Erdbeeren

Ernte 2021: Was ist zu erwarten?

zwei Hände voll frischer Erdbeeren
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Durch das verhältnismäßig feuchte und lange Frühjahr können wir auf eine reiche Erdbeerernte hoffen. Allerdings braucht es dazu noch ein paar Wochen Zeit, ein paar Liter Wasser zusätzlich, sowie für gutes Aroma natürlich viel Sonnenschein.
Gerade in der Zeit der Fruchtentwicklung, also zwischen Blüte und Ernte, bedürfen Erdbeeren und auch andere Beeren(-Sträucher) einer großen Wassermenge. Das Wasser und die darin gelösten Nährstoffe benötigt die Pflanze für ihr eigenes Wachstum der Wurzeln, Blätter, Ranken, Tochterpflanzen (= vegetative Vermehrung) sowie für ihre Früchte. Diese sind die Produkte ihrer generativen Vermehrung und tragen die Samen.
Die Erdbeere ist eine sogenannte Sammelnussfrucht. Das heißt, dass ihre Samen, die kleinen braunen Körnchen auf der Beere, Nüsse sind.
reife Erdbeere an der Pflanze - Nahaufnahme
die Nüsschen sind deutlich zu erkennen   © pixabay
Botanisch ist eine Beere nämlich eine Fruchtform, bei der sich die Samen innerhalb der Frucht befinden. Stachelbeere, Weinbeere, Kiwi, Melone oder Dattel sind botanisch gesehen echte Beerenfrüchte.
Nach botanischer Zuordnung ist beispielsweise sogar die Gurke eine Beere, eine sogenannte Panzerbeere, wie auch Melone, Kürbis oder Tomate. Himbeeren und Brombeeren sind auch keine Beeren sondern Sammelsteinfrüchte.


Aber zurück zum erhöhten Wasserbedarf: Wenn Sie eine Mulchschicht auf das Erdbeerbeet bringen - vorzugsweise aus Stroh - wird die Bodenverdunstung eingeschränkt und so bleibt mehr Feuchtigkeit im Boden für die Pflanzen übrig.
Die Erdbeere heißt auf englisch übrigens strawberry, was wörtlich Strohbeere bedeutet.
Stroh resp. trockenes Mulchmaterial führt zu verringertem Grauschimmelbefall, den Früchte mit Erdkontakt schnell erleiden können.
Blick auf ein großes Erdbeerfeld
professionelles Erdbeerfeld   © pixabay
Die beste Zeit für zusätzliches Wässern der Erdbeerbeete ist der frühe Morgen. So kann der Boden oberflächlich schnell wieder abtrocknen, was den Befall durch Pilzsporen und Nacktschnecken erschwert.