Nachrichten aus dem Verein
Ein mitreißendes Kirchenkonzert
Zum 90. Jubiläum hatte die Helmbrechtser Siedlergemeinschaft zwei Musiker zu einem Konzert eingeladen, die schon einmal in Helmbrechts begeisterten: Jens Goldhardt, Organist und Kirchenmusiker in Gotha, und Ralf Benschu, freiberuflicher Dozent für Saxophon und Klarinette an der Städtischen Musikschule Potsdam. Unter dem Namen "Orgelsax" gaben sie nun wieder ein Kozert in der Johanniskirche für Orgel und Saxophon - eine nicht alltägliche Kombination. Um es gleich vorweg zu sagen: sie spielten fantastisch!
Das Programm enthielt sowohl Kompositionen aus alter und neuer Zeit als auch Improvisationen über Kirchenlieder und Naturstimmungen. Unter einer “ Improvisation“ versteht man zunächst ein Musikstück, das spontan während des Spiels entsteht; es gibt aber auch viele notierte Kompositionen mit dem Namen „Improvisation“, gelegentlich wurden auch Improvisationen berühmter Musiker in Notenform aufgezeichnet und aufgeschrieben (das soll schon Mozart fertiggebracht haben!). Benschu und Goldhardt benutzten zwar Noten für ein sauberes Zusammenspiel, aber der Saxophonist brachte es auch fertig, einige Stücke entfernt von der Orgel aus dem Kirchenschiff heraus auswendig vorzutragen – oder auch frei zu improvisieren. Für den Zuhörer sollten dadurch neue Klangeindrücke entstehen.
Gleich von Beginn an faszinierte Jens Goldhardt durch seine virtuose Beherrschung der Helmbrechtser Orgel, die er in vielfältiger Weise vom leisen Piano bis zum vollen Werk erklingen ließ. Beide Musiker spielten bei allen Stücken zusammen, und dabei konnte sich das Saxophon – zunächst ein Alt-, dann ein Sopran-Saxophon - gut behaupten.
Neben den Improvisationen über 4 bekannte Kirchenlieder (als Zugabe kam noch ein 5. dazu!) waren noch weitere Kompositionen zu hören: 2 von Ralf Benschu selbst, die mit den früheren 4 Elementen zu tun hatten; dabei gefiel „durch den wind“ besonders durch die interessante Rhythmik, die an Jehan Alains „Litanies“ erinnerte. Außerdem erklang eine Kirchensonate von Antonio Caldara (17.-18. Jh.) und ein sehr gefühlvolles „Ave Maria“ von Astor Piazzolla (20. Jh.), alles sehr einfühlsam vorgetragen. Die zahlreich erschienen Zuhörer dankten durch lang anhaltenden Beifall und ermunterten die Künstler zu 2 Zugaben.
Auch die Orgel der Kirche trug ihren Teil bei: sie hat offenbar den (orgellosen) Winter gut überstanden und präsentierte sich kräftig und sauber gestimmt. So war dieses Konzert ein voller Genuss für die Zuhörer.
Klaus Michael Zeuner
Geplante GEG-Novelle: Offener Brief des Verbandes an die Minister:
80 Jahre Siedlergemeinschaft Helmbrechts e. V.
Zu einem zwanglosen Erinnerungsabend hatte die Siedlergemeinschaft Helmbrechts alle Mitarbeiter im Vorstand und der Frauengruppe in die Ökostation eingeladen. Mit dabei 1. Bürgermeister Stefan Pöhlmann, 3. Bürgermeisterin Kitty Weiß und die Stadträte Manfred Seel und Klaus Wolfrum. Alle letztgenannten sind auch Mitglieder im Gesamtvorstand.
Anlass: 80 Jahre Siedlergemeinschaft Helmbrechts
In seinen Begrüßungsworten kündigte der Vorsitzende Manfred Brendel an, sich mit Einzelheiten aus acht Jahrzehnten Siedlergemeinschaft Helmbrechts nicht aufzuhalten zu wollen. Bei den Jubiläen für 40, 50 und 60 Jahre wurden Festschriften heraus gegeben, in denen ausführlich die Ereignisse in den einzelnen Epochen geschildert wurden. Vor allem in der Ausgabe zum 60. Jubiläum wurde die Entwicklung der Siedlungsgebiete um die Stadt Helmbrechts ausführlich beschrieben. Erfreulich ist, dass nun mit dem Baugebiet am Volkspark ein weiteres Siedlungsgebiet entsteht.
Weiterhin erklärte der Vorsitzende, dass man über eine gut funktionierende Vereinsführung froh sein könne. Man ist aber genauso stolz auf die Mitglieder, denen man Unterstützung vermitteln und somit dem Eigenheimbesitzer auch Sicherheit geben kann.
Genau dies einspricht unserem Slogan: Eigentum braucht Schutz !
Wir sind zur Zeit mit 640 Mitgliedern immer noch eine der stärksten Siedlergemeinschaften in Oberfranken.
80 Jahre Siedlergemeinschaft, eine lange Zeit mit vielen Veränderungen. Stand am Anfang die Arbeitslosigkeit, folgten darauf die Kriegsjahre. Einigermaßen verschont stand nach dessen Ende der Wiederaufbau im Mittelpunkt. Es folgte die Währungsreform. Schritt für Schritt veränderte sich unserer Lebensweise. Am Anfang brachte der Garten Unterstützung für die einkommensschwachen Familien. Dies änderte sich in den Folgejahren. Der Nutzgarten wurde mehr und mehr zum Wohngarten, zum gepflegten Garten. Mit den Gartencentern entwickelte sich eine neuer Wirtschaftszweig. Nicht zu vergessen auch die Baumärkte.
Der Wunsch nach einem eigenen Heim mit Garten stand meist auf der Wunschliste junger Familien an erster Stelle. Das war auch der Grund für die Entstehung weiterer Wohngebiete hier bei uns. Diese Entwicklung wird sich auch fortsetzen, wenn auch nicht mehr so rasant.
In einer Bilderschau wurde an die bauliche Entwicklung der Siedlungsgebiete ab 1930, Fahrten ab 1955 und den 25 Blumenschauen im Zentrum der Stadt erinnert.
Zwei Bilder zeigen hier die Veränderung einer Landschaft am Beispiel Mühlenviertel und Weinberg.

