Im Alter sicher leben - von unserem Pressewart Helmut Meinerling

Im Alter sicher leben: das war das Thema, das die Kontaktpolizistin für Aumund-Hammersbeck, Frau Decker, den Mitgliedern der Siedlergemeinschaft Aumund 1 näherbringen wollte.

Klar, in den Medien wird immer wieder von Fällen berichtet, in denen ältere Mitbürger betrogen, beraubt, übervorteilt wurden. Man nimmt es zur Kenntnis, verdrängt es wieder. Ganz anders, wenn eine Vertreterin der örtlichen Polizei aus ihrem Erfahrungsschatz Ratschläge gibt, wie man nicht zum Opfer wird. Ein Tipp von ihr gilt - leider - immer: Seien Sie misstrauisch! Egal, ob es sich um einen vor der Haustür stehenden angeblichen Handwerker, SWB-Vertreter, Polizisten handelt: Kann er sich ausweisen? Lassen Sie sich nicht drängen, prüfen Sie den Dienstausweis! Eine weitere beliebte Masche ist der Schock-Anruf, so Frau Decker. Hier wird eine angebliche Notlage

Kontaktpolizistin Frau Decker
Kontaktpolizistin Frau Decker   © Michael Jaskiewitz
simuliert, die durch eine Zahlung eines größeren Betrags gemildert werden kann. Häufig sollen Kautionen (die es in Deutschland gar nicht gibt) gezahlt werden, um einen Gefängnisaufenthalt zu vermeiden. Auch versuchen organisierte Banden mit dem Enkel-Trick ältere Mitbürger zur Hergabe von Kontodaten, Kreditkartennummern usw. zu bewegen. Von vielen weiteren Maschen berichtete die Polizistin. Mit ihren Beispielen löste sie eine lebhafte Diskussion aus. Etliche der Anwesenden hatten bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Auch Einbruchversuche wurden geschildert, in einigen Straßen wurden bereits WhatsApp-Gruppen gebildet, die verdächtige Geschehnisse untereinander mitteilen, was von Frau Decker sehr gelobt wurde. "Der wachsame Nachbar" ist eine sehr wirksame Methode, Straftaten zu verhindern", so Frau Decker. Vorbeugend empfiehlt sie, z. B.durch Kameras (auch Attrappen), Bewegungsmelder, Aufkleber "wachsamer Nachbar", Hinweis auf Videoüberwachung, Schild "Warnung vor dem Hund" - auch wenn gar kein Hund da ist - den potentiellen Einbrecher abzuschrecken. Den Zentralruf der Polizei nicht in Notfällen anrufen! Diese Dienststelle ist richtig, wenn z.B. nach einem Unfall eine Frage zu klären ist. Ist ein Notfall gegeben oder z. B. eine fremde Person auf dem Grundstück, sollte die 110 angerufen werden.
Leider gibt es noch eine große Menge Delikte, die insbesondere ältere Menschen schaden können. Ob zuhause, ob unterwegs, ob telefonisch oder übers Internet, ob bei Vollmachten oder Taschendiebstahl: Immer gilt der von Frau Decker betonte Satz: Seien Sie misstrauisch!

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