3. Wohnen im Alter

b) Soll insbesondere das KfW-Programm „Altersgerechter Umbau“ künftig wieder durch eine Zuschussregelung gestärkt werden?

 

 

 

CDU und CSU werden sich dafür einsetzen, dass das Bundesprogramm „Altersgerecht Umbauen“ künftig wieder in der Zuschussvariante fortgesetzt wird.


 

 

 

Den demografischen Wandel nutzen wir als Chance. Ältere Menschen sollen möglichst lange in ihrem Zuhause selbständig wohnen können. Die FDP begrüßt das Eigenprogramm der KfW „Altersgerechter Umbau“ und wird prüfen, ob eine Zuschussvariante möglich sein wird.


 

 

 

(Die Fragen 3.a , 3.b und 3.c wurden gemeinsam beantwortet:)
Wir wollen das KfW-Programm “Altersgerecht umbauen“, wieder in den Bundeshaushalt aufnehmen und neben einer Kreditvariante auch eine Zuschussvariante anbieten. So bedeutsam die staatliche Förderung des Umbaus im Bestand auch ist, so wichtig ist darüber hinaus ein Mentalitätswechsel im Neubau, der die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigt.

Mittelfristig muss darüber nachgedacht werden, die entsprechenden Sonderreglungen in Standards zu überführen, um die Kosten im Blick zu behalten und nachträgliche Umbauten zu vermeiden. Die Schaffung generationengerechter Quartiere geht über diese Maßnahmen weit hinaus und ist nur im Rahmen einer integrierten, ressortübergreifenden Stadt- und Stadtteilentwicklung zu realisieren. Dazu dient u. a. unser Vorhaben, das Programm „Soziale Stadt“ mit einer Mittelausstattung von 150 Mio. Euro zum Leitprogamm einer mit 700 Mio. Euro verlässlich zu finanzierenden Städtebauförderung zu entwickeln. Dabei steht die generationengerechte Gestaltung von Stadtquartieren ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Schaffung und Sicherstellung einer entsprechenden technischen und sozialen Infrastruktur, wie etwa dezentrale Pflegeangebote, technische Assistenzsysteme bis hin zu verlässlichen Kommunikationsstrukturen ist dabei unabdingbare Voraussetzung. Denkbar sind aber beispielsweise auch Modellvorhaben zum generationengerechten Wohnen, die z.B. den Generationswechsel in Einfamilienhausgebieten der 60er bis 80er Jahre unterstützen.

 

 

 

Ja.


 

 

 

DIE LINKE favorisiert grundsätzlich Zuschussregelungen. Beim altersgerechten Umbau ohnehin, weil viele ältere Eigenheimbesitzer als Kreditnehmer nicht mehr in Betracht kommen. Der Gesetzgeber muss jedoch bei allen Zinsvergünstigungen oder Zuschüssen sichern, dass diese Zuwendungen nicht von der Bauwirtschaft „eingepreist“ und so zum Preistreiber werden.