Leichtes Gärtnern

Tipps für Schutz gegen Ungeziefer

Leichtes Gärtnern heißt intelligentes Gärtnern, sagt Pflanzenexperte Elmar Mai. Die wichtigsten Prinzipien sind: planen, sich informieren und organisieren. Das fängt an bei der Auswahl, geht über die Planung beim Einpflanzen bis zum Pflanzenschutz.

Pflanzen, die sehr unterschiedliche Anforderungen an Licht und Feuchtigkeit stellen, sollten nicht nebeneinander gepflanzt werden. Auch sollte man darauf achten, dass stark wachsende Pflanzen die schwach entwickelten überwuchern können.

Richtiger Standort ist wichtig

Einige Blumen, die Schatten lieben, können auch in der Sonne wachsen, müssen dann aber ständig feucht gehalten werden, weil sie keinen Verdunstungsschutz besitzen und in der Sonne schnell schlapp machen.

Von vielen Arten gibt es ein breites Spektrum an Sorten. Von der Eibe beispielsweise gibt es stark wachsende oder zwergwüchsige Formen sowie säulenförmige und spindelförmige Typen. Baumschulen sollten mit ihrem Fachwissen hier die Ansprechpartner für Gärtner sein.


Wurzeln zerstören das Gesamtbild

Viele Gartenfreunde wünschen sich Immergrün im Gartenbild, am besten auch im Winter. Pflanzen, die Laub abwerfen, bereiten einerseits Arbeit beim Einkehren der Blätter, lassen andererseits den Garten im Winter auch kläglich erscheinen. Immergrüne Gehölze, gemeint sind nicht langweilig erscheinende Thujahecken, sondern interessante Solitärgehölze, ergeben einen ästhetischen und gleichzeitig pflegeleichten Anblick.

Stauden und einige Gehölze wie Rhus oder Aralia bilden aber Wurzelausläufer, die enorm lästig werden können und extrem viel Arbeit bereiten, will man sie im Zaum halten. Es gibt große Gärten, wo ein Verweben von Pflanzen großartige Wirkungen erzeugen kann. In kleineren Gärten haben solche Arten aber nichts verloren. Man sollte also unbedingt nach dem Platzbedarf seiner Pfleglinge fragen. Es gibt auch Arten, die sich enorm aussäen. Auch davon sollte man die Finger lassen. So schön mancher Storchschnabel vielleicht sein mag, Hunderte davon im Garten sind zu viel.

Unkräuter und Schädlinge

Hauptfeind des Gärtners sind Unkräuter. Aber stets gilt das Motto "Wo einer ist, kann kein zweiter sein". Soll heißen: Auf einer bestimmten Fläche können nur eine bestimmte Anzahl Pflanzen gedeihen. Der beste Trick gegen Unkraut ist eine lückenlose Bepflanzung mit Boden bedeckenden Gehölzen oder Stauden. Je nach Fläche können da sogar einige ausläufertreibende Arten dabei sein. Im Schatten etwa ein Bodendecker wie der weißblühende Vinca Minor.

In diesem Jahr gibt es durch das feuchte Frühjahr viele Krankheiten und Schädlinge. Die Regel lautet: vorbeugen! Nur gesundes und resistentes Pflanzenmaterial sollte eingesetzt werden. Gerade Rosen können jede Menge Krankheiten wie Mehltau, Sternrußtau und Blütenfäule bekommen. Viele historische Rosen sind sehr anfällig dafür. Das ADR-Zeichen (Anerkannte Deutsche Rose) dagegen wird nur für Rosen vergeben, die erbgesund sind, also in Hinblick auf Pflanzenschutz keine Probleme bereiten.

Umweltfreundliche Ungeziefermittel

Lieber etwas mehr Geld ausgeben und dafür nachträgliche Kosten für aufwendiges Spritzen sparen. Es gibt auch viele umweltfreundliche Mittel wie Fallen (Gelbtafeln, Köderdosen), natürliche Feinde (speziell gezüchtete Bakterien, Fadenwürmer und Fliegen- sowie Käferarten) und nichtgiftige Spritzmittel (Kaliseife oder Backpulver).

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