Fragen vor der Bundestagswahl 2013Zur Zukunft des selbstgenutzten Wohneigentums

Der sozialpolitische und wirtschaftliche Stellenwert des Wohneigentums kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Immobilien bilden knapp die Hälfte des privaten Vermögens und sind damit die wichtigste Vermögensgrundlage der privaten Haushalte in Deutschland. Die Eigentümer, die sich das Haus erwirtschaftet haben, haben in die Gegenwart ihrer Familie und in ihre Zukunft investiert. Die Eigentümer, die sich das Haus erwirtschaftet haben, haben in die Gegenwart ihrer Familie und in ihre Zukunft investiert: Statt Miete zu zahlen, wird während der aktiven Zeit der Berufstätigkeit das Eigentum abbezahlt, um im Alter mietfrei zur Verfügung zu stehen.

Die Wohneigentumsquote liegt im europäischen Vergleich mit rund 46 Prozent relativ niedrig. Von den rund 40,5 Mio. Wohnungen in Deutschland werden rund 16,5 Mio. Wohnungen von den Eigentümern selbst genutzt. Doch mit 53 Prozent lebt über die Hälfte der Bevölkerung im Wohneigentum. Das heißt, vor allem für Familien mit Kindern ist es die beliebteste Wohnform, und wer einmal im eigenen Haus wohnt, will darin auch im Alter so lange wie möglich bleiben. Rund 60 Prozent der Familien mit Kindern und ein ähnlich hoher Anteil der Rentner leben im eigenen Haus oder in einer eigenen Wohnung.

Unter welchen Rahmenbedingungen können Wohnwünsche verwirklicht werden? Wie kann der Wert des eigenen Hauses erhalten werden? Was kommt auf die Eigentümer in den nächsten Jahren zu: an allgemeinen Kosten, an Steuern und Gebühren, an Auflagen – und an Förderung und Unterstützung?

Vor der Bundestagswahl im Herbst 2013 hat der Verband Wohneigentum die im Bundestag vertretenen Parteien zu ihren Plänen hinsichtlich der Zukunft des selbstgenutzten Wohneigentums befragt.

1. Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums

Wohneigentum ist kein „Selbstläufer“. Ohne geeignete Rahmenbedingungen fällt es besonders jungen Familien schwer, ein eigenes Haus zu erwerben. Älteren, vor allem Rentnern, bereitet es mitunter Mühe, den Wohnwert des Hauses zu erhalten.

2. Energie und Wohnen

Die Anforderungen an energetisches Bauen verteuern den Neubau, das energetische Sanieren des Bestands ist nach neueren Studien nicht wirtschaftlich und für viele selbstnutzende Wohneigentümer nicht oder nur stufenweise bezahlbar. Die Ziele Energieeinsparung auf der einen und Wirtschaftlichkeit sowie soziale Ausgewogenheit auf der anderen Seite divergieren.

3. Wohnen im Alter

Die meisten Menschen wollen in ihrer Wohnung so lange wie möglich selbständig leben. Der öffentlichen Hand kommt dieser Wunsch zupass, da weniger Geld in Seniorenheime und Betreuung investiert werden muss.

4. Umwelt und Wohnqualität

5. Besteuerung des Wohneigentums