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Kirschessigfliege

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Dieser invasive Schädling aus Asien tritt seit 3 Jahren in Deutschland auf. Das Verbreitungsgebiet reicht, von Südwesten her, bereits bis nach Mittelhessen. Es ist zu befürchten, dass der Schädling in wenigen Jahren auch die Obstbaugebiete des Rheinlandes erreicht.

Aussehen und Entwicklung

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Das Aussehen Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist der heimischen Fruchtfliege ähnlich. Sie ist ca. 2,6 - 3,4mm groß und besitzt rote Augen. Ein gutes Erkennungsmerkmal sind zwei dunkle Punkte auf den Flügeln der Männchen. Die Weibchen sind etwas größer als die Männchen, jedoch ohne die schwarzen Punkte. Die Kirschessigfliege legt Ihre Eier in gerade reif werdende Früchte. Bereits nach einem Tag kann die Larve schlüpfen. In 9 - 11 Tagen ist die Entwicklung einer neuen Generation abgeschlossen. Die Weibchen legen im Durchschnitt bis zu 400 Eier. Dadurch, dass die Kirschessigfliege mehrere Monate lebt, hat sie eine enorm hohe Vermehrungsrate.

Schäden

Von diesem neuen Schädling werden alle weichschaligen Obstarten wie Erdbeeren, Kirschen, Brombeeren, Himbeeren, Trauben, Feigen, Pflaumen, Holunderbeeren, Blaubeeren und auch Kiwi befallen. An den betroffenen Früchten erkennt man zunächst eingesunkene, weiche Stellen. Innerhalb von 2 - 3 Tagen wird die Frucht matschig und zerfällt. Im Innern sind kleine Larven und auch Puppen zu finden. Die befallenen Früchte faulen und es setzt eine Essigbildung ein.

Nachweis

Die Fliegen lassen sich gut in einer Köderflüssigkeit fangen und können dann bestimmt werden. Dazu erstellt man eine Mischung aus Apfelessig und Wein. Dieser Mischung gibt man noch einen Tropfen Spülmittel dazu, damit die Fliegen absinken. Jetzt werden in Plastikflaschen oder geschlossene Plastikbecher 3 - 4mm große Löcher gebohrt und mit der Köderflüssigkeit befüllt. Diese hängt man dann in die Pflanzen.

(Als Köderflüssigkeit empfiehlt Julius-Kühn-Institut 1:1 mit Wasser verdünnter naturtrüber Apfelessig und einen Tropfen Spülmittel. Der Pflanzenschutzdienst Gießen verwendet eine Mischung aus 860 ml Rotwein und 40 ml 5

Bekämpfung

Eine direkte Bekämpfung der Kirschessigfliege ist sehr schwierig. Im Hausgarten ist momentan das Schützen der Früchte mit sehr engmaschigen Netzen (0,8 x 0,8mm) eine Möglichkeit. Dies ist meist allerdings kaum praktikabel durchzuführen. Eine Möglichkeit zu Dezimierung kann der Massenfang in den beschriebenen Fruchtfliegenfallen sein. Dazu müssen viele Fallen in kurzen Abständen um die Kulturpflanzen herum platziert, regelmäßig kontrolliert und erneuert werden. Es gibt momentan keine im Haus- und Kleingarten zugelassenen Spritzmittel gegen die Kirschessigfliege. Aufgrund des späten Befalls kurz vor der Fruchtreife und der schnellen und überlappenden Entwicklung der Fliege wäre die Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln auch äußerst schwierig.

Weitere Maßnahmen

Befallene Früchte auf jeden Fall restlos abernten. Die Larven in den Früchten können durch Wärme abgetötet werden. Dazu füllt man die Früchte in Plastikbeutel, verschließt diese gut und legt sie in die Sonne. Danach können die Früchte kompostiert oder über die Komposttonne entsorgt werden.

Aussichten

Die zukünftige Entwicklung der Kirschessigfliege ist stark von der Witterung abhängig. Lediglich ein kalter Winter kann die Kirschessigfliegen dezimieren. Aufgrund der hohen Vermehrungsrate kann sich aber bis zum Spätsommer trotzdem wieder ein großer Bestand aufbauen. An effektiven Bekämpfungsmaßnahmen wird derzeit geforscht.

Wichtig! Die Kirschessigfliege unterliegt der Meldepflicht! Ein Befall muss unverzüglich dem Pflanzenschutzdienst mitgeteilt werden.

Quelle: Verband Wohneigentum

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