Geschichte

Das Motto:

"Einer für alle, alle für einen!"

Ziel der Siedlergemeinschaften war es, bezahlbaren Wohnraum für alle zu erreichen. Die Kalkulation ging davon aus, dass die Kosten einschließlich eigener Eigenleistung von 2800 Arbeitsstunden je Haus 17.000,00 DM betrügen und die Belastung je Wohnung (jedes Haus hatte zwei Wohnungen) unter monatlich 40 DM liege.

Die Gründung:
Am 20.12.1948 wurde die Siedlergemeinschaft Am Damm 11 durch den Kreisvorsitzenden Herrn Böckelmann im Gasthaus Keune gegründet. 45 Siedlungsbewerber waren anwesend. Am 20.10.1954 wurde die lll. Gemeinschaft im Gasthaus Oberste gegründet. Nach langen Verhandlungen konnte das Siedlergelände im September 1949 durch den 1. Vorsitzenden der Wohnungsbaugenossenschaft Herrn Adolf Schulz von Herrn Rudolf Löbbecke erworben werden. Noch im November begannen die Vermessungsarbeiten.

Die Arbeit:
Trotz großer Hilfe für die Siedlergemeinschaft I werden im Jahr 1950 28400 Arbeitsstunden für die Gemeinschaft 11 von den Mitgliedern erbracht. Durchschnittlich leistet jeder Siedler 535 Stunden. Diese Arbeiten werden nach Feierabend sowie an Samstagen und sogar Sonntagen abgeleistet. jeder Siedlungsbewerber verpflichtet sich zur Ableistung von mindestens 690 Stunden im Jahr. Es wird hierfür eine besondere Arbeitsordnung beschlossen.

Am Anfang des Jahres 1950 sind 39 Siedler - am Ende des Jahres 59 Siedler Mitglied in der Gemeinschaft.

Im Jahr 1951 werden 13922 1/2 Arbeitsstunden erwirtschaftet. Eine harte Zeit für die Siedler. Das Jahr 1952 bringt für die II. Gemeinschaft den ersten sichtbaren Erfolg. Im ersten Bauabschnitt werden 7 Häuser genehmigt, die Ende 1952 fertiggestellt und bezogen werden.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Wohnungsbaugenossenschaft Hemer wird am 01.04.1952 Adolf Schulz ein besonderes Geschenk überreicht. Als unermüdlicher Förderer des Siedlungsgedankens wird die alte Eiche in der Siedlung auf den Namen "AdolfSchulz-Eiche" getauft und mit einem Erinnerungsstein versehen.

Über 7 Jahre seit Gründung der Gemeinschaft sind vergangen, als auch der letzte der 30 Siedler in sein Häuschen einziehen kann. In dieser Zeit werden insgesamt 81043 Arbeitsstunden von den 30 Siedlern für die Siedlergemeinschaft II abgeleistet. 1957 tritt die Siedlergemeinschaft dem Siedlerbund Westfalen-Lippe bei. Die Siedlung besteht mit ihren 3 Gemeinschaften 1959 aus insgesamt 81 Häusern. Im Jahr 1961 wird mit dem nächsten Bauabschnitt Oberlinweg begonnen.

Die Feste:
Gerade in den Anfängen der Siedlergemeinschaften wurde viel Wert auf den Gemeinschaftssinn gelegt. Zahlreiche Siedlerfeste konnten gefeiert werden. In den Anfängen stand ein großer Platz hinter dem Karl-Bröger-Weg zur Verfügung.

Preise 1959

Bier 0,2l

0,40 DM

Wasser und Sprudel

0,45 DM

Wacholder

0,35 DM

Kotelett mit Brötchen

1,60 DM

Schweinebraten mit Kartoffeln und Gurke

2,50 DM

 

 

Weitere Bebauungen machten es notwendig, immer wieder andere Plätze für die Feste zu finden. So wurde auch am Ende des Oberlinweges, am Von-Kettler-Weg und an der Adolf-Schulz-Eiche gefeiert, bis schließlich in der Siedlung kein Platz mehr vorhanden war. Siedlerfeste werden heute im Haus Hemer oder auf der Shilo-Ranch gefeiert.
Ein besonderer Höhepunkt war am 17. September 1960 eine Zirkusveranstaltung in der Siedlung. Hierbei handelte es sich um eine Vorstellung, die von Mitgliedern der Siedlergemeinschaft in Eigeninitiative auf die Beine gestellt wurde. Zahlreiche Fahrten, Wanderungen und diverse andere Veranstaltungen wurden seitdem durchgeführt.

Entstehung der Dammsiedlung

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    Siedlergruppe Foto: © G.Schulte

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    Siedlergruppe Foto: © G.Schulte

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    Siedlergruppe Foto: © G.Schulte

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    Haus am Oberlinweg, Baujahr 1969 Foto: © G.Schulte

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    Oberlinweg, 4. Bauabschnitt Foto: © G.Schulte

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