Verwirrung um „Bauabzugssteuer“

20. Dezember 2001



Der wesentliche Inhalt: Werden im Jahr 2002 Bauleistungen abgerechnet, müssen Auftraggeber, sofern es sich dabei um Unternehmer oder juristische Personen des öffentlichen Rechts handelt, 15 Prozent der geleisteten Zahlungen einbehalten und an das Finanzamt des Leistenden abführen. Kommt ein Auftraggeber dieser Verpflichtung nicht nach, haftet er für die nicht oder zu niedrig einbehaltenen Beträge.

Selbstgenutztes Wohneigentum nicht betroffen!

Foto: Bausparkasse  

Von dieser Regelung betroffen sind alle Auftraggeber, für die jemand im Inland Bauleistungen erbringt und die aus umsatzsteuerlicher Sicht als Unternehmer einzustufen sind. Bauleistungen für den privaten Bereich – also auch das selbstgenutzte Eigenheim – sind von diesem Abzug ausgenommen. Es ist sogar vorgesehen, Vermieter von der Bauabzugssteuer zu befreien, wenn sie nicht mehr als zwei Wohnungen vermieten.

Es ist einerseits zu kritisieren, dass hiermit Vermieter als Bauherren zu Steuerbütteln der Finanzämter gemacht werden, andererseits aber festzustellen, dass die überwiegende Mehrzahl der Mitglieder des Deutschen Siedlerbundes von dieser Regelung nicht betroffen sein wird.