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GeschichteDie Siedlergemeinschaft Rheda von 1935 bis 2006

Unsere Siedlergemeinschaft Rheda besteht seit 1935. Hier ein kleiner Überblick über die Entwicklung der Gemeinschaft und des Siedlungsgebietes Wegböhne in Rheda-Wiedenbrück-Ortsteil Rheda.

  • 1. Entwicklung der Wegböhne

Im Jahre 1935 befand sich auf der Wegböhne nur ein einzelnes Baugrundstück an der St. Viter-Straße.

Schon kurze Zeit später jedoch waren 28 Siedlerhäuser an der südlichen bis mittleren Portlandstraße, sowie an der Wiesenstraße, der heutigen Reichensteiner Straße, fertiggestellt.

Jeder Interessent dieser Objekte benötigte ein Grundkapital von mindestens 800,00 RM.
Vorbedingung zum Erwerb von Eigentum war eine zweijährige Probezeit im Deutschen Siedlerbund und die Bereitschaft zur Kleintier-Nutztierhaltung.

Der Quadratmeter der Grundstücke wurde mit 0,80 RM berechnet, die ersten Häuser kosteten etwa 8.000,00 RM, für die dort wohnende Arbeiterschicht ein stolzer Preis, betrug doch der Stundenlohn eines Arbeiters etwa 0,65 RM, oder als unterste Lohnstufe sogar 0,38 RM.(mündl. Mitteilung/Kügeler)
Diese Stammsiedlung war noch recht weit vom Ortskern der Stadt Rheda entfernt.

Erst ab etwa 1952, als die Siedlung sich immer weiter
ausbreitete, verbesserten sich die Bedingungen für die Eigentümer der Siedlerhäuser. Es wurden feste Straßen angelegt und allmählich auch Häuser an das elektrische Versorgungsnetz und die Wasserversorgung angeschlossen.
Einen heutigen Blick auf das Wohngebiet "Wegböhne" finden Sie demnächst an dieser Stelle.


2. Die Häuser

Die damaligen Gebäude entsprachen in keiner Weise den heutigen Bedürfnissen der Menschen. Wurde ein Siedlungshaus inkl. Grundstück gekauft, erwarb der Siedler oft lediglich die Wände und ein Dach. Entsprechend dürftig war die Inenausstattung der Häuser, zumal Badezimmer in diesen Häusern nicht vorgesehen waren.

Elektrisches Licht war nicht vorhanden und der Zugang zum Innenstadtbereich durch fehlende Straßen beschwehrlich.

Zusätzlich hatte jedes Haus einen kleinen Stall für die Haltung von Nutztieren und ein entsprechendes Gartengrundstück für Gemüse- und Obstanbau.
Mit mehr Wohlstand kamen Anbauten dazu und wurden Renovierungen durchgeführt, was dazu führte, das die Qualität der Häuser/des Wohnraumes stetig stieg.

Die Zweckmäßigkeit der verhältnismäßig großen Grundstücke (Nutzgarten/Nutztiere) wurde abgelöst von dem Garten als Freizeitbeschäftigung und Erholungsort und stellt heute für Natur- und Gartenliebhaber ein sehr attraktives Wohnfeld dar.

  • 3. Die Bewohner

Die ersten Siedler kamen oft aus der Arbeiterschicht. Aufgrund der knappen Löhne, war es notwendig, durch Nutzgarten/Nutztiere die Lebenssituation zu verbessern, zumal es viele kinderreiche Familien gab.

So war die Bewirtschaftung des Grundstücks nach Feierabend lebendsnotwendig und der Freizeitbereich stark eingeschränkt.
Feiern und Gesellschaften innerhalb der Bewohner des Gebietes "Auf der Wegböhne" waren für den sozialen Kontakt sehr wichtig -und sind es bis heute geblieben.

  • 4. Siedlergemeinschaft Rheda

Die Siedlergemeinschaft Rheda ist Teil des Verbandes Wohneigentum e.V., ehemals Deutscher Siedlerbund e.V.

Selbstverständlich ist Rückblickend die Vereinsarbeitimmer im Kontext ihrer Zeit zu sehen. Die Angebote haben sich verändert.
Immer jedoch, bis heute, versteht sich die Siedlergemeinschaft im Verband als Sprachrohr für die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen mit Eigenheimen/Wohneigentum.

Dazu gehören sowohl Angebote und Dienstleistunen im Rechts- und Versicherungssekttor, als auch Hilfestellung bei Problemen etc.
Angebote für die Freizeitgestaltung vervolständigen das Profil unserer Gemeinschaft.

Übrigens:
Auch wenn der Ursprung unserer Gemeinschaft im Bereich der Wegböhne zu suchen ist, kommen viele unserer langjährigen Mitglider aus anderen Wohngebieten. Längst schon ist die Siedlergemeinschaft Rheda nicht mehr gleichbedeutend mit der Wegböhne.

  • 5. Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Rheda von 1935-2007

    • 1935-1939 Hermann Laufkötter

    • 1939-1941 Ignatz Nahrmann

    • 1941-1945 Hermann Herbert

    • 1945-1953 Christian Peitz

    • 1953-1954 Konrad Meitzner

    • 1954-1965 Konrad Wellenkötter

    • 1965-1981 Horst Schmeichel

    • seit 1981 Roland Dust

Vorsitzende/r

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