden“, so Andreas Kröner weiter. In klassischen Seminaren oder auch internetbasierten Schulungen könnten sich Funktionäre weiterbilden. Internet und Newsletter seien Möglichkeiten für die schnelle, aktuelle Information. Dies könnte ausgebaut werden.

Interne Kommunikation

Im Vorfeld des Arbeitstreffens hatte die Projektgruppe die interne Kommunikation auf den verschiedenen Ebenen des Verbands analysiert und versucht, die derzeit genutzten Kommunikationswege festzustellen. Als Ergebnis konnte Projektgruppenleiter Roger Gapp dem Bundesvorstand die Schwerpunkte, aber auch die Schwächen der internen Kommunikation aufzeigen. Dreh- und Angelpunkte seien die Landesverbände. „Als Medien, um jedes Mitglied zu erreichen, stehen und in erster Linie unsere Verbandszeitschrift ‘Familienheim und Garten‘ und das Internet zur Verfügung“, so Gapp. Zu überlegen seien zusätzliche Leseanreize, um die Wahrnehmung der Informationen zu verstärken. Ein Weg sei das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten. Unverzichtbar aber seien weiterhin das direkte Gespräch und entsprechend geeignete Informations- und gesellige Veranstaltungen.

Externe Kommunikation

Auch im Vorfeld dieser Arbeitsgruppe wurde der Ist-Zustand der externen Kommunikation untersucht – durch Fragebögen. Die Bögen berücksichtigten auch die Wünsche der einzelnen Landesverbände. Amal Khalil, Leiterin der Projektgruppe, wies auf die unterschiedlich ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit der einzelnen Landesverbände hin.

„Voraussetzung der Öffentlichkeitsarbeit ist es, mit einer Stimme zu sprechen“, so Khalil. Notwendig sei die Erarbeitung eines allgemeingültigen PR-Konzeptes – das allerdings Spiel für regionale Besonderheiten und Bedürfnisse lassen müsse. Stärken des Verbands seien auf jeden Fall die starke Gemeinschaft von 365.000 zufriedenen Mitgliedern sowie sein hohes soziales und gesellschaftliches Engagement. Diese gelte es zu kommunizieren.

Die Mitglieder des Bundesvorstands arbeiteten intensiv an der Zukunft des Verbands Wohneigentum.   © Verband Wohneigentum

Lobbyarbeit

Eine Bestandsanalyse mithilfe von Fragebögen markierte auch den Ausgangspunkt der Projektgruppe „Lobbyarbeit“. Wie gestaltet sich die Lobbyarbeit auf den verschiedenen Ebenen des Verbands? Edeltraud Reitzer, die die Gruppe leitet, berichtete von der regen Beteiligung der Landesverbände an der Umfrage.

„Einhellige Meinung der Projektgruppe ist, dass auf allen Ebenen – also Kommune, Land, Bund und auf europäischer Ebene – Lobbyarbeit erfolgen sollte“, so Reitzer. Auf kommunaler Ebene durch die Ortsvereine und auf Landesebene durch die Landesverbände. Koordination und Unterstützung könne vom Bundesverband kommen, etwa durch Entwicklung eines konzeptionellen Rahmens, dessen Ausfüllung auf Landesebene erfolgen müsse. Für die Lobbyarbeit auf Bundes- und europäischer Ebene sei der Bundesverband zuständig. Die Erarbeitung von Schulungskonzepten und -materialien zum Thema „Lobbying“ sei einige wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Verband in Bewegung

Insgesamt war die Beteiligung in den einzelnen Projektgruppen sehr lebendig. Es wurde deutlich, dass es nicht an Ideen und Motivation fehlt. Der Verband Wohneigentum bleibt also in Bewegung. Ziel: Eine weiterhin erfolgreiche Zukunft.

Ue/Re/Kh