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Sprechtag jeder 2. Dienstag im Monat
von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr.

Weitere Termine nach Vereinbarung.
(während der Schulferien in NRW finden keine Sprechtage statt!)}

Termine 2017

31. März 2017
Kreisversammlung
18 Uhr, Gaststätte zum Hubertus
(Lünen, Moltkestrasse)

Letzte Bearbeitung:
23.7.17 neue Adresse Geschäftsstelle
16.8.17 Termine

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Stellungnahme des KV


An alle Vorstände und Mitglieder der Siedlergemeinschaften
des
 Kreisverbandes Lünen-Selm e.V.
    
       

Stellungnahme des Kreisvorstandes des KV Lünen-Selm e.V.
zum geplanten Neubau eines Steinkohlekraftwerkes in Lünen (vom 6.6.07)

Die Planungen der Stadt Lünen für den Neubau eines Steinkohlekraftwerkes betreffen ein kommunales Großbauprojekt mit weitreichenden Konsequenzen auch für die Lebensqualität und den Wohnwert in unserer Region. Den Verband Wohneigentum, Kreisverband Lünen-Selm e.V., der über 6400 Besitzer von selbst genutztem Wohneigentum vertritt, verpflichtet seine Satzung, wohnungspolitische Grundsätze gemäß seiner Gesamtzielsetzung öffentlich geltend zu machen: „Das Ziel aller Betätigungen ist die Förderung der Familie durch Unterstützung bei der Schaffung eines familiengerechten und gesunden Lebensraumes für Jedermann“ (§ 3).

Der Kreisvorstand war und ist sich stets bewusst, dass in den eigenen Reihen und allen Verbandsebenen und –gremien sich sowohl Befürworter als auch Gegner des Kraftwerkneubaus befinden. Doch unabhängig von der Anzahl der Pro- und Contra-Stimmen der Einzelmitglieder im Kreisverband ist der Kreisvorstand durch die eigene Satzung in die Pflicht genommen, auf mögliche negative Folgen kommunaler Projekte vorbeugend hinzuweisen.

Hier sind nicht die technischen, ökologischen und ökonomischen Bedenken zu wiederholen, die von vielen Seiten und aus allen Kreisen der Lüner Bevölkerung auch mit Blick auf unsere Zukunft gegen den Neubau eines Kohlekraftwerks vorgebracht wurden. Auch auf verbandsspezifische Belange wie die für uns erkennbare Gefahr, dass der Verkaufswert von Immobilien in Belastungszonen des künftigen Kraftwerks zusinken droht, sei nur hingewiesen.

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Wir respektieren insbesondere das massive Engagement der Lüner Ärzteinitiative, die mit einer Fülle an Daten und Befunden unmissverständlich vom geplanten Kraftwerksbau abrät. Alle Überlegungen, aus einem Kraftwerksbau wirtschaftliche und energiestrategische Vorteile für Lünen zu ziehen, haben ihr eigenes Gewicht. Doch sind all diese tatsächlichen oder oft doch nur erhofften und vermuteten wirtschaftlichen Vorteile um jeden Preis anzustreben?

Unsere Zukunft steckt in den Kindern, bei denen die politisch Verantwortlichen nicht nur für deren Bildung und Erziehung, sondern auch für deren Gesundheit vorzusorgen haben. Wenn nun mal Gesundheit das höchste leibliche Gut eines Menschen ist, ist die kommunalpolitische Generallinie so auszurichten, dass alle kommunalen Vorhaben die akute Schadstoffgesamtbelastung in Lünen und Umgebung verringern oder mindestens deren Ansteigen verhindern. Nun ist aber kein Kohlekraftwerk der Welt (auch nicht mit bestmöglicher Technik, vor allem Kraft-Wärme-Kopplung) zu haben, das ohne Belastung arbeitet. Ausschlaggebend für die Haltung des VWE-Kreisvorstandes ist aber insbesondere die große Konzentration von Kraftwerken in und um Lünen.

Der Vorstand des VWE-Kreisverbandes Lünen-Selm e.V. appelliert darum an die politisch Verantwortlichen, die Planungen zum Neubau eines Kohlekraftwerks in Lünen zu überdenken und nach geeigneten Wegen umweltverträglicher und wohnwertbewahrender Energieerzeugung in und für Lünen zu suchen.

Mit freundlichem Siedlergruß
für den Vorstand gez. Dr. Matthias Laarmann (KV-Vorsitzender)

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