Sommerliche Beeren Sommerliche Beeren

Saftig, lecker und voller Nährstoffe

Ob Johannnisbeere, Himbeere, Heidelbeere oder Stachelbeere: Jede für sich besitzt von süß bis säuerlich wertvolle Inhaltsstoffe. Schon mit einem Beeren-Tag lässt sich der Tagesbedarf an Mineralien und Vitaminen voll decken. Beeren sind leicht bekömmlich und haben eine große Reinigungskraft. Denn das günstige Verhältnis der beiden Spurenelemente Natrium zu Kalium im Beerenobst fördert die Wasserausscheidung.

Hohe NährstoffdichteDie Früchte werden aber auch wegen ihrer Nährstoffdichte besonders empfohlen. Damit bezeichnet man das Verhältnis von Vitamin- und Mineralgehalt zum Energiegehalt. Zudem ist das Spurenelement Eisen in einer gut verfügbaren Form vorhanden: Durch den hohen Vitamin C Gehalt wird die Aufnahme des Eisens für den Körper noch erleichtert. Beerenobst wächst vorwiegend an Sträuchern. Anders als beim Kern-oder Steinobst sind anstelle eines Kerngehäuses oder eines Steines in der Mitte der Frucht Samenkerne im Fruchtfleisch verteilt.


Welche Beere enthält welche Stoffe?

Die Johannisbeere
Ob rot, schwarz oder weiß: Die leicht säuerlich schmeckende Johannisbeere enthält außergewöhnlich viele Vitamine, ebenso viele Mineralien und Farbstoffe. Sie sollten immer erst unmittelbar vor der Zubereitung von den Stielen entfernt werden und grundsätzlich sehr frisch verwendet werden.

Die Himbeere
Die Himbeere mit ihrem lieblichen Aroma, vereint in sich vor allem einige Mineralien, die den Stoffwechsel anregen. Sie zählen wegen ihrer vielfältig heilenden Wirkung, zum Beispiel für die Knochenbildung, oder als Unterstützung für Muskel-, Nerven- und Gehirnfunktionen, zu einer der wertvollsten Früchte. Frische Himbeeren mit ihren vielen aktiven Säuren, ihrem Pektin und den Gerbstoffen können der Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit helfen und fiebersenkend wirken.

Die StachelbeereAuch die Stachelbeere hat einen hohen Vitamin-C-Gehalt und viele Mineralien, die für feste Knochen und Zähne sorgen. Allerdings sind die wertvollen Vitamine erst in vollreifen Beeren ganz entwickelt. Und die sollten vor allem roh gegessen werden.

Die Heidelbeere
Heidelbeeren, auch Blaubeeren, Schwarzbeeren oder Bickbeeren genannt, haben von Juli bis September Saison. Die Beeren werden nicht alle gleichzeitig reif. Deshalb müssen die Früchte die ganze Saison über einzeln von Hand abgepflückt werden. Sie sind reich an Kalzium, Vitamin C und Carotin. Besondere Beachtung verdient jedoch ihr blauer Farbstoff, das Myrtillin. Zusammen mit Vitamin C und Eisen ist dieses Flavon blutbildend. Es soll sogar "freie Radikale" neutralisieren, die Hauptverursacher von chronischen Krankheiten und Alterungsprozessen. Ebenso sorgt es für die Elastizität der Blutgefäße. Getrocknete Heidelbeeren sind ein altes Heilmittel gegen Durchfall. Am besten gedeiht die Heidelbeere auf sauren, unbehandelten, nährstoffarmen Sand-, Heide- oder Moorböden.

Die Preiselbeere
Sie entwickelt erst in gekochter Form den charakteristisch herben Geschmack, deshalb wird sie roh kaum verzehrt. Durch den enthaltenen Konservierungsstoff Benzoesäure ist sie ideal zum Einkochen geeignet. Zudem hält die Beere Carotin, B-Vitamine und Vitamin C, dazu Kalium und Natrium im günstigen Verhältnis für die Wasserausscheidung.

Die Brombeere
Die schwarzblaue Frucht ist der größte Carotin-Lieferant unter dem Beerenobst. Sie schmeckt süß-säuerlich und ist sehr aromatisch.

Nur kurz haltbar
Der typische süß-säuerliche Geschmack der Beeren bleibt nur relativ kurze Zeit erhalten. Sie sollten deshalb am besten gleich nach der Ernte oder noch am Einkaufstag verzehrt werden.

Vorsicht vor gefährlichen Wurmeiern

Im Wald tief hängende Beeren sollten nicht gepflückt werden, da sie vom Fuchsbandwurm befallen sein können. Wurmeier werden von erkrankten Füchsen mit dem Kot ausgeschieden. Die winzigen, nur unter dem Mikroskop erkennbaren Eier bleiben an tief wachsenden Früchten hängen und können so mitgegessen werden. Es kann zu schweren Organschäden kommen.