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75 Jahre Haus und Gartenfreunde Aglasterhausenvormals Siedlergemeinschaft Aglasterhausen

Die „Haus und Gartenfreunde Aglasterhausen - im Verband Wohneigentum Baden-Württemberg„ konnten am 28. September 2013 ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Dies war Anlass auf die Geschichte und Entwicklung der Gemeinschaft zurückzublicken:

1937/38 entstand in der Schwarzbacherstrasse, in Aglasterhausen die 1. Siedlung und zum Jahresbeginn 1938 schlossen sich die 6 Siedler, um ihre Interessen besser vertreten zu können, zu einer Gemeinschaft zusammen und traten als Mitglied dem Deutschen Siedlerbund, dem heutigen Verband- Wohneigentum bei.

Die Gründungszeit war eine Zeit des Umbruchs. Man schrieb das Jahr 1937. In vielen Städten und Ortschaften sind in der Notzeit der 30iger Jahre Siedlungen entstanden. Auch in Aglasterhausen nahm ein solches Vorhaben konkrete Formen an. Die Planung sah vor, im Gewann Mappes, der heutigen Schwarzbachstrasse, beidseitig Siedlungshäuser zu errichten. Im ersten Bauabschnitt sollten 6 Siedlerstellen entlang der Südseite der Schwarzbachstrasse entstehen. Berechtigte Bauwillige waren in ausreichender Zahl vorhanden. Für die Umsetzung wollte man sich die Erfahrung anderer Kommunen zu Nutze machen.

Unter der Kompetenten Führung von Bürgermeister Dipl.Ing. Herbert Kissel, der auch Architekt und für die Bauplanung zuständig war, wurden mit den Gemeinderäten und den Bauanwärtern Siedlungen in Mannheim in Augenschein genommen. Dort hat die Planung zur Errichtung von Siedlungen am Rande der Stadt schon seit 1920 bestanden, musste jedoch in jenen schlechten Jahren zurückgestellt werden.

1931, als Millionen arbeitslos waren, wurde der Gedanke wieder aufgegriffen, um dem Abwandern der Bürger in das Umland zu verhindern. Die Fahrt nach Mannheim brachte gewünschte Erkenntnisse und die Baupläne von Dipl.Ing .Herbert Kissel ausgefertigt und eingereicht. Die Baugenehmigung wurde von Landratsamt bzw. damals Bad. Bezirksamt Mosbach am 21. Juli 1937 erteilt.
Bereits im Frühjahr 1938 wurden die 6 Siedlungshäuser bezogen und im Rahmen einer öffentlichen Feier am 1. Mai 1938 eingeweiht. Dabei wurde bekräftigt, dass 5 Siedlungshäuser gegenüber folgen werden und Siedler-Bewerber bereits vorhanden sind.
Über die Einweihung der „ Mappes- Siedlung“ wurde am 3. Mai 1938 in der „Volksgemeinschaft „ Heidelberg u. a. auch mit Fotos berichtet. Infolge des Kriegsausbruchs ist die Erweiterung dieser Siedlung nicht mehr erfolgt. Die Siedler waren:
Wilhelm Brandt, Wilhelm Brenner-Schreiner, Theodor Zimmermann, Karl Götzinger, Heinrich Götz und Wilhelm Wahl.

Die Gesamtherstellungskosten je Siedlerstelle waren mit 5.740 RM veranschlagt. Jeder Bauherr benötigte einen Eignungsschein für Kleinsiedler vom Reichsheimstätte-Amt in Karlsruhe. Jeder hatte eine Grundstücksgröße zwischen 9 und 10 a.
Damit war auch eine wesentliche Vorraussetzung erfüllt, denn eine Kleinsiedlung ist nur eine Siedlerstelle, die aus einem Wohngebäude mit angemessener Landzulage besteht und die nach Größe, Bodenbeschaffenheit und Errichtung dazu bestimmt ist, dem Kleinsiedler durch Selbstversorgung aus vorwiegend Gartenbau mäßiger Nutzung des Landes eine fühlbare Ergänzung seines sonstigen Einkommens zu bieten.
Der große Landzuschlag war damals sehr wichtig. Wie hätten die sich zum Teil sehr Kinderreichen Familien sonst ernähren können, wenn nicht mit Erträgen aus eigenem Garten, mit einem Schwein im Stall, mit Hühnern und Kaninchen?
Eine weitere Verpflichtung der Gemeinde als Siedlungsträger bestand darin, dass zur Betreuung, Schulung und Wirtschaftsberatung die Siedler dem Deutschen Siedlerbund zugefügt werden. In Erfüllung dieser Forderung gründeten die 6 Siedler zum 1.1.1938 die SG Aglasterhausen
Und traten dem Deutschen Siedlerbund als Mitglied bei.

Erster Gemeinschaftsleiter war Wilhelm Brenner, Schreiner. In der Kriegszeit beschränkte sich das Vereinsleben auf die Betreuung der Mitglieder durch den Landesverband. Nach dem Krieg war jede Vereinstätigkeit verboten.
Der zweite Weltkrieg hinterließ im Ort seine Spuren. Schon Während des Krieges kamen einige evakuierte Familien nach 1945 eine große Anzahl von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen nach Aglasterhausen.
Die Not war unbeschreiblich groß. Es fehlten Wohnungen, allzu viele waren noch in Notunterkünften untergebracht. Von den zugewiesenen Familien verließen mit der Zeit wieder viele Aglasterhausen. Mit der Währungsreform ( 20.06.1948 )Nahm die Wohnungsbautätigkeit ihren Aufschwung. Bereits kurz darauf wurde die Eichmühlwegsiedlung in Angriff genommen. Diese , aber auch andere Siedlungen in Aglasterhausen, wurden in beispielhafter Selbst- und Nachbarschaftshilfe errichtet.

Die positive Entwicklung der Gemeinde geht aus den Einwohnerzahlen hervor. Aglasterhausen hatte folgende Einwohner:

1850 1.004 1965 2.246
1900 1.012 1967 2.373
1933 1.064 1970 2.366
1939 1.077 1975 3.568 ab mit OT.Agl.Breitenbronn. Daudenzell.
1950 1.852 1991 4.091 Michelbach
1952 1.783 2000 4.615
1956 1.712 2013 5.000 rd.
1961 1.755
1964 2.139
Es ist dem früheren Gemeinschaftsleiter August Rukatukl zu verdanken, der bei Arbeiten in der Siedlerstelle zufällig mit dem damaligen Gemeinschaftsleiter Wilhelm Brenner ins Gespräch kam und sich der Siedlergemeinschaft als 7.Mitglied am 1.4.1952 anschloss.
Damit trat die Wiederbelebung des Vereins ein. August Rukatukl entwickelte zahlreiche Aktivitäten und warb zahlreiche neue Mitglieder.
Jeder Neuanfang ist schwer und es sind Protokolle erst ab 8.4.1957 vorhanden. Bei der Mitgliederversammlung am 8.4.1957 wurden verschiedene Funktionsträger neu bestimmt. Gemeinschaftsleiter ist Wilhelm Brenner geblieben. Neue Gesichter gab es mit August Rukatukl als Schriftführer und Gustav Gay als Kassierer. Bis zum 8.12.1957 erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 21.

In den Folgejahren war die Vorstandschaft sehr aktiv. Es wurden Mitgliederversammlungen, Ehrungsabende, Werbeveranstaltungen, Lichtbildervorträge, Maiwanderungen, Ausflüge usw. durchgeführt, die sehr gute Resonanz hatten.

Anerkennung fanden die vielfältigen Aktivitäten von August Rukatukl bei der Mitgliederversammlung am 2.4.1960.Er wurde einstimmig zum neuen Gemeinschaftsleiter gewählt und behielt die Funktion als Schriftführer bei. Kassierer und Bauwart blieb Gustav Gay .Leider musste August Rukatukl aus Beruflichen Gründen seine Ämter aufgeben.

Bei der Generalversammlung am 21.4.1962 wurden neu als Gemeinschaftsleiter Andreas Brand und als Schriftführer Hans Riedling gewählt und Kassierer und Bauwart Gustav Gay. Andreas Brand stand dem Verein bis 1969 vor. Von 1969 bis 1987 wurde die Sg von Herrn Horst Lenhard und von 1987 bis 2007 von Kurt Grimm geleitet. Trotz zahlreicher Aktivitäten war die Mitgliederzahl rückläufig. GL kurt Grimm ist es gelungen diesen Trend zu stoppen und dieZahl auf 68 zu erhöhen. Während seiner Amtszeit sind auch zahlreiche Ausflüge unternommen worden, die immer sehr guten Anklang fanden. Kurt Grimm hat aus gesundheitlichen Gründen die Leitung der SG im Jahre 2007 aufgegeben. Da kein Nachfolger gefunden wurde, geht die Sg nunmehr neue Wege. Seit der Mitgliederversammlung vom 3.5.2007 wird die SG von einem Vorstandsteam geleitet, dem
folgende Mitglieder angehören:
Maria und Anton Orth, Lorenz Orth, Lorenz Friedinger, Brigitte Ruckmich und Kurt Grimm.
Ansprechpartner für alle ist das Ehepaar Orth. Dem Vorstandsteam gehören als Kassiererin Ingelore Gallion und als Schriftführer Hans Riedling. Für die Zustellung der Zeitschrift ist Anton Orth zu ständig.

Die Aktivitäten des Vereins in der Vergangenheit war sehr Vielfältig. Gemeinsame Veranstaltungen und Einkäufe, die gegenseitige Unterstützung sowie auch die Dorfverschönerung waren Hauptaugenmerke.

In den letzten Jahren sind überwiegend Mitgliederversammlungen und Winterfeiern mit Fachvorträgen des Landesverbandes über Verbraucher- und Gartenfachberatung durchgeführt worden .Großes Interesse und Resonanz hatten die jährlichen Tagesausflüge. Ein guter Kontakt wird auch zu den benachbarten Vereinen durch Abordnung bei Vereinsfeiern gepflegt. Der mtl. Stammtisch im Gasthaus 3 Könige findet großes Interesse und wird sehr gut besucht. Die langjährige Treue der Mitglieder zum Verein zeigt den Verantwortlichen, dass der Verein auf dem richtigen Weg ist. Der Verein ist auch mit seinem Jubiläumsfeiern an die Öffentlichkeit getreten.

Die Haus und Gartenfreunde zählen heute 69 Mitglieder. Die Vorstandschaft ist bemüht durch Werbung und Informationsveranstaltungen die Mietgliederzahl zu erhöhen.

Die Haus und Gartenfreunde feierten folgende Jubiläen:
Das 40jährige Jubiläum wurde am 17.9.1978 in Verbindung mit dem Kreissiedlertreffen und Erntedankfest in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste in der alten Festhalle gefeiert.
Das 50jährige Bestehen wurde bei der Winterfeier am 14.1.1989 intern gewürdigt und die offizielle Feier wegen des Baues der Sporthalle bis zur Fertigstellung zurückgestellt.
Am 7.10.1990 war es dann soweit. Das Jubiläum wurde feierlich in Verbindung mit dem Kreissiedlertreffen und Erntedankfest in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste begangen.
Mit von der Partie war der Landesvorsitzende von 1973- 1991 Wilhelm Stech, dessen Vorfahren aus Aglasterhausen Stammen und er seine Jugend in Aglasterhausen verbracht hat.
Das 70 Jährige Bestehen wurde am 16.2.2008 in der Festhalle gebührend gefeiert.

Hat es auch bei den Gründern und der Wiederbelebung nach dem 2. Weltkrieg Entbehrungen und viel Arbeit gegeben, bleibt die Aufbauleistung, Fleiß und Ausdauer bei der Schaffung von neuem Wohnraum nach Ende des 2. Weltkrieges unvergessen. Die Idee der Nachbarschaftshilfe und die Einsicht, dass man gemeinsam mehr erreichen kann, haben einen guten Zusammenhalt unter den Mitgliedern geschaffen. Die Mitglieder haben als vorbildliche und fleißige Gruppe durch ihre Aktivitäten viel zur Verschönerung des Ortsbildes beigetragen.

Der Verband Wohneigentum ist die größte Organisation aller Familieheimbesitzer in Deutschland und vertritt umfassend deren Interessen als ständiger Gesprächspartner der politischen Gremien und Behörden in Gemeinden, Kreisen, Land und Bund. Als gemeinnütziger Verband nützt der Verband Wohneigentum durch seinen Einsatz nicht nur seinen Mitgliedern, sondern auch denen, die nicht Mitglied sind. Seit dem Bestehen des Siedlerbundes hat sich in der Welt des Wohnungsbaues vieles geändert. Auch der Siedlerbund wurde im starkem Maße betroffen. Er hat sich ständig angepasst und auch durch die Änderung seines Namens dokumentiert, dass er nicht nur die Siedler sondern gleichermaßen
Alle Eigenheimbesitzer vertritt.

Um sich auch für die Eigenheimer als Mitglieder zu öffnen, hat der Deutsche Siedlerbund seinen Namen am 15.10.2005 in „ Verband Wohneigentum
Baden- Württemberg e.V.“ angepasst. Den Siedlergemeinschaften wurde es überlassen, ob sie sich der Namensänderung anschließen oder ihre Bezeichnung beibehalten. Nicht alle Gemeinschaften haben eine Namensänderung vorgenommen. Auch bei uns wurde Diskutiert und das der Gemeinschaft mehrere Eigenheimbesitzer angehört und deren Werbung zu begünstigen ,hat sich die Mitgliederversammlung einmütig für die Namensänderung in „ Haus und Gartenfreunde „ ab Jahresbeginn 2008 ausgesprochen.

Der Verband- Wohneigentum wird auch in Zukunft benötigt, um für günstige Rahmenbedingungen beim Bau und Erwerb von Eigenheimen einzutreten sowie die Siedler und Eigenheimer von überhöhten Steuern und Abgaben zu schützen. Mit der Verbraucher- und Gartenfachberatung bietet die Mitgliedschaft darüber hinaus wertvolle Hilfen an.

Der Verband Wohneigentum mit seinen Ortsvereinen ist etwas ganz wichtiges. Er führt Menschen zusammen, ist Stätte der Begegnung und setzt sich für deren Interessen ein.

Dieser Grundgedanke wurde mit Kameradschaftlicher Harmonie, durch Höhen und Tiefen, in einer Schnelllebigen Zeit, bis heute auch beherzigt.

Die Entwicklung der SG ist auch ein Stück 75jährige Ortsgeschichte. Infolge der Bauland Erschließungen und der Zunahme der Bevölkerung musste die Gemeinde weitere Infrastrukturmaßnahmen in Angriff nehmen und ist finanzielle sehr stark gefordert worden. Unser dank gilt daher den Bürgermeistern und Gemeinderatsgremien für die Weitsicht und den Mut solche Bauvorhaben für Aglasterhausen zu planen und fertig zu stellen.

Die Vorstandschaft wünscht sich, dass das Mitwirken und der Zusammenhalt im Verein weiterhin erhalten bleiben und bei Werbeaktionen weitere Mitglieder gewonnen werden können.

75 Jahr Feier

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