Kürbis-Renaissance

Kürbispflanzen werden ab Mitte April in Töpfen vorgezogen: Tontopf mit Aussaaterde füllen. In kleine Töpfe ein Samenkorn, in größere Töpfe zwei bis drei Samen etwa 3 cm tief setzen. Töpfe auf die Fensterbank stellen. Bei 20 Grad und vollem Licht keimen die Samen nach fünf bis acht Tagen.
Die vorgezogenen Pflanzen werden etwa vier Wochen später, Mitte Mai, ausgepflanzt . Auch Kürbispflanzen, die in Gartencentern, Gärtnereien und auf Märkten angeboten werden, sollten erst nach den Eisheiligen, Mitte Mai ins Freie gesetzt werden. Sie sind an das Gewächshausklima gewöhnt und vertragen weder Frost noch starke Temperaturschwankungen.
Kürbisse wachsen am besten am Fuß des Komposthaufens oder auf Hügelbeeten . Wichtig ist die ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. An die Südostseite des Komposts gepflanzt, sind sie vor Zugluft und Kälte geschützt.
Riesen-, Spaghetti- und Ölkürbis benötigen pro Pflanze 2-5 Quadratmeter, Zucchini und Pâtisons 1-2. Kürbisranken überwuchern den Kompost in kurzer Zeit und beschatten ihn auf natürliche Weise. Das fördert die Kompostgare. Reicht der Platz nicht aus, können die Ranken der Kürbispflanzen mit Gerüsten in die Höhe geleitet werden.
„Baby Bear“, ein Speisekürbis mit 12-15 cm großen Minifrüchten, ermöglicht die Kultur von Kürbissen in kleinen Gärten. Er eignet sich für Töpfe auf Balkon und Terrasse. Zucchini und Pâtisons lassen sich ebenfalls in Gefäßen ziehen. Sie benötigen Kübel von 10-15 Litern mit einer Tiefe von 25-30 Zentimetern.
Frühestens ab Mai können Kürbissamen direkt ins Freiland ausgesät werden. Zwei bis drei Korn im Abstand von 1-2 Meter, 3 cm tief in die Erde drücken. Die beiden Schwächsten werden später abgeknickt. In rauem Klima empfiehlt es sich, über die Kürbissaat Blumentöpfe zu stülpen. Das schützt vor Nachtfrösten und Nacktschnecken. Die Töpfe werden abgenommen, sobald sich die zwei Keimblätter der Kürbispflanze zeigen. Die Triebe müssen weiterhin vor Kälte geschützt werden, beispielsweise indem sie mit Heu oder Vlies abgedeckt werden.