1. Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums

b) Wohneigentum ist durch Einbeziehung in das Eigenheimrentengesetz seit 2008 als Altersvorsorge anerkannt und gefördert. Wo sehen Sie Potenzial für die Weiterentwicklung von „Wohn-Riester“ zu Zwecken des Werterhalts durch Wohnungsanpassung, u.a. der Entnahmemöglichkeit für energetische Sanierung, barrierereduziertes Wohnen oder Erweiterung für Mehrgenerationenwohnen?

 

 

 

Das neue Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz ist am 6.Juni 2013 beschlossen worden und tritt zum 1.Juli 2013 in Kraft. Wir haben die Altersvorsorge in Form von selbst genutztem Wohneigentum gestärkt. Die Entnahme von gefördertem Altersvorsorgekapital zur Bildung selbst genutzten Wohneigentums kann nun jederzeit möglich sein. Die Eigenheimrente kann auch für Umbauaufwendungen in Anspruch genommen werden, die einem behindertengerechten bzw. barrierereduzierenden Umbau dienen.

 

 

 

Die FDP hat Verbesserungen bei Wohnriester auf den Weg gebracht – eine Entnahme für altersgerechten Umbau ist möglich. Weiteren Anpassungen steht die FDP offen gegenüber.

 

 

 

Wir wollen den „Wohn-Riester“ weiter vereinfachen, damit er als Instrument der Neubauförderung gerade für Schwellenhaushalte noch besser genutzt werden kann. Er soll als Produkt der individuellen Eigentumsbildung und risikoarmen Altersvorsorge mit „steinerner“ Kapitaldecke für Haushalte mit mittlerem Einkommen weiter ausgebaut werden.

 

 

 

Leider privilegiert Wohnriester über die steuerliche Absetzbarkeit gerade besser Verdienende. Wir brauchen eine grundlegende Reform, damit das Drei-Säulen-Modell tatsächlich trägt und auch von Bürgern mit niedrigem Einkommen stärker genutzt wird. Es ist daher wichtig, die Strukturen der Riester-Förderung zu verändern und Hemmnisse abzubauen, damit leichter nutzbare, einfachere, kostengünstigere und transparentere Riester-Produkte angeboten werden. Über die Idee, als Standard ein Basisprodukt zu entwickeln, sollten wir unbedingt diskutieren und diese Idee gründlich prüfen.

 

 

 

Wir halten die Riester-Rente und damit auch den „Wohn–Riester“ für einen Irrweg. Viel zu wenige Menschen kommen für diese Art der Altersvorsorge in Betracht. Wir brauchen eine Reform des öffentlichen Rentensystems, die Ersatz- oder Ergänzungsmodelle der Altersvorsorge überflüssig macht. Unter dieser Voraussetzung könnten in Riester-Verträgen angesparte und öffentlich bezuschusste Guthaben abzugsfrei für die von Ihnen benannten Zwecke eingesetzt werden. Grundsätzlich sollte allen Versicherten die verlustlose Auflösung der Riester Verträge angeboten werden.