Sanierungskonfigurator im TestWegweiser für die Energetische Gebäudesanierung

Um die energetische Gebäudesanierung stärker ins Blickfeld zu rücken, haben das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen „Sanierungskonfigurator“ gestartet. Das neue Internet-Werkzeug richtet sich an private Hauseigentümer und Mieter. Es unterstützt sie dabei, die energetische Qualität ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung zu bewerten und zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf. Wir haben den Test gemacht.

Der Konfigurator ist Teil der Kampagne „Gut für Sie, gut fürs Klima“, die das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im November 2012 startete. Laut Bundesbauminister Peter Ramsauer setzt das Online-Tool den „Kurs fort, die Energiewende mit Augenmaß in die Breite zu tragen und sinnvolle Sanierungen zu unterstützen. Das neue Werkzeug soll helfen, Interesse an energetischen Sanierungen zu wecken und anschaulich von deren Vorteilen zu überzeugen. Unser Motto lautet: Erst denken und planen, dann sanieren!“

© BMVBS
Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler unterstrich den hohen Nutz- und Informationswert des Sanierungskonfigurators. „In den eigenen vier Wänden lassen sich Energie und damit auch laufende Kosten sparen. Der Konfigurator hilft hier bei der Planung, welche Maßnahmen sich rechnen können. Er soll Anreize bieten, sich anschließend durch einen qualifizierten Energieberater ein Sanierungskonzept erstellen zu lassen.“

Für Sie getestet

Der Sanierungskonfigurator funktioniert recht einfach. Nutzer sollten sich aber ein wenig vorbereiten und die letzten Abrechnungen über den Heiz- und Wasserverbrauch parat haben. Allerdings hat der Konfigurator ein paar Schönheitsfehler: So kann der Nutzer bei den für den Hausbau verwendeten Materialien immer nur eine Variante auswählen. Beispielsweise muss er sich bei den Fenstern entscheiden, ob sie einfach, zweifach oder dreifach verglast sind und die Rahmen aus Alu, Holz oder Kunststoff bestehen. Hat das Haus jedoch unterschiedliche Fenstertypen – wie es ja gerade bei älteren Häusern häufig der Fall ist – kann man dies nicht angeben. Gleiches gilt für die Bauweise. Ist das Haus größtenteils in Massivbauweise gebaut, spätere Anbauten sind jedoch als Holzkonstruktion erfolgt, wird dies nicht berücksichtigt.

Pluspunkte sind die verständliche und einfache Navigation sowie die vielfältigen Erläuterungen und ein Einführungsvideo.

Nach der Auswertung erhält der Nutzer einen Verbrauchsnachweis, der aber aufgrund der ungenauen Eingabemöglichkeiten nur ein Richtwert sein kann.

Unser Fazit

Der Sanierungskonfigurator ist ein innovatives, allerdings verbesserungswürdiges Werkzeug. In keinem Fall ersetzt es den Energieberater – dies ist auch ausdrücklich nicht der Anspruch des Programms. Aber als Einstiegsinstrument weist er hilfreich in eine grobe Richtung für eine eventuell angestrebte Sanierung.

Testen Sie selbst

Hier geht’s zum Sanierungskonfigurator