5. Besteuerung des Wohneigentums

c) Bekannt ist der konsequente Sparwille von Eigenheimbesitzern, sowohl für die Ansparphase als auch während des Wohnens, womit ein gewisses Vermögen aufgebaut wird anstatt alle finanziellen Mittel in den Konsum zu geben. Welche Haltung haben Sie zur Erbschaft- und Vermögensteuer, insbesondere bezüglich des selbstgenutzten Wohneigentums?

 

 

 

 

Auf alles legal zustande gekommene Vermögen wurden bereits Steuern entrichtet. Wirft das Vermögen Gewinn – etwa Zinsen – ab, ist auch dieser steuerpflichtig. Eine zusätzliche Abgabe lehnen wir nicht zuletzt aus verfassungsrechtlichen Gründen ab. Sie hätte zudem verheerende Wirkungen auf den Bau von Wohnungen und für private Eigenheimbesitzer. Denn dadurch würden den potentiellen Investoren die dringend erforderlichen Investitionsmittel für den Wohnungsbaumarkt entzogen.

Der besonderen Bedeutung von Eigenheimen haben wir bei der letzten Erbschaftsteuerreform Rechnung getragen. Wir haben dafür gesorgt, dass selbstgenutztes Wohneigentum weitestgehend steuerfrei vererbt werden kann. Eine Erhöhung der Erbschaftsteuer oder Wiedereinführung der Vermögensteuer lehnen wir genauso ab, wie die Einführung einer Vermögensabgabe.


 

 

 

Eine Vermögensteuer oder eine Vermögensabgabe lehnt die FDP ebenso wie eine Verschärfung der Erbschaftsteuer ab.


 

 

 

Wir werden durch die Wiedereinführung der Vermögenssteuer den Ländern die notwendige Erhöhung der Bildungsinvestitionen ermöglichen. Wir wollen dabei der besonderen Situation des deutschen Mittelstandes, von Personengesellschaften und Familienunternehmen Rechnung tragen, so dass ihre zukunftssichernde Eigenkapitalbildung gesichert und ihre Investitionsspielräume nicht belastet werden. Bei der Vermögensteuer stellen hohe Freibeträge für Privatpersonen sicher, dass das normale Einfamilienhaus nicht von der Vermögensteuer betroffen sein wird.

Bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer wollen wir zunächst die Privilegien zugunsten reicher Erben zurückführen. Betriebe, die fortgeführt werden und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weiterbeschäftigen, sollen von der Erbschaftsteuer befreit sein.

 

 

 

Wir wollen eine einmalige, befristete Vermögensabgabe für alle Personen mit einem Privatvermögen von über einer Million Euro einführen, um Schulden zu tilgen und die Handlungsfähigkeit des Staates insbesondere in Infrastrukturfragen zu erhalten. Eine Familie mit 2 Kindern hat dabei 2,5 Mio. Euro Freibetrag, so dass selbstgenutztes Wohneigentum in aller Regel nicht von der Vermögensabgabe erfasst ist. Durch eine Modifizierung des bestehenden Erbschaftssteuersystems wollen wir langfristig das Erbschaftssteueraufkommen verdoppeln. Dabei prüfen wir, selbstgenutztes Wohneigentum freizustellen.


 

 

 

DIE LINKE fordert die Wiedererhebung der Vermögensteuer in Form der Millionärsteuer. Dabei verhindert ein Freibetrag in Höhe von einer Million Euro, dass selbstgenutztes Wohneigentum besteuert wird. Auch bei der Erbschaftsteuer wollen wir durchschnittliches selbstgenutztes Wohneigentum und sonstige kleinere Immobilien von der Besteuerung verschonen.