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Chronik Kommunalverein

Die Chronik des Kommunalvereins ist im Herbst 2015 neu erschienen © ( )


Ausleihbar in der Stadtbücherei Unser Kroog

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Vortrag Teil 3

39
Die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland verschlechtern sich im Laufe der Jahre immer mehr. Das hatte natürlich einen großen Einfluss auf die Bautätigkeit.
Nur das 6-Familienhaus in der Sonthofener Str. und sonst noch einzelne Häuser konnten von 1929-31 gebaut werden.

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Der langjährige Geschäftsführer unserer Genossenschaft und spätere Zweigstellenleiter Wilhelm Hakonson bekam 1931 auch ein Eigenheim in der Werdenfelser Str..

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19 Jahre hat Wilhelm Hakonson segensreich für die Siedlung gewirkt. Sein Vorgänger Bernhard Gilster hat sich 6 Jahre in gleichem Sinne bemüht. Leider wissen wir zu wenig über die Sorgen und Nöte der Geschäftsführer. Wir brummen nur, wenn uns etwas nicht gefällt. Dass Wilhelm Hakonson zweimal nach Berlin war, um für Kroog eine Eisenbahnhaltestelle zu erreichen, ist kaum bekannt. --
Wilhelm dachte an die kleinen Jungs und Deerns, als die Stadt das Schulgrundstück von der Stadt geschenkt bekam. Sein größtes Sorgenkind war das Wasserrohrnetz im Winter. Immer wieder haben Wilhelm und sein Helfer Hein Landtau im Dreck und Lehmmatsch die Leitungen geflickt, damit in der warmen Küche das Wasser wieder aus dem Hahn fließt.

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Die Bautätigkeit setze bis 1933 fast ganz aus. Das Arbeitslosenheer wuchs auf über 4 Millionen an. Unter dem Reichskanzler Brüning, dem letzten der Weimarer Republik, entstand ein Gesetz, das für Kroog eine große Bedeutung hatte.
Nach dem Willen Brünings, sollte Arbeitslosen die Möglichkeit gegeben werden, in Selbsthilfe ein bescheidenes Eigenheim zu bauen. Die Bauwilligen erhielten ihre Arbeitslosenunterstützung und freies Mittagessen. Die Baustoffe wurden ausgeliefert. Die Arbeit musste gemeinsam geleistet werden. Auf diese Weise kamen 80 Siedler in den Jahren 1933-34 zu einem Eigenheim im großen Garten. Die Belastung war verhältnismäßig gering. Diese Notzeit prägte wiederum ganz andere Züge in das Gesicht der Siedlung.

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Heute hat sich das Straßenbild schon geändert.
Die Linden in der Straßenmitte beleben das Ganze mit ihrem Grün.

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Eine Teilansicht in der Sonthofener Str.. Die 80 Häuser liegen nicht geschlossen zusammen, sondern verteilen sich auf drei Straßenzüge.

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Dieser Teil der Siedlung liegt am Wellsee. Es ist ein Blick in den Weidenweg. Anfangs war alles noch sehr kahl. Heute sind die Anpflanzungen schon groß geworden.

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Ab 1934 lebte die Bautätigkeit langsam wieder auf. In der Allgäuerstr. wurden 6 Wohnungen für Kinderreiche gebaut. Mit Unterstützung der Deutschen Werke entstanden im gleichen Zeitraum 20 Häuser.

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Anschließend von 1935-39 wurden wiederum 25 Eigenheime gebaut. Es sind dies zwei Bilder aus der Bauperiode.
Wir sehen, die Häuser werden wieder etwas größer gebaut. Ein Zeichen, dass es wirtschaftlich langsam aufwärts geht.

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1939 wurde dann der Schwalbensteg mit 36 Wohnungen ausgebaut. Das gerichtete Haus steht am Ende quer zur Straße.

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Eine Teilansicht vom Schwalbensteg. Die Häuser sind sich alle gleich. Diesem Bauabschnitt folgte dann wieder ein lange Pause, bedingt durch den zweiten Weltkrieg und seine Folgen.

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Erst 14 Jahre später regte sich neue Bautätigkeit in Kroog. Aber diesmal südlich des Rönner Weges, hinter Lug ins Land. Ein Teil des Geländes ist den alten Leuten noch als Ziegenkoppel bekannt.

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Hier bekamen 52 Siedler in den Jahren 1953-54 eine neue Heimstätte. Bei Beginn der Bauarbeiten wurde dieses Sumpfloch zugeschüttet.

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Dann hieß es für die Baulustigen, ran an die Arbeit.
Denn die Keller mussten in Selbsthilfe hergestellt werden.

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Erdarbeiten und Fundamente bauen ist für den Ungeübten anstrengende Tätigkeit. Das haben die alten Siedler von Kroog auch erfahren. Aber der Gedanke, bald ein eigenes Heim zu besitzen, spornte immer wieder an, wenn die Kräfte nachlassen wollten.

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Und willig wird das Unhandsame gemeistert. Ohne Schweiß und müde Knochen geht so etwas nicht ab. Ein Trost für alle, viele Hände machen bald ein Ende.

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Endlich ist es soweit. Die Richtkrone schwebt über dem Dachstuhl und Fahnen flattern im Wind. Herrgott, wie sind die Menschen glücklich, wenn es erst soweit ist.

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52 Heimstätten auf einmal richten, das ist schon eine Begebenheit. Da muss eine gemeinsame Richtkrone hoch am Richtmast hängen. Die "Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Schleswig" hat diesen Bauabschnitt ausgeführt. Hier ist alles versammelt und hört sich den Richtspruch an.

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Ein Jahr später wohnen 52 Familien unter einem eigenen Dach. Es sieht zwar alles noch kahl und unordentlich aus.

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Aber 9 Jahre weiter hat die Umwelt ein anderes Aussehen erhalten. Die Siedler haben ihre Gärten herausgeputzt. Aus dem Sumpfloch von einst, hat die Stadt eine schöne Anlage entstehen lassen.

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Vortrag Teil 4

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